Fernbeziehung & Verzeihen | 09

Shownotes

Jolien spricht darüber, wie aus einem zufälligen Match eine Beziehung über tausende Kilometer wurde. Über Skepsis beim ersten Treffen, den Moment, in dem klar war, dass Distanz kein Spiel ist, und warum Nähe nicht immer etwas mit Ort zu tun hat.

Sie erzählt offen von Schulzeit und Mobbing, vom Nachtragendsein und Vergeben, von Familie, fehlenden Vaterfiguren und den Prägungen, die Beziehungen lange unbemerkt beeinflussen. Über Depressionen, Neuanfänge und warum manche Wege erst Sinn ergeben, wenn man sie von weitem betrachtet.

UP!DATE ist kein Dating-Guide, sondern eine Einladung, sich wiederzufinden. Und vielleicht gibt’s auch diesmal diesen einen UP!-Moment, der hängen bleibt, weil er sich einfach echt anfühlt.

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Host & Brand: Host: Daniele Eine Produktion von totally Agency & BEN.Studio

Gästin: Jolien

Neue Folgen: 🎧 Jeden Donnerstag – als Video-Podcast auf Spotify, YouTube & überall wo es Podcasts gibt.

Intro-Musik: Kribbeln im Bauch, 00:02:49, DEZC62532087,
(Composer Emil Holgersson Perslow / Composer Jesus Alberto Acosta Almengo - Lyricist Emil Holgersson Perslow / Lyricist Jorin Hagen / Lyricist John Luca Wendtland)
Published by: Copyright Control
Performer: Emil (Primary) and Jorin Hagen (Primary) and JHNWNDT (Primary) and prodbyTAA (Primary)
Vocal: Jorin Hagen / Emil Holgersson Perslow / John Luca Wendtland Producer: Emil Holgersson Perslow / Jesus Alberto Acosta Almengo
(2025) Orgel Enterprise & TwoSides distributed by FOUR Music Productions GmbH
Repertoire Owner: Four Music, Berlin

Transkript anzeigen

00:00:00: Aber jetzt ist halt die Frage.

00:00:01: Du trägst sie die ganze Zeit ohne Socken.

00:00:03: Würdest du sagen, das hat was mit deinen trockenen Füßen zu tun?

00:00:06: Oder?

00:00:08: Bestimmt.

00:00:09: Ja?

00:00:09: Ja, aber ich bin auch superfaule.

00:00:10: Shane ist zum Beispiel so jemand, der krimpt sich immer nach dem Duschen ein.

00:00:14: Immer, immer, immer.

00:00:15: Und ich gar nicht.

00:00:16: Der krimpt sich nach dem Duschen die Füße ein?

00:00:18: Ja.

00:00:19: Glaubst du, was der ... Ist

00:00:20: das normal?

00:00:21: Ja, der hat eine Bodylotion.

00:00:23: Der hat einen richtig weichen Körper und weiche Füße.

00:00:25: Der hat noch nie Rauffüße gehabt, aber ich schon.

00:00:28: Die sind immer trocken, immer, immer, immer.

00:00:30: Also, meine Füße sind auch nicht trocken und ich hab mir, glaub ich, noch nie aktiv die Füße eingegremt.

00:00:36: Vielleicht solltest du doch

00:00:37: so ein Schutter.

00:00:37: Dann bist du einfach ein Glückskind.

00:00:40: Ich hab die These, dass du das extra nicht machst, damit er dir die einreiben kann.

00:00:45: Das

00:00:45: könnte natürlich auch sein.

00:00:47: Mag ich schon gerne leiden, wenn er mir die Füße eingegremt?

00:00:51: Das ist auf jeden Fall sehr genossen.

00:00:54: Ja, ähm, was ich mich auch gefragt habe,

00:01:00: wie ...

00:01:00: Kommt der Kursenname Yubi?

00:01:03: Oder Jabi zustande?

00:01:08: Also, ich ... Das war so.

00:01:12: Shane heißt ja mit ... zweiten Namen Shane Dillon und das fragen auch immer super viele Leute.

00:01:16: Warum nennst du den immer Dylan?

00:01:18: Erstens kann man Dylan viel besser rufen, wenn irgendwas ist.

00:01:21: Dylan!

00:01:22: Dillon!

00:01:22: Anstatt so ein Shane!

00:01:24: Das mag ich nicht mit den ganzen Vulkanianen.

00:01:26: Das funktioniert nicht, deswegen Dylan.

00:01:28: Und irgendwann vergleicht mich immer mit dem Jigglypuff.

00:01:33: Also mit, wie heißt der auf Deutsch, Pummelhof.

00:01:35: Dieser Pokémon, dieser ...

00:01:37: weil

00:01:37: er sagt, so dicke Wangen habe ich und deswegen Jigglypuff.

00:01:41: Und durch dieses Jiggly ist irgendwann von Julien, weil er als Amerikaner hat immer einen Akzent und sagt immer Julien mit U. Und irgendwie hatte das wahrscheinlich so ... Ach, er nennt dich Jabby.

00:01:55: Er nennt mich Jabby.

00:01:56: Ich bin Jabby.

00:01:57: Ah,

00:01:58: ich hab's jetzt erst gecheckt.

00:01:59: Ich dachte, du nennst ihn so.

00:02:01: Aber

00:02:01: okay, okay.

00:02:02: Er ist für mich entweder Dylan, Dills oder Dilly.

00:02:05: Okay, hast du alle vier Namen von ihm im Kopf?

00:02:08: Alle vier Namen, wie meinst du?

00:02:10: Also, seine Namen.

00:02:11: Ich hab irgendwie ein Video gesehen, ihr wart im Auto, und dann hast du seine Namen gerufen, er hat danach gesagt, da ist aber, da fehlt noch ein Name.

00:02:17: Ach so, nee, das war, er heißt nur Shane Dylan Smith.

00:02:20: Aber da hat er irgendwas mit HW oder HB oder irgendwas noch mit da reingepackt.

00:02:28: Nicht?

00:02:28: Nee, irgendwie

00:02:28: nicht.

00:02:29: Aber ich bin ziemlich sicher, dass er noch vertielt.

00:02:33: Warum guckst du mich so an?

00:02:34: Er hat nur einen Namen.

00:02:36: Also er hat noch einen Middle Name, aber das ist halt Dylan.

00:02:39: Okay, alles klar.

00:02:41: Ich such das Video nachher noch mal raus, dann können wir das noch mal prüfen.

00:02:44: Was meinst du denn?

00:02:44: Wo saßen wir denn deinem

00:02:45: Video?

00:02:45: Im Auto saß.

00:02:46: Ja, und da hast du ihm das so zugerufen.

00:02:47: Er meint ja, fehlt einen Namen noch.

00:02:50: Manchmal sagt ihr das auch einfach auch Spaß, um die Leute zu verwirren.

00:02:53: Viele sind ja schon verwirrt wegen Dylan.

00:02:56: Okay.

00:02:57: I don't

00:02:57: know.

00:02:58: Ja gut, ich glaube, es ist jetzt auf jeden Fall erst mal Zeit fürs Intro.

00:03:08: Update von Pickup.

00:03:09: Ich bin immer noch da.

00:03:11: Das hat viel mit euch zu tun, Leute, weil ihr fleißig den Podcast gehört habt.

00:03:15: Danke, ihr habt meine Miete gerettet.

00:03:18: Ja, wir haben jetzt Neujahr.

00:03:20: Mittlerweile sind wir fast am Ende vom Januar angekommen.

00:03:24: Ja, wie das neue Jahr so gestartet ist und was dieses Jahr so ansteht.

00:03:31: Und was bei der lieben Julien, du heißt wie meine kleine Schwester, finde ich ganz toll.

00:03:37: Crazy, wird genau so geschrieben, das ist so selten.

00:03:40: Ja, genau so, J-O-L-I-E-N.

00:03:41: Ja.

00:03:43: Hallo, Julien.

00:03:46: Was da alles so abgeht, besprechen wir auf jeden Fall gleich.

00:03:49: Aber wie gesagt, erstmal hier vorstellen, wer überhaupt sitzt.

00:03:52: Wir haben hier Julien, Ju, Juli.

00:03:55: Haltst du auf?

00:03:56: Nee, ich heiß Ju-Juli.

00:03:57: Viele kriegen das nicht hin.

00:03:58: Die denken immer Ju.

00:04:00: Aber wann sprichst du ein Y wie ein J aus?

00:04:02: Ju-Juli.

00:04:04: Aber Juli, oder?

00:04:05: Nicht mit N, ne?

00:04:06: Ju-Juli.

00:04:06: Okay, wie kommt das?

00:04:07: Keine Ahnung, frag mich nicht.

00:04:09: Ich hab's mir irgendwann, ich mach ja schon.

00:04:10: seitdem ich siebzehn bin, hab ich YouTube gemacht und dann wollte ich irgendwie einen coolen Namen und ...

00:04:16: Ich find das mal krass, wenn Leute so YouTube als erstes machen.

00:04:19: Aber ... ... zwei tausend siebzehn.

00:04:20: Nee, warte, du bist jetzt ...

00:04:22: Ich bin jetzt ... Okay.

00:04:26: Bleibst du so Forever-Twenty-One oder ... Kannst du damit umgehen, dass du jetzt dreißig wirst?

00:04:31: Ja, also, Shane erinnert mich ja schon jeden Tag dran, dass ich eine alte Granny bin.

00:04:37: Mhm.

00:04:37: Wie alt ist er?

00:04:38: Er ist dreieinhalb Jahre jünger, also er ist jetzt fünfundzwanzig geboren.

00:04:42: Okay, die jüngeren Typen also.

00:04:43: Ja.

00:04:47: Ja, was soll ich machen?

00:04:48: Was soll ich machen?

00:04:49: Ich denke mir immer so, wenn du dich immer damit beschäftigst zu sagen, oh mein Gott, ich will nicht älter werden, ich will nicht älter werden, dann lebst du gar nicht in dieser Zeit, wo du jetzt dieses Alter hast.

00:04:57: Weil später, wenn ich dreißig bin, dann denke ich mir, hätt ich es wenigstens mal ein bisschen mehr genossen.

00:05:02: Die achtundzwanzige Auszug, also hätt ich es genossen einfach.

00:05:05: Also, deswegen ...

00:05:07: Ja, so ein Kampf gegen sich selbst in der Gegenwart ist eh immer nie vorteilhaft.

00:05:11: Ja,

00:05:12: ich denke mir schon manchmal, ich wäre gerne so alt wie Shane,

00:05:14: nur so ein

00:05:15: paar Jahre jünger.

00:05:16: Wofür?

00:05:16: Also was fehlt hier?

00:05:18: Oder was ist verloren gegangen?

00:05:21: Ich denke mir mal nur so, ich möchte gerne an dem Standpunkt sein, wo ich jetzt bin.

00:05:25: Nur zwei, drei Jahre zurück, damit mir auch einfach keiner auf den Sack geht mit Kinder, Familie, Heiraten.

00:05:30: Weil eigentlich sind es ja immer nur die äußeren Einflüsse, die dir sagen, wie sieht's denn aus mit Heiraten?

00:05:34: Man wollt dir zusammenziehen, wie sieht's aus mit Kindern?

00:05:39: Und damit mir damit einfach keiner auf den Sack geht, denke ich mir so, ich wär gerne mal wirklich noch so ein paar Jahre jünger.

00:05:44: Aber das ist so, einfach du sagst so, du hättest früher gerne das Mindset von heute gehabt,

00:05:48: oder?

00:05:49: Ja, ja schon.

00:05:50: Wenn ich jetzt, ich denk mir mal so, auch mit fünfundzwanzig war ich ja eigentlich voll erwachsen.

00:05:55: Nee.

00:05:55: Gar nicht.

00:05:56: Nee.

00:05:56: Auf gar keinen Fall.

00:05:57: Ich bin aber so, ich bin jetzt sechsundzwanzig und eine Sache, die ich auf jeden Fall gelernt habe.

00:06:07: Ich bin schon mir selbst relativ sicher und auch selbstbewusst, sag ich jetzt mal.

00:06:13: Aber ... Also meine größte Angst, die ich habe, ist so, ich würde jetzt sagen, ich gehe jetzt schon durch die Weltgeschichte und behaupte, ich habe schon sehr viel vom Leben verstanden.

00:06:23: Ich habe auch unfassbar viele Erfahrungen in meinem Leben schon gemacht.

00:06:26: Aber ich bin trotzdem dann eher noch mal ein bisschen klein laut, weil ich mir denke, dass keiner weiß, was die Zeit so mit sich bringt und wie mein Mindset in fünf Jahren sein wird.

00:06:38: Weil wir mal ehrlich sind, mit achtzehn haben wir auch schon gedacht, dass wir die Welt verstanden haben und dass wir so ultra erwachsen sind.

00:06:45: Ich merke es jetzt gerade bei meinem kleinen Bruder, wenn wir so Themen haben am Tisch, wenn ich bei der Familie in der Heimat bin.

00:06:50: Ich gucke den an und der sitzt da wirklich mit einer Selbstsicherheit.

00:06:54: Bis er achtzehn?

00:06:54: Er ist achtzehn jetzt frisch geworden.

00:06:56: Er hat jetzt sein Führerschein, er hat jetzt sein Peugeot, zweihundert sechs, tiefer gelegt mit allen Sachen, die richtig cool sind und hat jetzt auch seit einem... Ich glaube, die sind mittlerweile schon seit anderthalb zwei Jahren zusammen auch eine Freundin und die haben das Beziehungsleben total verstanden.

00:07:12: Alles andere, was andere machen.

00:07:14: Also die sind so richtig... Erwachsen einfach schon so für sich.

00:07:19: Ich höre natürlich wie die sprechen und denke mir so, ja, die Zeit würde ich noch richten, aber ich bedauere das gar nicht.

00:07:27: Also ich glaube auch wirklich, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, wie ich mir Leute früher vorgestellt habe, die dreißig sind.

00:07:34: Ja, was ist denn das damals, als wir immer gesagt haben, na, die Dreißig-Party?

00:07:41: Da ist man bald, ne?

00:07:42: Ja, da ist man bald so.

00:07:44: Aber ich bin mir auch sehr sicher, dass die Die Leute damals, die dreißig waren, sahen älter aus als wir jetzt.

00:07:50: Ich weiß nicht, warum.

00:07:50: Die sind

00:07:51: zwar älter, also sahen zwar älter aus zu den Zeitpunkten, aber ich glaube, das finde ich eh total krass.

00:07:57: Ähm,

00:07:58: so heute, dreißigjährige Frauen.

00:08:01: Die sehen gefühlt manchmal für mich aus wie Zweiundzwanzig.

00:08:04: Also die halten sich auch sehr gut auf dem Ding.

00:08:06: So wenn ich mittlerweile so Leute sehe, die so Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig sind, da kann ich schon manchmal echt gar nicht mehr einschätzen, ob die vielleicht schon achtundzwanzig sind.

00:08:14: Aber ich finde es eh weird, dass man irgendwie aussehen mit Alter assoziiert und so was irgendwie ein bisschen.

00:08:18: Ja, ich denke manchmal so darüber nachstellen, bevor es würde kein Alter geben.

00:08:22: Also du, du es, wie alt bist du?

00:08:24: Weiß ich nicht.

00:08:25: Ja, dann

00:08:26: juckt's auch nicht mehr.

00:08:29: Ich find eh Zeit in der Hinsicht ist eh total relativ.

00:08:32: Also ich find so, ähm, dass die Zahl dreißig wird halt total groß gemacht, so Big Thirty und so was, aber eigentlich ist es scheißegal.

00:08:42: Das ist nichts,

00:08:43: aber dann denk ich mir, sobald du dreißig bist, steuerst du ja auch irgendwie ein bisschen auf ein Vierzig zu, ne?

00:08:47: Ja, aber

00:08:48: was heißt das denn?

00:08:48: Ja, das ist, also ...

00:08:51: Weißt du, das heißt ja eigentlich nicht, das ist ja so von der Gesellschaft vorgeschrieben, dass man dann so idealerweise dann

00:08:56: schon Familien,

00:08:57: Kinderhaus und so was hat.

00:08:58: Und ich

00:08:58: glaube, man ist einfach nur, man hat ein bisschen Angst davor, wenn man nicht in dieser Zeit, weil es heißt ja auch zum Beispiel, wenn ich sage, so, jetzt bin ich noch nicht bereit für Kinder hier, aber wenn du dreißig bist und dann erst Kinder kriegen willst, dann wirst du aber ganz schön kritisch, willst du, dass dein Kind an ... Ja, so, wenn es so kommt, wenn es so kommt, dann kommt die Einzige, die mich nicht stresst, ist meine Mutter.

00:09:19: Deine Mutter ist, also was ich bisher gesehen habe, eine sehr coole Socke.

00:09:22: Meine Mama ist eine richtig coole.

00:09:24: Ich hab damals immer gesagt, meine Mama ist ja stärkste im Knast.

00:09:27: Ja?

00:09:28: Ist das so ein Rambo?

00:09:29: Ja, kommt aus der DDR.

00:09:32: Ja, die haben auf jeden Fall, was sagt man, Haare auf der Zunge oder so was?

00:09:35: Ja.

00:09:36: Oder auf den Zähnen, oder wie sagt man

00:09:37: das?

00:09:38: Haare.

00:09:38: auf der Zunge, die Haare auf den Zähnen heißt

00:09:41: das,

00:09:41: aber sie hat auch ihr Herz auf der Zunge und Haare auf den Zähnen, so heißt

00:09:44: es.

00:09:45: Ja, meine Lehrerin, früher Frau Minow, die hat mein Papa auch immer gesagt, wenn er irgendwie zum Elternabend gekommen ist, ich war ein krankes Problemkind, also ich habe wirklich ... Sagt ihr so Tadel, blauer Brief, sagt ihr das noch was?

00:09:57: Ich habe die gesammelt wie Briefmarken, das war ich wirklich krank.

00:10:00: Ich hab so viel Scheiße in der Schule gebaut.

00:10:04: Und dann ist mein Vater immer, der meinte, ich hab keinen Bock, mit einer Klassenlehrerin zu reden, weil die hat so einen strengen Ton und die hat so richtig Haare auf den Zähnen und so was.

00:10:12: Der hat das immer gesagt, weil die hat immer richtig reingebuttert, dann bei Eltern-Sprechtagen.

00:10:17: Was haben die immer bei dir gesagt so früher?

00:10:19: Wo ich war auch ein Problemkind.

00:10:21: Aber einfach weil, ja, also, ich bin ja auch so, ich bin sehr direkt.

00:10:26: Und das hab ich damals halt schon ... alle Leute wissen lassen, wenn ich wusste, ein Lehrer ist da im Unrecht und beschmeißt mich mit Kreide, dann sage ich da einen Ton

00:10:34: zu.

00:10:35: Ja, natürlich.

00:10:35: Also, das, was es damals gab, gibt es noch heute natürlich auch nicht mehr.

00:10:38: Also, das mit Kreide beschmeißen oder ich wurde mit Tempus beschmissen.

00:10:41: Ich wurde

00:10:42: mit einem Schlüssel abgeworfen.

00:10:43: Ja,

00:10:43: überlegt, weil wenn du das heute machen würdest, du würdest, der wird im Knast sitzen gefühlt.

00:10:49: Also, nee, ich war, ich hab die Schule durchbekommen, ich weiß noch, eigentlich sollte ich damals auf die Hauptschule gehen und da haben meine Mama aber gesagt, nee,

00:10:56: Böse nicht?

00:10:57: Und

00:10:58: dann hab ich noch mal so einen Nachtest gemacht und durfte dann doch auf die Real.

00:11:01: Bin dann auch so mit so einer Drei durchgerutscht.

00:11:03: War alles okay, aber ich glaube, ich hatte auch einfach nicht so eine geile Zeit in der Schule.

00:11:07: Also, ich mochte meine Klasse nicht so gerne leiden.

00:11:10: Ich bin auch nicht... Es gibt ja so einen Tag X, wo man... Feiert, hatte ihr das auch?

00:11:16: Tag X?

00:11:17: Da kommen wir alle zusammen, bevor du den Abschluss hast.

00:11:20: Zehnte

00:11:20: Klasse aber meinst

00:11:21: du

00:11:21: jetzt.

00:11:22: Da war ich auch nicht.

00:11:23: Weil ich meine Klasse nicht leiden mochte.

00:11:24: Ich war mit einer der ersten in der zehnten Klasse.

00:11:31: Ich hatte mir damals als richtig wilde Sau einen Tattoo stellen lassen.

00:11:35: Welches Tattoo ist es gewesen?

00:11:36: Das war das Tattoo Stay Strong.

00:11:39: Ja, auf den Oberarm.

00:11:42: Und das Ding ist aber, es fing halt jemand an in meiner Klasse, sich das mit dem Adding auch auf den Arm zu malen, hat es dann abfotografiert und hat es durch die ganze Schule geschickt.

00:11:51: Und irgendwie ist das eine Core-Memory, aber auch irgendwie ist es runtergespült worden, weil ich glaube, ich wollte das gar nicht speichern.

00:11:58: Meine Mutter musste dann aber zur Schule, weil die mich so damit gehänselt haben, dass ich halt nicht mehr zur Schule gehen wollte.

00:12:05: Also die sind da ständig mit... Die sind mir hinterhergelaufen, haben da irgendwas geschrien.

00:12:12: Ja, vor allen Dingen wurde das halt immer so assoziiert mit dem.

00:12:16: Ich hatte damals schon Probleme mit meinem Körper, weil ich ja in der Jugend hat sich das Lippe dem entwickelt, das hier eine Fettverteilungsstörung.

00:12:23: Und jede zehnte Frau leidet darunter.

00:12:25: Und ich hatte immer einen sehr schmalen Oberkörper.

00:12:28: Aber sehr breite Hüften.

00:12:31: Ich hab auch viele Freundinnen, die das hatten.

00:12:32: Es ist eine Wahrheit, Leute, hört auf, die Menschen damit abzufacken.

00:12:36: Das ist irgendwie ... Und

00:12:37: vor allem, wenn es irgendwann eure Kinder sein können.

00:12:40: Es könnte auch eure Tochter betreffen.

00:12:43: Die sind mit Trampeln hinterher gelaufen.

00:12:44: Ich meine, letztendlich waren's halt alle irgendwie ... es waren Kinder, vielleicht wusste man's nicht besser als Kind.

00:12:49: Nichtsdestotrotz sollte man halt nicht mobben.

00:12:51: Aber alleine das war halt schon schwer für mich, dann noch weiter in die Schule zu gehen.

00:12:57: und dass die dann noch angefangen haben, ich war ja quasi einfach nur eine laufende Zielscheibe für die, dass die dann angefangen haben, sich, oh, jetzt hat die sich auch noch ein Tattoo machen lassen, die alle denkt, auch eine Rampen sau.

00:13:07: Ja, und das war einfach wirklich schlimm, ich war froh, als das Ganze vorbei war.

00:13:11: Und ich, aus dieser eigentlich super Schade, weil ich sehe auch voll viele, ich hatte voll gerne so eine, noch so eine... Wie heißt das?

00:13:19: Weiterführende Schulefreundin?

00:13:22: Hab ich aber nicht.

00:13:22: Weil ich mit denen allen nichts mehr zu tun hab.

00:13:24: Das war echt eine beschissene Zeit.

00:13:26: Ich wollte einfach nur da durch.

00:13:27: Schule kann schon sehr schrecklich sein.

00:13:29: War das bei dir auch so?

00:13:31: Warst du eher so der Klassenclown?

00:13:33: Ich war Todes der Klassenclown.

00:13:35: Ja, das hab ich mir gedacht.

00:13:36: Aber nicht so der Klassenclown, der gemocht wird, sondern der, der halt so Faxen macht und trotzdem gemoppt wird.

00:13:43: Oh mein Gott!

00:13:45: Ich hab nur Scheiße gemacht.

00:13:49: Ich kann alles, was du da saßst.

00:13:52: Ich hab Zwischenfälle gehabt, wo Leute mir hinterher gelaufen sind.

00:13:55: Ich hab so eine Situation.

00:13:58: Ich weiß nicht, was mit den Zehnklässlern ... Ich war so in der achten Klasse.

00:14:01: Die Zehnklässler, die hatten einfach einen Kicker auf mich.

00:14:05: Die dachten immer, die wären der Shit.

00:14:07: Ich fand auch Zehnklässler früher richtig beängstigend.

00:14:09: Ja, man

00:14:10: hat damals noch so

00:14:11: Raucherecke.

00:14:12: Die haben da ihre Malbüro geraucht und waren auf dem Boden gespuckt.

00:14:18: Die hatten da auch so Begge, die waren so Hip-Hop und so was.

00:14:21: Und irgendwie waren die auch alle viel breiter und so.

00:14:24: Also ich weiß nicht, was irgendwie so ...

00:14:25: Man hat das so im Kopf, man war so ganz klein und die waren alle so richtig groß.

00:14:28: Die waren

00:14:28: richtig big in meinem Kopf, auf jeden Fall.

00:14:30: Aber

00:14:30: ich bin froh, dass ich nicht rauche.

00:14:31: Also, dass ich dazu nicht animiert habe.

00:14:34: Ich hab geraucht.

00:14:35: Ich war aber dann, also danach ... Ich hab in der Gastdroge gearbeitet, man musste rauchen.

00:14:39: Das war wichtig.

00:14:40: So zwischen der Pause.

00:14:43: Aber ... Also, für mich war die Zeit ... Ich glaube, ich habe so relativ schnell, ich habe schon ab der ersten Klasse, wo ich schon gefühlt gemobbt war.

00:14:53: In der ersten Klasse habe ich Stühle durch die Klasse geworfen und war dann so der Psycho in der Klasse.

00:14:57: Dann bin ich in eine neue Stadt gezogen und dann wurde ich schon so richtig wie in Filmen so an meinen T-Shirt hochgehoben gegen den Zaun gedrückt und als Schwul betitelt und mit Schlägen gedroht.

00:15:06: Ich hatte da einen, der hieß Aik, der kam aus dem Heim.

00:15:10: Ich weiß es noch ganz genau, mit dem hab ich mich so gut angefreundet, weil der hat am ersten Tag, hat der einen vollvermöbelt, dritte Klasse Grundschule, also der kam wirklich Kinderheim und hat den dann so vermöbelt und ich war so, der ist neu hier, ich muss den auf meine Seite bekommen, dann hat der mich so ein bisschen so dritte bis erstes halb Jahr von der vierten Klasse so ein bisschen gecarried und dann ist er irgendwie, warum auch immer weg gewesen, I don't know.

00:15:30: Aber es hat sich immer so durchgezogen und ich weiß noch, wie gesagt, achte Klasse, zehn Klesler und da war einer, Ich habe mir letztens, ich weiß gar nicht, warum ich das gemacht habe, ich habe mir immer so Profile von den Leuten auf Instagram angeguckt und zu schauen, so wie die sich entwickelt haben.

00:15:48: Und es war halt so dieser klassische Haus im Dorf, der so Engelbert Strausshosen getragen hat, um sich so krass mit Motorsäge und so was, so einer Stilmotorsäge gefühlt hat.

00:15:56: Das war so sein Profilbildmäßig.

00:15:58: Oh mein Gott.

00:15:59: Und

00:15:59: der hat mal hinter, also hier ist so der Gang, du gehst so quasi durch ins neue Gebäude, hier ist das ein neues Gebäude.

00:16:06: Und rechts ... Das war wie so, da ist man so hergegangen und dann war dann quasi eine Heizung und man konnte nicht sehen, was hier hinter passiert.

00:16:14: Und dann bin ich so die Treppe runtergegangen und alle aus meiner Klasse haben denen da gesehen, wie der auf mich gewartet hat und ist so um die Ecke gekommen, weil wir uns schon so zwei Pausen vorher richtig angebiefen hatten und hat mich dann so auf die Treppe geschmissen.

00:16:28: Und ich lag das auf der Treppe und ich, also ich bin wirklich ein kranker Hemfling gewesen.

00:16:32: Also ich war wirklich ein Stock, ich hatte Haut und Knochen, das war's.

00:16:35: Aber ich konnte mich gut wehren und dann hat er mir so auf A-Sozial-Indie-Fresse gespuckt.

00:16:39: Also so richtig widerlich so ein Jelly und ist dann so abgehauen.

00:16:43: Und das waren so Situationen, die sind so voll häufig passiert.

00:16:46: Aber ich hab halt einfach, weil ich es in der ersten Klasse schon mitbekommen habe, einfach so ein Coping-Mechanism gehabt und war so, mich juckt das nicht.

00:16:54: Von außen betrachtet hatte ich mit Sicherheit eine schlechte Schulzeit so.

00:16:57: Aber ich hab es einfach zu meinem Ding gemacht.

00:16:59: Also ich hab einfach getan und gelassen, was ich wollte.

00:17:03: Es war immer so dieses ... Ja, wenn dann Jelle sich anstrengen würde und nicht immer draußen die Eichhörnchen im Baum beobachten würde oder so, dann wäre der einzer Schüler

00:17:15: und Blas

00:17:15: und die ganze Zeit das so.

00:17:18: Ich

00:17:19: glaub, man versucht das dann aber auch immer so.

00:17:21: Nein,

00:17:21: ich hab's gar nicht, ich hab's gar nicht, mich hat's auch null gejuckt.

00:17:24: Also für mich, ich hab Realschule abgeschlossen.

00:17:27: Ich bin dann aufs Gymnasium.

00:17:29: Ich hab zwei Jahre Gymnasium nur Scheiße gebaut.

00:17:32: Das waren zwei Jahre dahingeschmissen.

00:17:33: Das war mein Auslandsjahr irgendwie mäßig.

00:17:35: Ich hab einfach nur getan, was ich wollte.

00:17:38: Weil dieser Tag X, den du grade beschreibst, das war mein Awakening.

00:17:42: Also irgendwie hab ich es in der zehnten Klasse geschafft, mich mit den Leuten cool zu stellen auf den ersten Partys.

00:17:48: Und Leute waren auf einmal so, der ist gar nicht so weird.

00:17:51: Und der ist gar nicht so komisch.

00:17:52: Also er war mit Sicherheit, welche mit Hintergedanken.

00:17:55: Aber irgendwie hab ich mich Stück für Stück integriert.

00:17:58: Wir hatten auch diese Abschlussfahrt, wo man dann auch mit den coolen Kids gechillt hat und alle waren so lässig.

00:18:03: Und einer von diesen Tyrannen, der mich früher so fertig gemacht hat, kam auch so meinte, sorry, dass ich das früher gemacht hab und so.

00:18:09: Ja, aber es ist nice, dass es sich wenigstens entschuldigt hat.

00:18:12: Das

00:18:12: ist auch tatsächlich die einzige Person, die ich aus der Vergangenheit noch kenne, die heutzutage, wenn ich mit ihr reden würde, auch zu mir kommt, hast auch so appreciated und auch so sagt, du hast dich gemacht und sowas auch selbstständig auf mich zukommt.

00:18:24: Das ist immer so krass.

00:18:26: Voll viele können sich einfach nicht für irgendwas entschuldigen, was sie gemacht haben.

00:18:30: Das ist so krass.

00:18:30: Meine Freundin, die ist jetzt dreißig, einen dreißig sogar.

00:18:34: Und die hat jetzt noch mal eine Ausbildung angefangen.

00:18:36: Und die ist jetzt halt mit super vielen...

00:18:39: Jungen Leuten.

00:18:39: Jungen Leuten und vor allen Dingen halt Jungs, weil sie macht eine Ausbildung zur Artillerin, sagt man nicht so.

00:18:46: Und... jetzt zurückblicken, weil es gab ja damals einfach dieses entweder bist du cool oder du bist ein Opfer.

00:18:51: Und sie hat jetzt halt so eine komplett andere Sicht darauf, wie Leute heutzutage sind und sie sieht das jetzt auch erstmal so richtig so, die richtig schlauen, was ja irgendwann, das ist so hot for no reason, wenn du smart bist.

00:19:06: Aber die checken gar nicht, dass die coolen Leute, die die smarten Leute mobben,

00:19:12: dass das ...

00:19:13: saudi Opfer sind.

00:19:14: Also jetzt, nur weil du in der Schule cool bist, kommst du damit im Leben wahrscheinlich nicht weiter, aber das ist so krass von außen zu sehen, wie diese Rollenverteilung jetzt ist.

00:19:24: Und sie sagt, das tut mir im Herzen weh, weil wir waren ja damals nicht anders in dieser Gruppierung entweder gab es halt die Kuhlen oder es gab die Opfer.

00:19:31: Eine klassische Gruppendynamik einfach.

00:19:33: Ich muss aber sagen, ich war immer mal so zwischen so einem Mittelding.

00:19:37: Ich hatte Freunde aus der Kuhlengruppe, aber ich war nicht mit der Kuhlengruppe.

00:19:42: Ja, unsere Klasse war einfach die Unkule.

00:19:44: Wir waren die C-Klasse.

00:19:45: Wir waren D. A und B waren so richtig cool.

00:19:48: Und C waren so die Opfer mäßiger.

00:19:50: Wir waren aber

00:19:50: D so ganz... Das macht

00:19:52: gar keinen Sinn.

00:19:53: Das ist so dumm.

00:19:54: Das ist

00:19:54: so

00:19:55: dumm irgendwie.

00:19:56: Aber ich hab irgendwie das Gefühl und ich hab mir jetzt so, um mal so dieses Thema Neujahr irgendwie anzufangen.

00:20:07: Ich hab mir Gedanken darüber gemacht.

00:20:10: ob ich so Sachen bedauere oder ob ich irgendwie mir ... Ich find immer so ganz schwierig, wenn man so Menschen hat, die so voll in der Nostalgie irgendwie sind und nur über die Vergangenheit nachdenken können und irgendwie so alles, ihre ganzen Emotionen damit koppeln, dass es früher besser war und so.

00:20:27: Und das wollte ich eigentlich direkt zu Beginn fragen, wo du davon diesen Mobbing und so was geredet hast.

00:20:34: Ich glaube ... Das wirst du so oder so niemals wegbekommen, dass Leute sich untereinander mobben.

00:20:40: Das ist einfach in so einer klassischen Gruppendynamik, glaub ich, ich kann auch psychologisch belegen, ich hab's nicht studiert, aber es ist so eine Gruppendynamik, so mit diesem Ausstoßen, Egos, irgendwelche Pristischstaaten, also Status zu haben und so was.

00:20:54: Und ich bin irgendwie, also wenn ich jetzt darüber nachdenke ... Man könnte darüber diskutieren, ob es richtig oder falsch war, aber ich bin dankbar, dass mir das passiert ist.

00:21:06: Ich glaube

00:21:06: ... Das wärst du ja nicht die Person, die du heute

00:21:09: bist.

00:21:10: Ich glaube, weil du es gerade gesagt hast, die Leute, die in der Schule das genossen haben, dass sie die Kuhlen waren und dass die mit allem durchgekommen sind, haben ja in dieser Wahrheit gelebt, dass ihre Art und Weise, wie sie drauf sind, richtig ist.

00:21:27: Das ist alles richtig.

00:21:29: Die wurden nie dazu gezwungen, quasi, sich weiterzuentwickeln.

00:21:34: Im Matchen, du entwickelst dich nicht weiter.

00:21:36: Ja,

00:21:36: und ich glaub, aber viele ... Also, man hat das ja auch in so ... Du bist ja viel in Amerika, ich glaub, du hast auch mit Sicherheit so, ne?

00:21:42: High School Musical, du bist High School Musical-Fan.

00:21:44: So diese Leute, die ... bleiben das.

00:21:48: Und du hast so dieses Klischee von dem coolen Typen, dieser Football-Spieler, der alle mal fertig gemacht hat, der dreißig Jahre später dieser ... Typ ist der, versoffen in der Bar hängt, eine Plauze hat.

00:21:59: und sobald man so Klassentreffen hat, kommt dieses Ego so hoch.

00:22:03: Ich war der Footballspieler und so was.

00:22:05: Und mir tut das, das ist das Einzige, was ich dafür habe, so Mitleid, so dieses so ... Leute können sich nicht weiterentwickeln, wenn die nicht aus ihrer Komfortzone rausgedrängt werden.

00:22:17: Ich glaube auch, dass heutzutage das größte Problem ist von diesen ganzen Leuten, die so konservative Werte in ihrem Kopf haben.

00:22:25: die sind alle in ihren Kreisen, wo die sich nie, wo die sich nie fragen mussten, ist meine Überlebens-Taktik, mein Ego alles ...

00:22:34: War das jetzt überhaupt in Ordnung?

00:22:35: Ja.

00:22:36: Muss sie sich gar keine Gedanken machen, so.

00:22:38: Aber

00:22:38: ich muss auch sagen, ich hab so ein bisschen ... Ja, also, wie du schon sagst, so ein bisschen Mitleid, weil Shane hat mir halt immer beigebracht.

00:22:46: Früher, wenn irgendwas passiert ist, dann war ich halt so, ich bin eigentlich ein sehr nachtragender Mensch.

00:22:51: Mir fällt das schwer.

00:22:52: von Dingen loszulassen.

00:22:53: Aber Shane hat aber gesagt, Versuch, einfach den Leuten, selbst, die dir was Böses angetan haben, wünsch den einfach mal alles Gute.

00:23:02: Wünsch den, dass es einfach besser wird.

00:23:05: Weil in dem Moment, wo du dich in diese Position stellst, dass du sagen kannst, weißt du was, das, was damals war, ich wünsch dir wirklich alles Gute, stellst du dich halt drüber, anstatt nachtragen zu sein und immer noch draufhauen zu wollen.

00:23:18: Und das hat mir das Leben so viel leichter gemacht.

00:23:20: Ey, ich wünsch dir alles Gute, ich hoffe ...

00:23:22: Ich glaub, was noch wichtig ist, dieses ... um da jetzt mal so einzulenken, ich find das alles richtig, versuch noch, aus deinem Kopf dieses Drüberstellen wegzubekommen, weil dann hast du nicht diesen Samarita, weißt du, wie ich meine, dass dir so ... Nicht so

00:23:37: drüberstellen, aber so für dich, weißt du, ich bin jetzt ... Ich

00:23:41: hab dir verziehen.

00:23:42: Aber damit bist du halt auch der Größere, finde ich.

00:23:45: Ja, safe, ja.

00:23:45: Wenn man's von größer oder kleiner spricht.

00:23:47: Nicht dass du

00:23:47: drüberstehst, sondern eher, dass du halt ... Ich sag mal, ja, gibt's da ein Wort für die mächtigere Person?

00:23:52: Weil du... Du

00:23:53: zeigst Größe,

00:23:54: du hast recht, ja.

00:23:54: Ja, weil du lernst zu verzeihen.

00:23:56: Ja, ja.

00:23:58: Aber du machst das nur für dich und das ist eigentlich das Wichtigste.

00:24:00: Ich würd so die Sachen... Ja, ich würd so... das so wegpacken, weil ich habe immer so, ich denke mir immer so, so Karma ist real und ich denke mir immer so, wenn ich was Gutes mache fürs Karma, also dass es so die Intention ist, kann man natürlich darüber diskutieren, ob das jetzt wichtig ist, weil am Ende des Tages ist es was Gutes, aber ich glaube immer, wenn du irgendwas mit einer Intention machst und da so diese Erwartungshaltung mit hast, dann knallt das Schicksal und macht dir irgendwas.

00:24:24: Ich meine, das ist so, glaub ich, dass man sich nicht so abend fühlt.

00:24:28: Ich verzeihe dir.

00:24:30: Ich find das

00:24:30: auch immer so, wenn du das wirklich aus eigenem Willen machst.

00:24:33: Weil du, dass es genau so ...

00:24:35: Und den eigenen Frieden zu haben.

00:24:36: Ja, ganz genau.

00:24:38: Also, ich denk mir danach, wenn ich so was getan habe, denk ich mir danach so ... geil, ich fühl mich gut.

00:24:44: Man fühlt sich einfach frei.

00:24:46: Und statt einfach immer so verbissen zu sein und so ... nee.

00:24:49: So, du musst ja auch, ich sag das auch immer, Leuten, wenn die so über ihre Freunde, ihre damaligen Experten, wenn die so richtig, also natürlich, wir nehmen jetzt hier nicht extrem Beispiele, wo irgendwie körperliche Gewalt oder so was in Richtung, aber wenn die so wegen so Kleinigkeiten nachtragend sind.

00:25:06: Dann denk ich mir immer so, ich sag den so, verzei den mal.

00:25:08: Nein, das ist nur eine Prinzipssache.

00:25:09: Ja, das versteh ich nicht immer.

00:25:11: Du

00:25:11: musst den Leuten nicht am Tisch

00:25:12: sitzen.

00:25:12: Weißt du, ich meine, du kannst den verzei in deinem Kopf, deinem Ballast wegwerfen.

00:25:17: Und trotzdem einfach so.

00:25:18: die einzige Entscheidung, die du damit für dich triffst, ist so, ich werd den Fehler nicht noch mal machen, dir zu viel Space in meinem Leben zu geben.

00:25:26: Du kannst die ja ignorieren, aber versuch halt nicht, dich so mit so Hass durch den Alltag zu gehen.

00:25:32: So, weiß ich mein, und dann ... Ich hab das dieses Jahr für mich entschieden.

00:25:37: Er hat auch einen Freund von mir, mit dem ich viel ... Also, den ich seit ich zehn bin, der meinte auch zu mir.

00:25:43: Es ist eine Sache vorgefallen mit einem damaligen guten Freund.

00:25:47: Der hat mich gut hintergangen und ich war ... gegenüber ihm einfach mit sehr viel Hass geladen.

00:25:52: Und ich hab mir so für ein Neujahr vorgenommen, dass ich solche Sachen ablegen will, weil ich nicht möchte ... Du gibst den Menschen voll viel Kontrolle damit, wie ich meine, über deine Gefühle.

00:26:02: Ja, klar.

00:26:03: Und ... Ich werde nie wieder gut mit dem sein.

00:26:06: Ich werde nie wieder an dem Punkt sein, wo ich dem Sachen anvertraue.

00:26:08: Ich werde dem nicht zu vieles Gutes von mir geben, sage ich jetzt mal.

00:26:14: Aber ich weiß, ich kann mit dem in einem Raum sitzen, ohne dem auf gut deutsche Presse zu polieren.

00:26:22: Das ist so, ich glaube, ohne jetzt Religion mit reinzunehmen, habe ich letztens ein Video gesehen, wo so Leute diskutiert haben.

00:26:33: Ich weiß nicht, kennst du Abu Chaka?

00:26:34: Hast du schon mal was gehört?

00:26:35: Der hat jetzt irgendwie so ein Podcast, wo der Leute zu sich reinholt.

00:26:39: Und so Probleme, die im Internet entstehen, löst quasi einfach als Mentor.

00:26:46: Und da ist super häufig so dieses Gefallen, ich werd mich mit der Person jetzt nicht großartig vertragen.

00:26:52: Ich hab einfach keinen Hass gegenüber dir, sei einfach nah bei Gott.

00:26:56: Ich wünsch dir alles Gute, entferne dich von mir, sei einfach nah bei Gott.

00:26:59: Und ich glaub, dieses so ... Leuten von dir wegzustoßen und sagen, hoffentlich passiert dir was Gutes, damit bist du so am reinsten.

00:27:06: Ohne irgendwelche Kopfschmerzen.

00:27:08: Ich denke auch.

00:27:08: Lässt dich nicht von anderen Gefühlen so bestimmen.

00:27:10: Ich glaube, das ist auch einfacher, weil ich denke, deshalb gibt es halt so häufig Stress, vor allen Dingen so soziale Medien.

00:27:19: Wenn man mal eine schlechte Erfahrung gemacht hat und man ist, sag ich mal, nachtragend, sagst du, boah, nee, Danieli, boah, ich hasse den voll, der hat das und das gemacht.

00:27:27: Dann ist das, wenn du nicht mit dir im Rhein bist und sagst, weißt du was?

00:27:31: Zwischen uns, das hat das einfach nicht, aber ich kann mit dir in einem Raum sein.

00:27:35: Gibt das gleich wieder, wie soll ich sagen, wenn jetzt zum Beispiel jemand anderes dazukommt und sagt, wie findest du den eigentlich?

00:27:42: Anstatt eine nachtragende Person, wer wahrscheinlich, boah, der ist so scheiße, der hat das gemacht, sei vorsichtig, aber eine andere Person, die wirklich mit sich im Reihen ist und das hinter sich gelassen hat, die würde sagen, ich hab meine Erfahrung mit dem gemacht.

00:27:55: Mach du deine eigenen.

00:27:56: Ja,

00:27:56: das könnte auch eine ganz andere Erfahrung zwischen uns beiden so mäßig werden.

00:27:59: Genau,

00:28:00: aber super viele, die das dann so annehmen von dem Nachtragend sein, die denken sich dann, okay, den hasse ich jetzt auch.

00:28:06: Ich glaube, es gibt sehr viele Leute da draußen, die mich, also ich glaube so auch mittlerweile, ich bin jetzt seit anderthalb Jahren in Berlin und ich glaube wirklich, dass ich... auch einfach meine Chancen bei manchen Frauen so vertan habe, weil ich irgendwie nicht so perfekt mit einer anderen Person umgegangen bin.

00:28:24: Und die hat das dann so weitergegeben und so was.

00:28:27: Ja, ich glaub schon.

00:28:28: Mittlerweile bin ich einfach, also, ich find das manchmal ein bisschen zass irgendwie, weil ich versteh mich dann super gut.

00:28:34: Und dann so von einem Tag auf den anderen, ohne dass ich so die Dynamik erinnere, ist es auf einmal weg so.

00:28:38: Und ich glaub einfach, da sind ein paar Personen, deren Egos ... irgendwie sehr krass angekratzt sind, die das so ein bisschen mitgeben und mir so einen reindrücken wollen.

00:28:47: Aber man lernt ja immer noch dazu.

00:28:49: Das ist das, was ich sage so.

00:28:50: Man denkt, man ist erwachsen, aber ich hab's jetzt auch irgendwann erst mit sieben, zwanzig, achtundzwanzig gelernt, nicht mehr so nachtragend zu sein, Leuten zu verzeihen, mich zu entschuldigen für Dinge entschuldigen.

00:29:01: Ist mir so schwer gefallen immer.

00:29:03: Weil das war, das hab ich irgendwie von Haus und mich nicht wirklich gelernt.

00:29:06: Das ist mir immer so schwer gefallen, aber seitdem ich das ... gelernt habe, gehe ich so leicht dadurchs leben.

00:29:12: Ich habe gar keine Kopfschmerzen mehr.

00:29:14: Also ich bin wirklich so, ich habe, ich habe nichts so.

00:29:19: Du hast es gerade so, das war irgendwie lustig, weil du hast gesagt so, ja, die Person sagt so irgendwie, ich hasse dann Jähle.

00:29:25: Du hast jetzt gerade das Beispiel genannt und als du es gesagt hast, in meinem Kopf war so, das juckt mich so oder so, ein Scheiß, ich werde so, also die Leute, die mit mir ein Problem haben.

00:29:36: und meiner Meinung nach dann emotionale Reife besitzen, die kommen auf mich zu und klären das mit mir.

00:29:42: Und wie du schon gesagt hast, am Ende des Tages ist dann der Punkt entweder, man hat nichts mehr miteinander zu tun oder man checkt, das waren irgendwelche, man hat irgendwas missverstanden oder so, aber die Leute, die wirklich darauf... bedacht sind emotional reif sage ich jetzt mal durch ihr leben zu gehen.

00:29:59: mit denen habe ich keine themen.

00:30:01: so ich setze mich mit denen an einem tisch.

00:30:02: wir haben eine negative vergangenheit miteinander gehabt wir haben das aber geklärt und alle anderen die das nicht mit mir machen ich kann also ich kann mit gutem gewissen sein ich habe niemanden irgendwie irgendwie emotional abused oder so was, oder irgendwie was Ultraschlechtes getan.

00:30:17: Das sind mit Sicherheit viele Leute, die dann irgendwie mit meiner Wortwahl nicht zufrieden waren, weil ich dann schon jemand bin, der einfach ehrlich so Sachen mitgibt.

00:30:25: Aber auch konstruktiv

00:30:27: so.

00:30:28: Und wenn die das nicht abkönnen, dann go for it so.

00:30:32: Und jeder, der sich durch solche Personen beeinflussen lässt und mir nicht die Chance gibt, mich selber zu erklären oder mir die Möglichkeit gibt, mein eigenes Bild quasi bei dieser Person zu formen, muss ich auch nichts miteinander zu tun haben.

00:30:51: So diese Schubbladendenken, direkt einen in die Dings zu stecken.

00:30:53: Solche Menschen kann ich gar nicht in meinem Leben ab.

00:30:55: Und die hab ich auch nicht mehr.

00:30:57: Ich hab keine Kopfschmerzen mehr.

00:30:58: Also ich geh nach Hause so und ... Das Einzige, worüber ich mir Gedanken mache, sind vielleicht irgendwelche Deadlines oder sowas, die ich einhalten muss.

00:31:06: Aber alles andere, ich habe gute Freunde, ich komme super in meiner Familie klar.

00:31:09: Ich bin mit mir selbst im Rhein, ich könnte jetzt noch ein bisschen mehr Sport machen.

00:31:12: Aber alles andere, mir geht's super.

00:31:15: Ja, ich bin gesund, Alter, ich bin wieder gesund.

00:31:17: Ich war drei Wochen so krank gestern das erste Mal wieder Sport gemacht, das war so anstrengend.

00:31:23: Deswegen, aber ja.

00:31:25: Schönes Thema.

00:31:26: Ich würde aber gerne noch ein bisschen mehr darüber erfahren, wie sich das so bei dir entwickelt hat.

00:31:30: Also du hast gesagt, Tag X warst du nicht dabei, stay strong.

00:31:34: Ist übrigens schon wieder weggeläser.

00:31:35: Hab ich gesehen,

00:31:36: du hast was weggeläsert.

00:31:38: Und dann hast du mit YouTube angefangen.

00:31:42: Was hast du denn so schönes gemacht?

00:31:43: Ich

00:31:43: hab mit YouTube angefangen.

00:31:44: Ich glaub, ich hab super viele Videos wieder gelöscht.

00:31:47: Was so doof, ich denke mir so, ich hätte so gerne gesehen, jetzt Rückblicken wieder.

00:31:51: Ich habe ... Ich hab mir meine Haare lila gefärbt.

00:31:55: Hab ich auch gesehen, ja?

00:31:56: Das hab ich sogar noch drin.

00:31:59: Ich hab super aufgefilmt, wie ich beim Friseur war.

00:32:02: Und das hab ich auch wirklich ... Also, das ging wirklich gut.

00:32:05: Mhm.

00:32:05: Man muss ja auch bedenken, das war damals ... Also, ich war achtzehn zu dem Zeitpunkt.

00:32:11: Also, ist das jetzt dann zehn Jahre her?

00:32:14: Okay, also,

00:32:15: das ist ein Jahrzehnt.

00:32:15: Okay, also, das ist ein Jahrzehnt, da war es ja noch voll.

00:32:17: Da

00:32:18: war ich noch ein Baby.

00:32:19: Dagi Bee und all die ganzen Leute haben da, glaub ich, angefangen.

00:32:21: Das erste Video, was ich hochgeladen hatte, Ich glaub, vierzig oder fünfzigtausend Views.

00:32:25: Das ist für YouTube schon ganz gut.

00:32:28: für mein

00:32:29: erstes Video.

00:32:30: Ja, ultra krass.

00:32:31: Ja.

00:32:32: Aber ich bin dann irgendwann, hab ich dann meinen Ex kennengelernt.

00:32:35: Mein Ex, der mir gesagt hat, dass ich das nicht mehr machen soll, weil das ist unangenehm.

00:32:41: Da war ich schon so ein kleiner People-Fleaser.

00:32:45: Aber auch nur bei ihm.

00:32:47: Weil eigentlich bin ich halt so ... Ich sag, wenn mir was nicht passt.

00:32:50: Ich hatte immer mein Herz auf der Zunge gehabt.

00:32:52: Und Ehrlichkeit kann auch manchmal wehtun.

00:32:55: Aber er hatte mich irgendwie ganz besonders unter Kontrolle.

00:32:57: Und er hat dann auch gesagt, wenn du dir deine Haare noch mal färbst, dann mach ich Schluss.

00:33:01: Also hab ich mir meine Haare nicht mehr gefärbt.

00:33:02: Aber wie hat er dich bekommen?

00:33:03: Also wir schneiden dich rein, aber was würdest du sagen, wie du das hinbekommen hattest?

00:33:07: Weil das meiner Meinung nach echt ein wichtiges Thema ist.

00:33:09: Wir haben, glaub ich, auch jetzt... Hast du Temptation Island gesehen?

00:33:12: VIP?

00:33:14: Meinst du mit ...

00:33:15: Vanessa und

00:33:16: Alex?

00:33:16: Ja, ja, ja.

00:33:17: Weil da sind ja auch superviele, die gesagt haben, so von wegen, wie so bist du noch bei dem geblieben und so.

00:33:22: Vielleicht kannst du aus deiner eigenen Erfahrung mal sagen, wie das so ...

00:33:25: Also, ich war ja ein bisschen jünger.

00:33:27: Also, ich war ... Mann, war das jetzt neunzehn oder so, war ich dann?

00:33:31: Ich glaube, tatsächlich könnte man das so ein bisschen mit Daddy-Issues in Verbindung bringen.

00:33:38: Nur, dass es halt eben keine Daddy-Issues waren.

00:33:40: Er zum Beispiel hatte super viele Freunde.

00:33:42: Ich hatte nie wirklich viele Freunde.

00:33:45: Und das war zum Beispiel ein Punkt, wo ich dann so hinaufgeschaut habe und dachte, boah, der muss ja super beliebt sein, das, was ich nie war.

00:33:52: Er hat viele Freunde.

00:33:53: Das ist schon mal so ein Punkt, wo man anhimmeln kann.

00:33:56: Oder er war sehr selbstständig im Leben, wusste viel mehr als ich, weil er auch durch viele Sachen durchgegangen

00:34:03: ist.

00:34:04: Und musste sich halt selber so ein bisschen durchs Leben fuchsen.

00:34:08: Und war handwerklich auch sehr begabt.

00:34:10: Und ich glaube, dass mir das anfangs halt natürlich so ein Gefühl von Sicherheit gegeben hat.

00:34:16: Und on top natürlich mit den vielen Freunden, die er hatte.

00:34:19: Und er auch immer noch gesagt hat, mit denen reise ich dahin und wir machen das.

00:34:22: Und blah, blah, blah.

00:34:23: Ich war ja grade mal, ich war ein cleanet Baby.

00:34:27: Da dachte ich mir so, boah, der ist ja schon richtig erwachsen, der darf mir was sagen.

00:34:33: weil zum Beispiel meine Eltern sind getrennt, seitdem ich zwei bin.

00:34:36: Genau,

00:34:36: das wollte ich jetzt gerade fragen, wie ist denn da so?

00:34:38: Papa, der war halt nie wirklich da.

00:34:40: Aber

00:34:41: hast du ihn so idealisiert, wie dein Freund damals war, so hast du ihn dir so in der Hinsicht vorgestellt?

00:34:46: Einfach, ja, so einen richtigen Mann, ein Gefühl so, der dir alles zusammenbauen kann, der für alles eine Lösung hat, der alles

00:34:56: regeln kann.

00:34:56: Ja, klassisch, männliche.

00:34:57: Aber ich war achtzehn, also ich hatte keine wirklichen Erwartungen.

00:34:59: Das ist ja, also, emotionale Intelligenz war, Null, aber in dem Moment ... Aber

00:35:04: auch in den Moment ist es noch gar nicht so themamäßig.

00:35:07: Also ...

00:35:09: wovon spricht man da?

00:35:10: Und das war dann halt dieser äußeren Einflüsse, wo ich dachte, das ist toll.

00:35:15: Er hat ein Auto, ähm ... ja, viele Freunde, wie gesagt.

00:35:20: Und ... Familienleben, alles war halt tippitoppi.

00:35:24: Und bei mir war halt irgendwie so alles zerbrochen.

00:35:26: Meine Eltern waren getrennt, seitdem ich zwei bin.

00:35:29: Wir waren alle zwei Wochen, oder wie ist das immer bei ... Weil mein Papa irgendwie so war's.

00:35:34: Und dann teilweise, weil man halt so selten da war und die Erziehung so verschieden war, also von meiner Mama um mein Papa, wollte man vielleicht auch manchmal gar nicht hin.

00:35:43: Und ich denk mir heute noch so, ja, klar, hätte ich mir einen Vater gewünscht.

00:35:48: So einen richtigen Vater.

00:35:50: Einfach ... Also, was heißt einen richtigen Vater?

00:35:53: Einfach nur jemand,

00:35:55: der für

00:35:55: dich da ist.

00:35:57: zu dem ich auch mal gehen kann und sagen kann, mein Herz wird mir gebrochen, mir geht's gerade scheiße, oder sollen wir irgendwas zusammen unternehmen?

00:36:04: Der

00:36:04: dich ins Auto packt und mit zu dem Typen fährt, am liebsten, so mäßig, dass man sich sicher fühlt.

00:36:08: Aber das war

00:36:08: meine Mama für mich.

00:36:09: Meine Mama war

00:36:10: ... Die stärkste im Knast.

00:36:12: Meine Mama war die stärkste im Knast.

00:36:13: Ich sag das dir.

00:36:15: Die war Papa, Mama, auch Onkel, Oma, Tante.

00:36:17: Die war

00:36:17: alles zusammen.

00:36:18: Alleinerziehende Mutter zu sein ist natürlich auch F. Da wächst du ja krass dran.

00:36:22: Mein Bruder und ich, ich hab ein Bruder.

00:36:24: Wir haben uns die ... für eingeschlagen.

00:36:27: Also, ich weiß noch, das ist so eine Core Memory.

00:36:30: Wir mussten, damals habe ich übrigens auch gesehen, ich weiß nicht, wie das bei dir war.

00:36:37: Gut, deine Geschwister sind jetzt...

00:36:39: Die sind alle jünger als

00:36:40: ich.

00:36:40: Ja, sehr viel jünger.

00:36:40: Aber

00:36:41: ich hab noch ne zwei Jahre jüngere Schwester.

00:36:43: Bei uns war das immer normal, dass man das Badewasser von dem Vater

00:36:47: davor genommen hat.

00:36:49: Und ich weiß

00:36:50: doch, dass mein Bruder und ich uns dann immer nur Wanne teilen mussten.

00:36:53: Same here, same here, hundert Prozent.

00:36:54: Ich bin komplett bei dich.

00:36:55: Das war

00:36:55: letztens so ein Ding auf TikTok.

00:36:57: Bar, wer macht das?

00:36:58: Total normal.

00:37:00: bei uns immer.

00:37:01: Jedenfalls hat er eine ganze Ladung Schaum, hat er mir einfach komplett in den Hals geknallt.

00:37:06: Also solche Geschichten, oder der hat auch

00:37:08: immer ...

00:37:09: Wahrscheinlich und ey, das war so eine schlimme Zeit und dann hieß es aber immer, ich hab nichts gemacht.

00:37:15: Und das war wirklich immer, wir haben uns immer gegeneinander wirklich so ausgespielt.

00:37:19: Aber im bösen Sinne, also der hat auch, dann ist ja irgendwann GTA rausgekommen, da hat er mich halt immer so einen Schwitzkasten genommen.

00:37:26: und dann war ich so ... Das war, also ich hatte wirklich, ich war so, ich bin froh, wenn ich hier weg bin.

00:37:32: Aber war er dein jüngerer Bruder?

00:37:34: Nee, er

00:37:34: ist älter.

00:37:35: Aber das hört dazu.

00:37:37: Aber ich glaube tatsächlich auch, muss man dazu sagen, mein Bruder hat das halt mehr mitbekommen mit der Trennung.

00:37:42: Da war er ja vier, fünf.

00:37:45: Die zwei Jahre, drei Jahre machen viel

00:37:47: aus.

00:37:47: Ich kann mich gar nicht daran erinnern.

00:37:48: Also ich denke mir jetzt auch heutzutage, mein Vater und meine Mutter, das ... Passt irgendwie gar nicht.

00:37:53: Das könnte ich mir gar nicht vorstellen.

00:37:54: Aber er hat da richtig drunter gelitten.

00:37:57: Und ich kann mir vorstellen, ich als Mädchen, die Prinzessin, die natürlich dann vielleicht viel bekommt, weil ich bin jünger, dass das irgendwie, dass das irgendwas gemacht hat.

00:38:07: Und das ist so schade zu sehen, dass Beziehungen kaputt gehen und man ... Merkt gar nicht, was das wirklich so für ein Trauma in Kinder auslösen kann.

00:38:19: Also ich bin da komplett bei dir, meine Eltern haben die Trennung auch wirklich komplett verschissen.

00:38:23: Also bin ich offen und ehrlich.

00:38:24: Wie

00:38:24: alt warst du da?

00:38:25: Ich war vier, meine Schwester war zwei, das ist eigentlich so fast die gleiche Dynamik.

00:38:32: Aber also ich habe Beispiele gesehen, wo das funktioniert hat so und ich... Hätte mir auch gewünscht, dass die ... Also bei mir gab's das ab zwölf nicht mehr, dass ich alle zwei Wochen bei meiner Mutter war oder so.

00:38:44: Ich hab seit gefühlt zwölf, dreizehn Jahren keinen richtigen Kontakt mehr zu meiner Mutter.

00:38:49: Also bist du

00:38:50: eher auf der Seite von Papa?

00:38:52: Ja, ich bin mit meinem Vater aufgewachsen.

00:38:55: Keine Ahnung, ob ich deswegen Mami-Issues habe.

00:38:59: Ich hab schon wahrscheinlich eher ein Fable dazu, ältere Frauen zu daten.

00:39:03: Aber das hat einfach mehr damit zu tun, dass ich weniger Kopfschmerzen habe.

00:39:08: Auch nicht, auch nicht, werfe ich über Bord dieser Aussage.

00:39:11: Ich habe auch schon ganz schlimme Erfahrungen mit viel älteren Frauen gemacht, aber diese, also das kann ich nur jedem naheliegen, auch naheliegen, auch so, wenn du jünger bist und Kinder bekommst, sei dir dessen bewusst, dass du, auch wenn ihr euch trennt, immer noch die Verantwortung hast, deinem Kind eine gesunde Beziehung.

00:39:35: da zu legen, nichts zu spielen oder so.

00:39:37: Einfach transparent mit den Kindern umzugehen.

00:39:40: Weil also ich wurde und meine Tochter, meine Schwester, wir wurden krass ausgespielt gegeneinander.

00:39:46: Also auch Vater gegen Mutter, Mutter gegen Vater.

00:39:48: Es war wirklich eine komplette Katastrophe.

00:39:51: Und ich hab's bei meinen besten Freunden zum Beispiel gesehen und die haben das wunderbar gelöst.

00:39:55: Also keiner weiß, wie's Behind the Scenes aussah.

00:39:58: Aber das, was wie mein ... Mein bester Freund gespiegelt hat und mir gesagt hat, wie das bei denen abgelaufen ist.

00:40:05: Das wünsche ich jedem.

00:40:08: Gibt es einen Begriff dafür?

00:40:09: In Deutschland gibt es immer Begriff.

00:40:10: So Trennungskind, genau.

00:40:12: Jeden Trennungskind einfach, dass man so viel Stress wie möglich vom Kind fernhält, was das so angeht, weil ... Das macht kopfig am Ende des Tages.

00:40:22: Aber ich glaub, das war auch damals nicht so ein Ding.

00:40:25: Null,

00:40:26: null.

00:40:26: Nein, nein, gar nicht.

00:40:27: Und

00:40:27: ich glaub, deswegen hat man da gar keine Rücksicht drauf.

00:40:29: Nee, überhaupt nicht.

00:40:31: Ich hatte damals ... Ich hab meine Ausbildung dann auch gemacht.

00:40:34: Da war ich so ... neun, zehn

00:40:38: ... Was hast du gemacht, so Bürokauf-Frau?

00:40:39: Ich hab Bürokauf-Frau am Flughafen gelernt, aber die hätten mich niemals nehmen dürfen, weil der Flughafen tot war.

00:40:46: Ich hab mich.

00:40:47: Also kennst du den Münster Osterbrücker?

00:40:50: Also Münster Osterbrück, der ist so klein und tot.

00:40:54: Und ich habe halt bei denen bei, ja, für die Fracht quasi gearbeitet.

00:41:00: Für die Luftfracht oder die Seefracht so.

00:41:04: Und weil halt, weil der Flughafen so tot war.

00:41:07: fast nichts geflogen ist und generell nichts

00:41:09: geflogen ist.

00:41:10: Hast du nichts gelernt, so mäßig?

00:41:11: Erstens

00:41:11: habe ich nichts gelernt und zweitens weiß so wie oft ich mich ins Archiv verkrochen habe, um die scheiß Flugblätter einfach zu sortieren, weil die Schäffeln von damals, wie sagt man vom alten Schlach, ich durfte nicht am Handy sein, ich durfte mir nicht mal die Nachrichten am PC angucken, um mir irgendwie die Zeit zu vertreiben, weil nichts für mich zu tun war.

00:41:32: Klassische Arbeit als Auszubildende.

00:41:33: Die

00:41:33: Frau, die mich eigentlich anlernen sollte, war... immer krank, die war auch irgendwie ein Jahr vor ihrer Rente.

00:41:38: Die hatte mich auf dem Schirm, die hat damals schon gesagt, aus dir wird nix, weil du ... wie heißt das?

00:41:45: Allein ... Nee, nicht alle ... Ich hab

00:41:46: bei Doreka fast aus meinen Socken getrunken, Justina.

00:41:50: Weil du Alleinerziehendes ... Sag mal das, du bist ein Alleinerziehendes Kind?

00:41:54: Ja.

00:41:54: Von Mama halt.

00:41:56: Da hat sie schon gesagt, aus mir wird nichts, weil ich so ... Die hat mich so dollischekarniert.

00:42:00: Weil du

00:42:00: keine verertetliche Rolle in deinem Leben hattest, oder was?

00:42:04: Das hat damals schon im Kindergarten angefangen.

00:42:06: Das heißt, ich hab meine Mama mir erzählt.

00:42:08: Wenn ich die heute sehen würde ... Nee, ich wünsch ihr alles Gute.

00:42:12: Aber mein älteres ich hätte ihr bestimmt vor die Füße gespuckt.

00:42:16: Weil die damals schon zu meiner Mama gesagt hat, aus deinen Kindern wird nichts als Alleineziehen der Mutter.

00:42:20: Und meine Mama hat das Ding gerockt.

00:42:22: Die hat ja auch als Postbotin gearbeitet, nur um uns über Wasser halten zu können.

00:42:25: Die hat auch Fensterreinigung, glaub

00:42:27: ich.

00:42:27: Meine Mama ist immer noch in der Gebäudereinigung tätig.

00:42:29: Die liebt das.

00:42:31: Ich hab immer Fenster putzen vor Free.

00:42:33: Das ist super nice.

00:42:34: Ich muss tatsächlich sagen, wenn all das nichts mehr wird, ich würde auf jeden Fall nicht noch mal in die Gastro gehen, also da wirst du mich nicht sehen, ich habe sechs Jahre gemacht.

00:42:42: Ich war auf dem Bau, das hat mir auch nicht getaugt, ich will auch nicht so barista oder so was machen, weil Café ist dann auch trotzdem total anstrengend.

00:42:48: Ich glaube, Gebäudereinigungen, wenn man jetzt so deep down wirklich reingeht, es ist, glaube ich, geil, weil du hast so diesen Effekt, das was sauber ist.

00:42:59: Du bist mit dir alleine quasi.

00:43:01: Und du hast so monotone Arbeit, wo du den Kopf abschalten kannst.

00:43:05: Mama

00:43:05: sagt immer, es sind super viele.

00:43:07: Also sie macht eigentlich neunzig Prozent Fensterreinigung.

00:43:11: Weil Gebäudereinigung kann schon manchmal bodenlos werden.

00:43:14: Wenn du halt Toiletten und so.

00:43:17: Aber ... Sie liebt das, weil sie sagt, es ist trotzdem abwechslungsvoll.

00:43:21: Die Frau steht um vier Uhr nachts auf, aber ist um elf Uhr morgens zu Hause, hat den ganzen Tag für sich.

00:43:24: Die sieht halt die ganzen Leute hinter den Fenster, das ist ganz interessant zu verarbeiten.

00:43:28: Aber die liebt das, sie kann ja auch so viel quasseln und die unterhält sich dann mit den Leuten alle, also die findet das toll.

00:43:35: Aber um kurz zurück zu der Ausbildung, ich hatte, weil es mir so schlecht, also dieser Job hat mich depressiv gemacht, also von real depressiv.

00:43:44: Ich hab dann ... Depression entwickelt, musste dann auch zum Arzt und depressiver verschrieben bekommen und so.

00:43:50: Sollte auch zu einer, oder war bei einer Psychologin und Therapeutin, sollte mich mit ihr unterhalten.

00:43:56: Weil ich mir zu dem Zeitpunkt dachte, es war meine Ausbildung, meine allererste Ausbildung.

00:43:59: Ich hab so richtig erlebt, wie man das allererste mal so richtig, richtig arbeitet.

00:44:04: So acht Stunden

00:44:04: am Tag.

00:44:05: Bin dann auch vierzig Kilometer hin und zurück gefahren.

00:44:08: Okay,

00:44:09: ja.

00:44:09: Und da dachte ich ... Ist das so, wie alle arbeiten, dass sie nix am Tag zu tun haben und irgendwie gucken, dass sie die Zeit überbrücken

00:44:17: und...

00:44:19: So will ich nicht leben.

00:44:20: und ich wurde richtig

00:44:20: ... Heutzutage remote jobs ist das so, aber ja, weiter.

00:44:24: Ich dachte mir, das kann's doch nicht sein, dass ich nicht weiß.

00:44:26: Ich bin mit Bauchschmerzen aufgestanden.

00:44:28: Ich hab immer so gesagt, das hat sich angefühlt, als wär ich im Glaskasten.

00:44:31: Ich konnte weder Zeit noch Raum beschreiben.

00:44:33: Ich war einfach da.

00:44:34: Ich hatte teilweise nicht mehr Energie, um Zähne zu putzen.

00:44:36: Also so schlimm war, dass ich hatte dann in einem Lehrjahr, hatte ich fünfundsechzig Feeltage und musste nur drei Mal die Woche arbeiten.

00:44:43: Weil.

00:44:43: nach der Schule hatte ich dann glücklicherweise frei.

00:44:45: Ich war so auf krank, weil die mich einfach nicht ... unterhalten konnten.

00:44:49: Und das war eigentlich auch nur der Grund, warum ich dachte, du willst nicht, du musst irgendwas, du willst nicht arbeiten, du musst erstmal irgendwas anderes finden.

00:45:00: Und da... Du hast

00:45:00: ja eine ganz falsche Vorstellung von Arbeit quasi einfach am Kopf gehabt.

00:45:03: Voll.

00:45:03: Ich dachte, wenn so alle arbeiten, ist ja kein Wunder, dass sie so viele Depressionen haben.

00:45:08: Ja.

00:45:09: Und dann hab ich mich halt für das Auslandsjahr entschlossen.

00:45:12: Als Oper in Amerika, weil ich dachte, so will ich nicht leben.

00:45:16: Ich muss jetzt raus.

00:45:17: Und ich hatte mich dann zu dem Zeitpunkt auch von meinem Ex-Freund getrennt, der mir gesagt hat, ich möchte nicht, dass du deine Haare färbst und bla, bla, bla.

00:45:25: Ja, und dann ging eigentlich die Zeit gut los.

00:45:30: Also, ich muss sagen, im Ausland war jetzt auch nicht die beste Zeit, weil man muss ... Ich war noch jung, aber ich dachte, ich bin erwachsen.

00:45:37: Also, habe ich mich für das größte Haus entschieden, für die dicksten Autos, was man halt in der Gastfamilie hat, weil die Gastfamilien sind meistens sehr wohlhabend.

00:45:45: Sonst könnte man sich einen Opern nicht leisten.

00:45:47: Ich stand gerade so auf dem Schlauch.

00:45:50: Man kann sich quasi aussuchen.

00:45:52: Also, man sucht sich quasi aus, bei wem man Oper ist, und die geben dir auch so eine Tour, was sie für ein Haus haben, was so deren Lebensstandard ist?

00:46:00: Ja, nee, also du bekommst so ein Pool und die Familien können halt gucken, was du so ... Du musst halt vorher super viel ... Du musst nachweisen, dass du mit Kindern gearbeitet hast und so weiter und so fort.

00:46:11: Und die Familien schreiben dich dann an.

00:46:15: Und dann kannst du dir quasi eine Familie davon aussuchen.

00:46:17: Aber mein Englisch war so schlecht, dass ich mich nicht mal getraut hab mit dem zu telefonieren.

00:46:22: Aber dafür hast du eine krasse Entwicklung gemacht.

00:46:23: Also dein Englisch heutzutage, wenn ich mir das manchmal eigentlich denke.

00:46:26: Ja, viele sagen Native.

00:46:28: Ich bin auch sehr, sehr froh darüber, weil ich war halt gezwungen Englisch zu reden.

00:46:31: Und man darf, man muss einfach die Angst so ein bisschen ablegen.

00:46:35: Du

00:46:35: lernst auch nur in fremden Ländern die Fremdsprache meiner Meinung nach.

00:46:38: Ja, voll.

00:46:39: Oder du kannst sehr viel versuchen hier in Deutschland, deine Podcast, deine For you, dein Handy, alles auf Englisch zu stellen.

00:46:46: Hab ich auch.

00:46:47: Aber wenn du da vor Ort bist und dazu gezwungen bist, dann arbeitet dein Kopf das erste mal richtig und setzt das auch um.

00:46:55: Du bleibst ja nichts anderes übrig und dann ist nicht mehr mit, oh ja, ich kann jetzt gerade nichts sagen und voll viele sagen auch mal, oh mein Gott, Lisa, warum hast du dein Handy auf Englisch?

00:47:03: Weil Lisa ist ja Australien, ganz klassisch und ich denke, ihr würdet wahrscheinlich nicht schlecht tun, einfach mal dein Handy auf Englisch zu packen.

00:47:10: Also ich find eh dieses, wenn Leute irgendwie auf Social Media abfacken mit wegen von wegen, ja warum?

00:47:16: Warum müssen alle jetzt irgendwie englische Wörter in ihre Sätze ein?

00:47:19: Warum trützt ihr so weh?

00:47:21: Warum trützt ihr so weh?

00:47:22: Aber

00:47:22: Ego, das ist alles Ego-Scheiß.

00:47:24: Das ist halt so, dass warum triggert dich.

00:47:26: Es triggert dich, weil du das nicht verstehst.

00:47:28: Ja, Ende.

00:47:28: Weil

00:47:29: wenn ich verstehe, was du sagst, dann denk ich mir so jetzt schillig.

00:47:32: Wir verstehen uns, ich verstehe deine Sprache.

00:47:33: Wenn

00:47:34: du Englisch kannst, dann switch dein Kopf automatisch beim Sprechen auch mit rein.

00:47:38: Aber ich

00:47:38: bekomme heute noch Kommentare, warum, weshalb du so sprechst englisch.

00:47:40: Das ist normal, dass du auch ein Nummerzweck bekommen.

00:47:42: Das ist

00:47:42: okay.

00:47:45: Also, um das einmal so durchzugehen, Schule war scheiße.

00:47:49: Ausbildung war scheiße.

00:47:50: Du hast dich entschieden, Deutschland ist kacke, wir müssen einmal das Land wechseln, um zu gucken, wie es da ist.

00:47:55: Du hast dein Operjahr gemacht.

00:48:00: Wieso und warum du das abgebrochen hast, würde ich jetzt vielleicht nicht noch mit reinbringen, wenn die Leute das interessiert.

00:48:07: Du hast dazu ausführliche Videos gemacht und das erklärt.

00:48:12: Du hast gerade gesagt, da ist dann eine zweite Phase noch gewesen, weil du hast, glaube ich, gesagt, du hast zwei Phasen gehabt, so was zu Depressionen und so was angeht.

00:48:19: Das würde mich einmal interessieren.

00:48:20: Und was natürlich auch super wichtig ist, wir sprechen hier.

00:48:24: Voll viel überdating und so was.

00:48:25: Wir haben mittlerweile fünfzehn Minuten geredet und haben alle mal kurz angeschnitten.

00:48:30: Wir

00:48:32: können das auch sehr kurz halten.

00:48:34: Das wäre einfach, wenn du einmal noch mal so erzählst, was dir danach so widerfahren.

00:48:38: Ich kann mir vorstellen, dass das war jetzt wieder zurück nach Deutschland gekommen ist.

00:48:40: Es

00:48:40: war tatsächlich ist noch gar nicht so lange

00:48:42: her.

00:48:43: Ich

00:48:43: habe mich in einem relativ negativen Umfeld befunden und es ist ja auch immer so mit der Fernbeziehung, die ich habe, dass ich meinen Partner nicht immer, also dass Shane nicht immer an meiner Seite ist.

00:48:55: Und Shane ist ja so mein Rock.

00:48:56: Also mein Fels in der Brandung quasi, zu dem ich gehe, wenn es mir auch mal nicht gut geht, der einfach für mich da ist.

00:49:02: Wenn er alleine nur bei mir im Raum sitzt, dann reicht mir das schon.

00:49:06: Und on top war ich halt mit Leuten, die generell auch eine sehr, sehr toxische Beziehung hatten und ich wurde da irgendwie mit rein.

00:49:16: Gewickelt.

00:49:17: Also einfach dein Umfeld an bekannten Freunden.

00:49:20: Und das hat irgendwann Panikattacken in mir ausgelöst.

00:49:24: Und das weiß ich noch.

00:49:25: Das allererste Mal Panikattacken muss ich mit dem Krankenwagen abgeholt werden.

00:49:30: Das war mein ganzer Körper abgekribbelt.

00:49:33: Und dann meinten die erstes Verdacht auf den Schlaganfall.

00:49:36: Weil meine Seite gelähmt war.

00:49:37: Also so krass war das.

00:49:39: Mein Pult ging hoch.

00:49:40: Die

00:49:40: war komplett ...

00:49:42: Ja, es hat alles gekribbelt.

00:49:44: Ich konnte nichts mehr fühlen.

00:49:45: Ich hatte ... es hat gehangen und ich war so ...

00:49:47: Ach du halt, okay.

00:49:48: Und ich war alleine in meiner Wohnung.

00:49:49: Dann hab ich halt erst meine Mama angerufen, hab ich Shane noch mal angerufen, wir haben ja auch sechs Stunden Zeitunterschied.

00:49:54: Und dann hab ich ein Krankenwagen angerufen.

00:49:57: Und ... diese Phasen kam halt dann öfter, dass ich irgendwo stand.

00:50:02: Und auf einmal wurde mir so schwindelig und alles hat sich gedreht.

00:50:04: Und diese Panikattacken sind dann irgendwann wieder in diese ... Ich sag mal, diese Depressionen sind leicht zurückgekommen, dass ich einfach nicht mehr so dieses ...

00:50:12: Wenn das Eis einmal gebrochen ist, dann hast du die Tür offen.

00:50:15: Ganz genau.

00:50:16: Und dann hab ich aber diesmal schnellzeitig gehandelt.

00:50:20: Und das war aber auch ... Ich hatte in dem Zusammenhang, war ich wieder in einem Job.

00:50:26: War komplett scheiße.

00:50:29: Ich hatte keine Kollegen.

00:50:30: Es gab immer zwei Teams.

00:50:31: Und das eine ist zum Beispiel Berlin und der Wohnort, wo ich halt herkomme, war ein Team.

00:50:36: Und ich war alleine.

00:50:37: Es gab in meinem Wohnort noch gar keine, also ich war Projektkoordinatorin.

00:50:41: Es gab keine Projektkoordinatorin und ich war alleine.

00:50:43: Das heißt, ich musste auch remote angelern werden.

00:50:47: Und das, zudem wurde ich sexuell belästigt in der alten Firma.

00:50:52: Ich hatte damals in einer anderen Stelle ... in einem Remote-Bereich für Windkraftanlagen, da musste ich die Dinger beobachten quasi von nachts.

00:51:03: Und ich war ganz allein in der Firma, weil die Firma sich zugeizig war, jemand zweites einzustellen.

00:51:07: Da hatte mir schon jemand geschrieben, du sahst von hinten aber so sexy aus.

00:51:10: Keine Sauertwas gemacht.

00:51:11: Wir haben noch

00:51:12: so einen Anwalt eingeschaltet.

00:51:13: Keine

00:51:14: Sauertwas gemacht.

00:51:14: Stattdessen haben die ein Stück Holz genommen, Julien Sporter draufgeschrieben.

00:51:17: Kannst du dir unter die Türklänge klemmen, damit du dich ein bisschen sicherer fühlst.

00:51:21: Bis heute zeige ich denen noch den Stinkefinger, weil ich mir so denke, niemand hat was gemacht.

00:51:26: Ich bin nicht hinterhergekommen und dann kam Social Media mit rein.

00:51:30: Immer wurde irgendwas gesagt über Social Media.

00:51:33: Dann hab ich Drafts gepostet, als ich krank war, damit ich was poste.

00:51:37: Ähm, und der Chef sagte dann so, ja also, ich will dich nur wissen lassen, bei deinen Kollegen kommt das jetzt nicht so gut an, wenn du da ständig was postest.

00:51:43: Oh, die packen

00:51:44: so ab, Mann!

00:51:45: Oh mein Gott, ich wirklich, also...

00:51:48: Ja, ich gebe bei

00:51:49: mir innen drinne Brodels gerade, also das ist, glaub ich, so eine Sache, wo ich wirklich Hass verspüre, also

00:51:53: dass ich checkt, also

00:51:55: krank.

00:51:55: Ich weiß doch, ich hatte dreißigtausend Abonnenten auf TikTok.

00:51:59: Da hatte mein Chef gefragt, na und wie viele Abonnenten haste?

00:52:02: Und auch schon dieses, ich weiß nicht, es wurde... Auf Schritt und Tritt wurde ich verfolgt, obwohl man sich denkt, ich hab doch schon alle blockiert.

00:52:09: Nein, die sind überall.

00:52:11: Und das dazu, weil ich nie Kollegen hatte, ich bin mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen, weil ich ... Ich konnte remote angelern werden, wenn du Windkrafträder irgendwie, wenn du da was hochziehen musst, wie soll das gehen?

00:52:25: Dann hatte ich noch ein Projektmanager, mit dem ich zusammengearbeitet, der wurde sehr oft sehr ... persönlich.

00:52:32: Ich hab so oft geweint auf Verarbeit und das ist ja nicht mal lange her.

00:52:36: Und ... boah, ich hab nur Scheiß-Erfahrungen mit Arbeit gemacht.

00:52:40: Da kam die Depression, da hab ich mich für drei Monate krankschreiben lassen, hab einen neuen Job gesucht.

00:52:45: Bei dem neuen Job war ich dann zwei Monate, bis ich gekündigt wurde.

00:52:48: Weil ich mit den Stunden wieder runtergehen wollte, weil Social Media halt größer wurde.

00:52:53: Dann wurde ich in der Probezeit gekündigt.

00:52:55: Dann hab ich Social Media Vollzeit, aber seitdem ... geht es mir sehr gut.

00:53:00: Also, es war ...

00:53:01: Hast du diese Leute, die dich in diesen toxischen Geschmacken hast, die auch aus deinem Leben sind?

00:53:07: Ja, leider.

00:53:08: Das Ding ist

00:53:09: halt ... Warum leider?

00:53:10: Weil

00:53:10: ich die Person trotzdem vermisse.

00:53:12: Ich rede auch so oft mit Chains drüber.

00:53:14: Ist auch blockiert und alles.

00:53:16: Aber manchmal hat man ja trotzdem gute Zeiten.

00:53:18: Ich sag, die Person hätte jetzt so uns reagiert.

00:53:21: Ich vermisse die trotzdem, weil ich kannte die Person auch.

00:53:23: fünfzehn Jahre.

00:53:24: Das

00:53:25: ist trotzdem so, schade und tut mir so doll weh, aber es hat mir nicht gut getan.

00:53:32: Ich muss daran merken, ich glaube, das ist wichtig, dass man das, das Leute das auch verstehen so.

00:53:39: Unser Kopf ist sehr gut, da drin negative Sachen auszubrennen.

00:53:42: Ja, und dann

00:53:43: wieder positiv hoch.

00:53:44: Bestes Beispiel.

00:53:46: Du gehst saufen, obwohl du weißt, dass der Kater katastrophal sein wird.

00:53:50: Und jedes Mal aufs Neue gehst du wieder aus.

00:53:52: Jeder kann dir im Nüchtern Zustand sagen, Alkohol ist nicht gut für dich, aber du greift trotzdem zum Glas.

00:53:57: Ich will jetzt niemandem sagen, dass er aufhören soll zu trinken.

00:53:59: Aber es ist ein gutes Beispiel dafür, dass du halt eigentlich, also ich hab katastrophale Kater in meinem Leben schon gehabt.

00:54:05: Und ich sag trotzdem nicht nein zu einem Glas Wein oder so, ne?

00:54:09: Oh mein Gott, war das cheesy.

00:54:12: Ich sag Nino zu Vino.

00:54:13: Ich sag Nino zu Vino.

00:54:15: Nee, zu Vino sag ich Nino.

00:54:17: Nee, aber unser Kopf ist sehr gut, da drin solche negativen Aspekte auszublenden und sich an die guten Sachen zu ändern.

00:54:23: Und ich glaub auch, dieses Vermissen darf sein.

00:54:27: Aber für mich einfach jetzt, ne, Hobbypsychologe, ich hab auch mit Panikattacken zu kämpfen.

00:54:34: Und für mich ist das immer ein ganz klares Signal.

00:54:36: Sobald sich das anbahnt, irgendwas in deinem Leben läuft gerade nicht gut.

00:54:41: irgendwo sind deine Bedürfnisse nicht gedeckt, irgendwo fühlst du dich nicht wohl und irgendwas stresst dich gerade immens.

00:54:47: Ich hab das auch mit Corona bekommen.

00:54:50: Mittlerweile ist das für mich, sobald ich das merke, man versteht das Gefühl.

00:54:56: Das ist eine Alarmglocke, wo ich instant gefühlt alles Neue, was ich irgendwie kennengelernt habe, gemacht habe.

00:55:03: mich hinsetze und mir ganz viel Zeit nehme und das überdenke, wie ich mich wirklich in der Situation gefühlt habe, was passt gerade und so.

00:55:14: Deswegen, also, ich denke, eine gute Entscheidung gewesen, das alles so wegzupacken.

00:55:19: Ich würde sagen, dein Lebensstandard hat sich wahrscheinlich verbessert in den letzten Monaten.

00:55:23: Seitdem Shane da ist, als ich das gekattet habe, ich hatte nicht eine Panikattacke wieder.

00:55:29: Ja, nichtsdestotrotz.

00:55:30: Man hatte halt, wie gesagt, auch gute Momente.

00:55:32: Man denkt sich auch, man hat sich so viel anvertraut.

00:55:36: Darf man auch vermissen.

00:55:37: Darf man auch vermissen, auch so total fein.

00:55:39: Aber ...

00:55:40: Man sollte dem nicht zu viel Gewicht geben.

00:55:42: Das meine ich nämlich diese Thematik mit Nostalgie und so was darin.

00:55:46: Du bist im Hier und Jetzt.

00:55:47: Du hast eine hoffentlich funktionierende Partnerschaft.

00:55:51: Ja, läuft sehr gut,

00:55:52: danke.

00:55:53: Und du machst gerade ... das, worauf du Lust hast und das machst du auch gut so.

00:55:58: Und das sind eigentlich so die Einzige, also wir können uns den Tag immer schlechter machen, als er ist.

00:56:02: Also jeden Morgen aufstehen und sich über alles beschweren, wie viele Leute es gerne machen so und anderen auch den Tag damit vermiesen oder wir beschäftigen uns mit den Dingen, die halt positiv sind.

00:56:12: Und ich glaube, das ist deutlich gesunder vor unserem Kopf, wenn wir diese positiven Aspekte mit reinbringen.

00:56:20: Ja, wir sind jetzt auch mal an den Punkt angekommen, dass wir darüber sprechen können.

00:56:23: Du hast ja eine sehr witzige Art und Weise gehabt, wie du deinen Partner kennengelernt hast, wie du Shane kennengelernt hast.

00:56:32: Du bist über eine Dating-App rein und hast gesagt, ich entscheide mich einfach mal in Konnetikett zu suchen und bist, finde ich, geworden.

00:56:42: Wie ist das?

00:56:45: Versuch mal so ein bisschen kurz so zu erklären.

00:56:48: Wie kamst du auf die Idee, wie ist das verlaufen?

00:56:52: Wie lange gebraucht bist du, dass ich das erste Mal gesehen hab?

00:56:55: Long story short.

00:56:56: Ich hatte mich vor meinem Ex getrennt.

00:56:59: Also eigentlich gar nicht der Rede wert.

00:57:00: Ich glaub, anderthalb Jahre später.

00:57:02: Irgendwie waren die Deutschen mir nicht so.

00:57:03: Dann hieß es auch immer Snapchat.

00:57:05: Und das ist für mich sowieso eine Red Flag, weil ich mir denke, Snapchat, das ist was ... Also, ja.

00:57:10: Und weil ich damals ein Connecticut gewohnt habe, als Oper, dachte ich mir, ach, stellst du den Standort einfach mal ... dahin.

00:57:18: Und schreib's einfach, damit du in Englisch auch nicht verlernst.

00:57:20: Vielleicht ist es einfach quasi so eine Art Vibriefreundschaft.

00:57:24: Ist ja ein

00:57:24: cooler Bezug.

00:57:24: Irgendwie ist es doch geil, das erzählen zu können.

00:57:27: Ja, und dann, ich glaub, ich war, also ich war ein Tag online und hab Shane halt mit Shane gematched.

00:57:34: Beziehungsweise, er kam dann am nächsten Tag, dass das ein Match war.

00:57:39: Und ich hab ihm auch zuerst geschrieben.

00:57:43: Also, er hat nur mein Bild geliked und hat aber nichts gesagt.

00:57:46: Und dann hab ich ihm geschrieben.

00:57:48: Ich weiß gar nicht mehr, was ich genau gesagt hab.

00:57:50: Hi, irgendwie so was.

00:57:51: Und dann hat er geschrieben, hi, beautiful.

00:57:53: Und normalerweise war das für mich immer so, wenn mich jemand auf einer Date-Tink-Plattform fragt, was suchst du hier?

00:58:01: Ist meine erste Antwort nach Gold weggeswiped.

00:58:04: Dann bist du wieder gelöscht.

00:58:05: Weil was ist das für eine dumme Frage?

00:58:07: So, was glaubst du, dass ich hier suche?

00:58:09: Mein Hund, der mir letztens entlaufen ist, oder was?

00:58:13: Und dann dachte ich mir aber so, ich hab ihm dann halt auch geantwortet.

00:58:17: Ich so, ja, ich bin auf der Suche nach Gold.

00:58:19: Und normalerweise checken Typen das irgendwie auch nicht oder checken dann den Weib nicht.

00:58:24: Und er hat dann halt drauf zurückgeschrieben, oh, finally someone who gets it, let's hit the gold mines together.

00:58:31: Oh, okay, er hat den

00:58:33: Humor getcheckt.

00:58:34: Und er weiß, okay, nice, nice.

00:58:37: Er hatte dann zweite Red Flag nach Snapchat gefragt.

00:58:40: Und dann dachte ich, okay, egal, Karl, machen wir

00:58:44: mal.

00:58:45: Also über Bord geworfen

00:58:46: alle.

00:58:47: Ich weiß nicht warum, weil er war nicht mal wirklich so mein Typ.

00:58:51: Also, dein Freund hat ein gestörtes Glow-Up auf jeden Fall bekommen.

00:58:55: Also, ich hab mir das alles von zweiundzwanzig bis heute anguckt.

00:58:59: Der sieht verdammt sexy aus auf jeden Fall.

00:59:03: Aber früher ... Ja, der sah halt einfach wie normal

00:59:07: aus.

00:59:07: Mein Freund

00:59:08: ist ja

00:59:09: ...

00:59:11: Er studiert ja Cyber Security.

00:59:13: Er ist ein kleiner Nerd.

00:59:14: Er ist genau das.

00:59:15: Genau

00:59:16: so sieht er auch aus.

00:59:17: Aber wie er geschrieben hat, er hat halt so ein lockeres Mundwerk gehabt und hat mich so zum Lachen gebracht, dass, also ich weiß nicht, wir haben zwei Wochen, ne, nicht mal, wir haben eine Woche miteinander geschrieben und haben dann die zweite Woche angefangen zu Facetime.

00:59:30: Geil, sehr stark.

00:59:31: Ja,

00:59:32: und danach ... meinte er, wann treffen wir uns dann?

00:59:36: Also, er hatte schon am Anfang mal gefragt, ob ich Lust habe, mich zu treffen mit ihm.

00:59:41: Da hab ich gesagt, ja, gibt halt nur ein Problem, ist ein bisschen weit weg.

00:59:44: Ich komme aus Deutschland.

00:59:46: Da hat er dann auch erst gefragt, wie und Standort und Hä, wie kann das sein?

00:59:50: Und dann haben wir gesagt, ja, lass doch einfach trotzdem miteinander schreiben.

00:59:53: Ja.

00:59:54: Und da haben wir halt gefaust haben und haben gemerkt, das ist richtig witzig.

00:59:57: Also, das war von beiden aus nie dieses Gefühlsding.

01:00:01: Das war eher so ...

01:00:02: Funny.

01:00:03: Das war einfach ein Humorweib.

01:00:04: Also

01:00:04: wir haben uns auch nicht mal Nudes geschickt oder so was, das war einfach nur funny.

01:00:09: Und dann hat er irgendwann gefragt, ob, oder habe ich das gefragt?

01:00:14: Auf jeden Fall, wir beide denn irgendwie, hast du Bock, mich zu besuchen?

01:00:17: Ja.

01:00:18: Dann auch noch über Weihnachten, Silvester, direkt volles Programm.

01:00:22: Ja, kann ich machen.

01:00:23: Alter, aber mutig.

01:00:23: Nach

01:00:23: zwei Wochen war mutig, aber ich habe auch schon mit seiner Mutter zu dem Zeitpunkt gesprochen.

01:00:27: Der war ja bei der Navy und da hatte ich auch direkt den Ausweis bekommen von ihm.

01:00:31: Ist

01:00:31: ja ein Navy-Seal.

01:00:31: Wie

01:00:32: heißt das?

01:00:33: Oder ist das Marine?

01:00:34: Nee, es ist Navy, der war bei der Navy.

01:00:36: Ja.

01:00:38: Ja, ja, Sexine.

01:00:42: Ja, und es hat tatsächlich nach zwei Wochen vorbeigekommen.

01:00:45: Aber nicht mit dem Hintergrund, weil da hatte Social Media gar keine Bedeutung.

01:00:49: Ich hatte ja trotzdem Social Media gemacht, aber es hatte keine Bedeutung für mich.

01:00:52: Ich hatte nicht im Kopf das Poste

01:00:55: ich.

01:00:55: Sondern die erste Zeit, die er dann da war, was zwei Wochen waren, über ... Weihnachten erst am acht- und zwanzigsten Dezember gekommen und ist dann bis Januar halt geblieben.

01:01:05: Haben wir so gesagt, ja, lass ihn mal.

01:01:06: Wie lange

01:01:06: ist er geblieben?

01:01:07: Zwei Wochen.

01:01:07: Und er hat auch direkt bei mir übernachtet.

01:01:09: Macht es bitte nicht

01:01:11: nach, seid vorsichtig.

01:01:12: Alter, aber ihr habt ja richtig, also das ist ja krass.

01:01:15: Und als er mich am Flughafen abgeholt hat, dachte ich mir so...

01:01:17: Was tust du bei mir gerade?

01:01:18: Das ist

01:01:19: nicht mein Typ.

01:01:20: Nein!

01:01:21: Der stand da, aber guck mal, guck mal, der stand da in Jeans Hosen, hatte ein Polo-Shirt an.

01:01:27: Er sah aus wie ein Kek.

01:01:28: Er sah aus wie ein Kek.

01:01:29: Er sah aus wie ein Kek.

01:01:30: Da habe ich schon lange nicht mehr gehört.

01:01:31: Keck, ja, aber er sah, er hatte so Anzugschuhe.

01:01:34: Nicht so diese förmlichen Anzugschuhe, aber so eine Abklatsche von Anzugschuhen.

01:01:39: Diese

01:01:40: Primark-Anzachschuhe

01:01:41: so.

01:01:41: Eine Jeanshose und dann seine Brille.

01:01:44: Und dann hat er Gold getragen.

01:01:46: Ich weiß nicht, welches Stylistin, jüngere anderen, Gold zu tragen.

01:01:49: Aber das hat gar nicht gepasst.

01:01:52: Und dann dachte ich mir so, oh.

01:01:55: Das kann ja, das kann ja was werden.

01:01:57: Und er ist ja auch nie so dieser Nonchalong, sondern Shane ist immer so, er ist ins Sunshine.

01:02:02: Alles was er macht, macht er mit voller Überzeugung.

01:02:04: Und er gestikuliert auch immer super wild rum.

01:02:07: Er hat mich gesehen und er war sofort so ... und ich war so ... okay.

01:02:13: Den hab ich jetzt zwei Wochen

01:02:14: bei ihm.

01:02:14: Und ich dachte, egal, vielleicht werden das trotzdem gute zwei Wochen.

01:02:19: Sobald wir aber am Auto saßen, hat er den Mund aufgemacht und hat mir über seinen Flug erzählt, direkt ... Ich musste so lachen und ich dachte, das wären die besten zwei Wochen meines Lebens.

01:02:28: Nur von der Art her.

01:02:31: Dann sind wir bei mir zu Hause angekommen.

01:02:34: Ist auch unangenehm.

01:02:35: Dann sind wir aber bei mir zu Hause angekommen und er hat seine Brille abgesetzt.

01:02:39: Und ich dachte

01:02:40: mir, aber ich dachte mir so, hat der schöner

01:02:43: Aum?

01:02:44: Der hat die Katze auf den Alter, die ist so gut

01:02:46: aussehen.

01:02:47: Und dann dachte ich mir so, nee, der ist schon, ist doch lecker, ist schon schön.

01:02:52: Und außerdem

01:02:53: ist der gerade für dich aus Amerika hierher geflogen.

01:02:55: Ja, aber ich habe ein bisschen ich bekommen.

01:03:00: Ganz am Anfang sind wir reingekommen.

01:03:03: Kennst du das, wenn du abends im Bett liegst, dann hast du so einen Moment.

01:03:05: Und ich so, so einen Moment ist das.

01:03:09: Ich wollte ihn halt umarmen.

01:03:11: Und er hat mir direkt die Zunge in den Hals geschoben.

01:03:13: Das war so ein... Das war ganz unangenehm.

01:03:18: Das war... Hab ich mir irgendwie ein bisschen...

01:03:23: Er war so ready.

01:03:24: Ich hab's mir irgendwie ein

01:03:25: bisschen

01:03:26: romantisch auf vorgestellt.

01:03:28: Da war er schon wieder so ein bisschen... Weil, wenn du auch nicht darauf vorbereitet bist, dann ist... Das war ein K-Aus.

01:03:35: Ich dachte, was sucht der da in meinem Mund?

01:03:37: Der hat direkt Gas gegeben.

01:03:38: Alter, geil.

01:03:39: Absolut.

01:03:40: Da ist ein Fuß auf das Gaspedal, aber so was von.

01:03:43: Und da haben wir erst mal gefrühstückt.

01:03:46: Dann habe ich mir abends ein Rotwein hintergezwitschert.

01:03:48: Und dann lief das alles von alleine und irgendwann ... haben wir dann aber auch so, weißt du, der erste Abend und so weiter.

01:03:56: Und dann hat man aber gemerkt, boah, das weibt halt.

01:03:59: Wir haben die ganze Zeit, ich war weg vom Handy, wir haben so eine geile Zeit gehabt, ich hab so viel gelacht, hab so viel unternommen, der hat sofort meine Mama kennengelernt, hat die ins, also wirklich Arme auf, ins Herz geschlossen, meine Mama war sofort entzückt von

01:04:12: ihm.

01:04:12: Ich hab immer diese ... Mein Boyfriend ist back und sagt,

01:04:17: meine Mutter

01:04:17: und diese See, diese Treppen verläuft so hoch.

01:04:20: Ich glaub, ich muss da meine Serie draus machen.

01:04:22: Die hat den sofort gesagt, ich hab noch nie so was Herzliches erlebt.

01:04:25: Der ist sofort und nicht mal mit Hallo, sondern komm hierhin und ich nimm nicht in den Arm.

01:04:30: Ja, und dann, als er dann wieder nach Hause geflogen ist, waren wir so, was machen wir denn jetzt?

01:04:36: Also...

01:04:36: Ja, kacke, ne?

01:04:38: Und dann haben wir gesagt, lass uns das doch einfach mal versuchen, wie wir generell mit der Entfernung so klarkommen und einfach mal checken.

01:04:45: Funktioniert das so oder nicht?

01:04:47: Aber wir waren noch nicht offiziell, sondern so ...

01:04:49: Wir konnten

01:04:51: koreintheoretisch machen, was wir wollen, aber haben wir auch nicht gemacht, weil wir das schon sehr ernst genommen haben.

01:04:56: Ja, und dann ist er auch eigentlich wiedergekommen.

01:04:59: Und dann hat das so angefangen mit dem Content, dass man ab und zu, hat man, war man mal live und dann ... Ich hatte auch nicht gedacht, dass es so viele Leute so krass interessiert.

01:05:08: Alter, das ist so ... Das ist für meinen Kopf ... Ich weiß nicht, warum ich das so geil finde.

01:05:12: Aber ich liebe, dass, wenn Amis versuchen,

01:05:15: deutsche Wörter

01:05:16: zu sagen, das ist einfach so nice.

01:05:17: Aber auch ... Wie ist so?

01:05:20: Jetzt stand der Ding, weil er hat ja auch Nachhilfe bekommen.

01:05:24: Sein Führerschein macht

01:05:25: eher gerade, oder?

01:05:26: Also, er muss keinen Führerschein machen.

01:05:29: Aber ... Er möchte gerne noch Fahrstunden nehmen, weil in Amerika haben die kein rechts vor links.

01:05:33: Da ist wer zuerst kommen, fährt zuerst.

01:05:35: Und wenn du das hier machst, dann bist du irgendwo am Arsch.

01:05:38: Er hat ja nur mein Auto, wär schön, wenn Teile bleibt.

01:05:40: Deswegen, es läuft gut.

01:05:43: Er ist auch sehr bemüht.

01:05:44: Wenn ich mir mein Collegeblock zu Hause angucke, alles ist voll mit deutschen Wörtern.

01:05:49: Und es ist wirklich sehr süß, er gibt sich sehr viel Mühe.

01:05:50: Und ich finde, er ist sehr, sehr gut dafür.

01:05:54: Ja, mal gucken, wie weit wir da kommen.

01:05:56: Ich würde es auch irgendwie nicht verlieren, dass er kein Deutsch sprechen kann.

01:05:59: Nein, das ist doch,

01:06:00: also ich finde auch, das hat ja auch ein, also wie sagt man, empfehlt mir das Wort gerade.

01:06:08: Oh, noch so so.

01:06:09: Ja, das, sowas charmante ist einfach auch, wenn so Leute noch so ein bisschen hilflos sind mit der deutschen Sprache, weil die ist ja auch jetzt nicht gerade einfach,

01:06:18: würde ich mal besagen.

01:06:19: Er wird immer Golden Retriever genannt, ne?

01:06:21: Das ist

01:06:21: halt immer so ...

01:06:24: Er stolpert so ein bisschen durchs

01:06:25: Leben.

01:06:26: Aber was ich halt immer so schön für mich finde, ist, dass niemand sieht, wie das hinter der Kamera ist.

01:06:32: Du weißt gar nicht, wie sexy der ist und so männlich der maskuline Mann.

01:06:38: Also, ich hab mir den angeguckt.

01:06:39: Ich kann mir vorstellen, dass der auf jeden Fall was zum Guten

01:06:42: hat.

01:06:42: So ist es nicht, ne?

01:06:43: Also, wenn er dann auf Englisch, wie der deep talken kann und wie der ist.

01:06:49: Der nimmt ja auch eine Reise wahrscheinlich mit, ne?

01:06:50: Der ist, das ist... Das sind zwei verschiedene Persönlichkeiten.

01:06:54: Also die Deutschen, die dann unsere Videos sehen, die denken, oh, der Golden Retriever.

01:06:58: Die denken ja auch immer, dass ich hier Black Cat die Böse in der Beziehung bin, weil ich halt ... Ich kann ja Deutsch, ich weiß, wer ich bin, was ich zu sagen hab und wie.

01:07:06: Aber so hinter der Kamera ist das schon sehr, sehr ausgeglichen.

01:07:10: Und das sehen halt viele nicht.

01:07:12: Aber das muss ja auch nicht sein.

01:07:13: Aber das ist halt sehr sexy.

01:07:15: Weil ich persönlich, würde ich jetzt sagen, weil ich eine sehr starke Persönlichkeit hab, würde nicht ... Wäre nicht.

01:07:22: Vollkommen happy, wenn das

01:07:24: nur ein Golden Retriever ist, der ja und Arm sagt.

01:07:26: Und viele denken das aufgrund von Chains, aber er ist einfach nur sauhöflich, sauschamant.

01:07:30: Er hält mir immer die Tür auf.

01:07:32: Beim Auto alleine, das ist schon wieder hot for no reason, weil wie du hältst mir die

01:07:36: Tür auf.

01:07:37: Immer, der hält auch meiner Mutter die Tür auf.

01:07:39: Aber ich glaub,

01:07:39: wenn du auch so bei Navy und Bundeswehr warst, dann hast du halt einfach auch gewisse Sachen eingetrichtert.

01:07:44: oder allgemein ist da, glaub ich, auch die Erziehung noch mal nicht so.

01:07:48: Es ist noch mal was anderes, dass man das einfach beigemacht

01:07:51: bekommt.

01:07:51: Ja, wir sind einkaufen.

01:07:53: Da sagt er, meine Mutter würde das Leben bringen, ich bringe ihn mit.

01:07:56: Cool.

01:07:56: So, wie ... Willst du noch sexiger sein?

01:08:00: Also, wie geil ist das, weil viele sagen, ich wünsche mir einen Bad Boy.

01:08:04: Aber ein Bad Boy ist wirklich jemand ... Ein

01:08:07: Bad Boy fickt dein Kopf, Alter.

01:08:09: Das bringt es gar

01:08:09: nicht.

01:08:09: Erstens das heißt, das willst du davon.

01:08:11: Ich hab jemanden, der mir die Tür aufhält, der trägt mich auf Händen, sagt mir aber auch in gewissen Situationen, nein, du übertreibst gerade, wenn es sein muss.

01:08:19: Was soll ich mehr?

01:08:20: Der versteht sich mit allen gut.

01:08:21: Der kann Gespräche aufrecht halten.

01:08:23: Der weiß, wovon er redet.

01:08:24: Ich denk mir manchmal, wenn ich Gespräche habe oder so, denke ich mir, was würde Shane jetzt sagen?

01:08:29: Wie würde er das Gespräch jetzt leiden?

01:08:31: Was ist so schön,

01:08:32: dass du so nach oben schauen kannst?

01:08:33: Ja,

01:08:33: voll.

01:08:34: Aber ich glaub, das Gleiche macht er auch dir gegenüber wahrscheinlich.

01:08:37: Also, dass ihr euch da wirklich auf Augenhöhe begegnet.

01:08:39: Ich denke

01:08:39: schon.

01:08:40: Also, vor allen Dingen natürlich was ... Ich bin halt ... Die Ältere, ich hab schon ein paar mehr Jahre auf dem Bückel.

01:08:45: Und ich glaube bei manchen

01:08:47: Dingen ...

01:08:48: Na ja, er hat ja ... Er hat ja noch nie alleine gewohnt quasi.

01:08:53: Außer halt bei der Navy, aber das ist ja noch mal was anderes.

01:08:55: Stimmt, der

01:08:55: wohnt bei seiner Mutter.

01:08:56: Der wohnt bei seiner Mama.

01:08:57: Und wenn wir halt da sind, dann bin ich halt auch bei seiner Mama.

01:08:59: Ich liebe seine Mama.

01:09:00: Tracy ist die Beste.

01:09:01: Also, wir sind so.

01:09:04: Aber es ist noch mal was anderes, wenn wir bei uns sind, dann ... Ich kann ihm natürlich beibringen, was Versicherung angeht, wie das ist, was man so machen muss, wenn man alleine wohnt.

01:09:13: Aber

01:09:14: da muss man auch selber ein bisschen durch.

01:09:16: Ja.

01:09:16: Es ist natürlich schön, wenn man jemand hat, der ihm das beibringt, aber ich glaube also für mich beste Entscheidung mit achtzehn alleine auszuziehen.

01:09:23: voll auf die Fresse vom Amt und allem drum und dran.

01:09:26: Das hört einfach dazu.

01:09:27: Da muss man einfach durch.

01:09:28: Das prägt deinen Charakter.

01:09:29: Ich hab ihn auch gefragt.

01:09:31: Es würde anders aussehen, wenn wir uns nicht kennengelernt hätten.

01:09:33: Wir sind jetzt über zwei Jahre zusammen.

01:09:35: Wir haben letztens darüber gesprochen.

01:09:37: Ich hab ihn gefragt, glaubst du, du wärst jetzt schon ausgezogen, wenn du mich nicht kennengelernt hättest?

01:09:40: Ja, definitiv.

01:09:42: Der will auf eigenen Beinen stehen.

01:09:43: Aber jetzt gerade ist halt so, ich hab gesagt ... Bleibt zu Hause wohnen, das macht keinen Sinn.

01:09:47: Wenn du vielleicht nach Deutschland ziehst, dann holst du dir eine Wohnung für ein Jahr.

01:09:50: Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen.

01:09:53: Es ist ja schon häufig darüber geredet worden, ob du nach Amerika ziehen wirst, hast aber gesagt, du willst in Deutschland bleiben.

01:09:59: Also ist es eher, er macht sein Studium fertig und kommt dann hier rüber oder wie?

01:10:04: Ja, also...

01:10:06: Wie sieht die Planung aus?

01:10:07: Ich sag halt immer, ich würde in Amerika wohnen.

01:10:13: wenn ich reich wäre.

01:10:14: Weil Amerika macht nur Spaß, wenn du reich bist.

01:10:16: Also, nicht mal reich, aber so unabhängig.

01:10:19: Und es, mir geht das auch immer so auf den Sack, wenn ich nach der Politik gefragt werde, weil das sind meistens die, die noch nie in Amerika waren.

01:10:24: Die haben

01:10:24: auch keine Ahnung von der genauen Sachlage da drüben.

01:10:27: Die sehen halt irgendwelche Schlagzeilen

01:10:28: und so was.

01:10:28: Die sehen ganz genau, weil, also sind wir mal ehrlich, ich würde Deutschland jetzt auch nicht unbedingt recommenden, wenn es darum geht, ey, zieh mal hier nach Deutschland, weil läuft bei uns jetzt auch nicht so, so schicke.

01:10:39: Ja, ja, ja.

01:10:39: Aber wenn du da bist, Die Menschen, diese Umgebung, die machen... Warst du schon mal in Amerika?

01:10:44: Ich war noch nie in Amerika.

01:10:45: Also ich bin

01:10:45: noch den

01:10:45: Kontinent, hab ich bisher noch nicht verlassen.

01:10:47: Ich bin aber auch das erste Mal letztes Jahr geflogen, deswegen... Echt?

01:10:50: Das ist crazy.

01:10:51: Diese

01:10:51: so zehn Stunden Flug und so was, das braucht noch ein bisschen.

01:10:54: Da muss ich mich noch mit anfangen auf jeden Fall.

01:10:56: Wo warst du?

01:10:58: Spanien, Italien... Geil.

01:11:01: Bist du Deutsch?

01:11:02: Deutsch, Italienisch, Holländisch.

01:11:04: Bist du?

01:11:04: Kannst du Holländisch?

01:11:05: Noken in the Coken.

01:11:08: Wow, ich weiß, ich kaufe von Jau.

01:11:10: Heißt das nicht irgendwie, dir eine Eier zu treten?

01:11:12: Das bedeutet Ficken in der Küche.

01:11:15: Stimmt.

01:11:17: Papala.

01:11:18: Aber

01:11:19: ich kaufe von Jau kenn ich auch.

01:11:21: Ich liebe dich ja.

01:11:23: Okay, aber ist Tendenz eher hierhin?

01:11:26: Er wahrscheinlich hierhin, weil ich bin ja jetzt auch selbstständig mit Social Media.

01:11:30: Kannst du ja nicht einfach in Amerika gehen?

01:11:32: Könnte man, aber ich weiß es nicht.

01:11:36: Amerika ist ... viel zu groß, weil er kommt aus einem richtig kleinen Dorf.

01:11:41: Da musst du für jede Scheiße dein Auto nehmen und ich wüsste auch gar nicht in ... Also, in welchen Bundstart wieder ziehen sollen.

01:11:48: Nee, lass erst mal lieber nach Deutschland, wenn's dann richtig gut läuft.

01:11:51: Oder am liebsten würden wir natürlich an beiden Standorten wohnen.

01:11:54: Und dann immer mal, auch wenn's warm ist da und einfach

01:11:57: mal runter.

01:11:57: Weißt du, dass Amerika wird, vielleicht kommt die nach Deutschland und sagt, okay, dann vielleicht Zypern oder Dubai oder so.

01:12:03: Ich glaub Zypern nicht.

01:12:04: Dubai

01:12:04: auch.

01:12:05: Nee, ich würd da gerne mal Urlaub

01:12:06: machen.

01:12:06: Nicht Steuerause, bisschen Geld sparen.

01:12:08: Aber es ist bonlos, was wir an Steuern zahlen.

01:12:11: Deswegen...

01:12:11: Ja, Jahresabschluss hat auch ein bisschen weh getan, to be honest.

01:12:14: Deswegen, Leute, also falls ihr mich ein bisschen unterstützen möchtet oder Julien unterstützen möchtet, ihr könnt gerne ein paar Kommentare schreiben, euch das Video mit euren Freunden teilen und das Video liken, weil das sichert mir meinen Arbeitsplatz und...

01:12:30: Ach so, und außerdem ganz kurz, ich möchte auch, dass wir erst hier in Deutschland sind, damit Shane die Sprache kennt, weil wenn unsere Kinder, falls wir mal welche haben, Billingual aufwachsen, möchte ich natürlich auch, dass er versteht, was ich mit den Kindern spreche.

01:12:40: Ja,

01:12:41: und was sie mit ihm sprechen und ihm ganz ganz anderen tanzen.

01:12:44: Ich hatte es gerade schon oft, Cam, gesagt, wo wir uns gesehen haben.

01:12:47: Ich habe mir alles angeguckt, was du so gepostet hast und so, und ich finde wirklich, also kannst sehr stolz auf dich sein, dass eine sehr, sehr schöne Entwicklung auf jeden Fall gemacht ist.

01:12:58: Qualitativ vom Content.

01:13:02: Ich glaube, als Mensch habe ich heute, also ich habe mir heute alles anguckt.

01:13:05: Es waren fast fünfhundert Videos.

01:13:07: Ich habe es mir komplett reingesuchtet.

01:13:10: Man sieht auf jeden Fall, dass du sehr glücklich bist und wünsche da auch weiterhin echt einfach ganz viel Glück und... dass sich das super entwickelt.

01:13:21: Wir haben hier noch eine kleine Rubrik.

01:13:23: Wie ihr vielleicht merkt, Leute, wir sind schon sehr lange jetzt am Reden hier gerade.

01:13:27: Ich würde gerne noch etwas mit reinbringen, was wir aus der letzten Staffel auf jeden Fall weiter mitnehmen.

01:13:33: Das ist nämlich der sogenannte Abmoment.

01:13:36: Quasi eine Entscheidung, die du in deinem Leben getroffen hast, die dich so ein bisschen aus deiner Komfortzone rausgenommen hat.

01:13:43: Irgendwas, wo unsere Zuschauerinnen ... vielleicht sich auch ein bisschen Mut abholen können.

01:13:50: Und vielleicht gerade in der gleichen Situation sind wie du, weil ich glaube, man unterschätzt es manchmal, wie viele Menschen eigentlich doch das gleiche Leben irgendwie leben oder die gleichen Gedanken haben.

01:13:59: Und wir wollen das Ganze immer nutzen, um den Leuten ein bisschen Mut zuzusprechen, den bisschen Motivation mitzugeben, dass die sich vielleicht auch etwas trauen, was die in ein schöneres Leben katapultiert oder denen einfach aufzeigt, dass sie auch noch andere Facetten im Leben ... leben dürfen, genau.

01:14:17: Und deswegen, ich weiß nicht, wie gut vorbereitet du bist oder ob du irgendwas hast, was du den Leuten gerne mitteilst, aber

01:14:24: ja.

01:14:25: Also ich glaube, mein Moment war wirklich, als ich mich dazu entschlossen habe, was ganz Neues zu machen, das war Amerika.

01:14:29: Und das sage ich auch immer, das kann ich jedem empfehlen, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, ins Ausland, ein Au-peria oder auch eine Sprachreise, dass es so viel wert, weil alleine, wenn du Englisch ist die Weltsprache.

01:14:46: Wenn du ... Du musst ja nicht mal fließend sein, aber wenn du Englisch verherrscht, du kommst so viel weiter im Leben, man wird so viel für selbstbewusst da.

01:14:57: Also, du kannst dich so viel besser mit Leuten verständigen, wo du vorher gedacht hast, das würde ich gar nicht machen.

01:15:03: Aber weil du da auch eine ganz andere Kultur kennengelernt, kommst du da so aus dir raus, das hat mein Selbstbewusstseinslevel noch mal in eine ganz andere Etage geschossen.

01:15:14: Und wenn ich jemandem was mitgeben könnte, ist das auch und alleine zu machen.

01:15:18: Also, das und alleine.

01:15:20: Alleine ist nicht schlimm.

01:15:22: Alleine ist immer der Ort, wo ihr euch wiederfindet.

01:15:26: Wo ihr euch richtig finden könnt.

01:15:29: Und das hat mich so richtig nach oben gebracht.

01:15:32: Da, wo ich jetzt bin zu sehen, ich kann das auch ganz alleine.

01:15:35: Ich hab alle Papiere alleine ausgefüllt.

01:15:37: Das war auch mein allererster Flug nach Amerika, dass ich jemals geflogen bin.

01:15:41: Ich bin ganz alleine geflogen, hab alles alleine gemacht auf einem komplett anderen Kontinent.

01:15:46: Und ich hab es alleine gerockt und ich bin wiedergekommen.

01:15:48: Und ich denke mir, ich bin ja steils im Knast.

01:15:52: Ja,

01:15:54: das war auf jeden Fall eine sehr schöne Message.

01:15:56: Traut euch auf jeden Fall aus eurer Komfortzone rauszugehen.

01:15:58: Ich find's cool, weil das ist irgendwie immer, ne?

01:16:00: Also die Leute, die gucken dir zu, wie du das Ganze hier machst.

01:16:07: Und ich glaube, wenn ich jetzt mal so nach hinter die Kamera frage, das ist immer so genau ... das gewesen, was Leute anderen mitgeben.

01:16:14: Traut euch aus, euch rauszukommen.

01:16:16: Irgendwie ist das scheinbar, der Way to go, um sich selbst neu zu erfinden.

01:16:20: Und eventuell, es gibt super viele junge Leute, die Influencer werden wollen oder so was in die Richtung machen wollen.

01:16:27: Scheinbar musst du diese Reise machen, um aus dir rauszukommen und dich das zu trauen.

01:16:33: Viele

01:16:33: schreiben mir auch immer.

01:16:34: Ich trau mich gar nicht, vor der Kamera zu sprechen.

01:16:36: Dann ist es nicht der Job für dich.

01:16:38: Aber du musst ... Was?

01:16:41: Viele fragen immer, wie bist du so selbstbewusst?

01:16:43: Ich stelle dich in die Position und sag, es fängt ja schon damit an.

01:16:47: Mir fällt das schwer, jemanden Kompliment zu machen, wenn ich die auf der Straße sehe und denke, die trägt was voll Geiles.

01:16:51: Aber ich hab mich nicht getraut.

01:16:52: Mir

01:16:52: platzt das raus.

01:16:53: Was passiert, wenn du das aussprichst?

01:16:58: Gar, also nichts Negatives.

01:16:59: Das passiert nichts Negatives.

01:17:01: Wie gesagt, das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du stirbst.

01:17:03: Und das passiert in neunneunzig, neun Prozent der Fällen.

01:17:05: Nicht, nicht in deinem Leben gar nicht.

01:17:07: Es passiert nichts, aber das macht deinen Tag schöner.

01:17:09: Es macht den Tag von der anderen Person schöner.

01:17:12: Ich bekomme auch super viele Nachrichten.

01:17:13: Also super viele schreiben mir auch das und das und das und das.

01:17:16: Also man kann mir auch schreiben.

01:17:17: Ich antworte dann mal gerne drauf, wie ich jemanden weiter nach vorne bringe, helfen kann.

01:17:22: Einfach mal ein bisschen über den Teller und die Nachschauen, weil es passiert.

01:17:25: Nichts.

01:17:26: Du wirst nicht jedem gefallen können.

01:17:28: Das wird es im Leben nicht geben.

01:17:30: Selbst wenn du da einfach stehst und nichts sagst, mir passt die linke Ausspacke nicht.

01:17:36: Schon hast du jemanden, der dich nicht mag.

01:17:37: Ja, ja, hundert Prozent.

01:17:38: Ja, musst du einfach mit umgehen.

01:17:40: Du kannst nichts machen.

01:17:41: Das ist einfach eine Wahrheit.

01:17:42: Du kannst es nicht jedem recht machen.

01:17:45: Also ich funktioniere nicht,

01:17:45: egal was du machst, egal wie

01:17:47: du dich drin

01:17:47: bist und drehst.

01:17:48: Es gibt bestimmt jemanden, der ihn einfach nicht leiden kann.

01:17:51: Aufgrund dessen,

01:17:52: weil er so... Der wird den hassen.

01:17:53: Es gibt Leute, die den hassen, obwohl er nichts getan

01:17:55: hat.

01:17:55: Ja, das ist hundertprozentig.

01:17:57: Das ist so, Leute, macht euch da nix draus.

01:18:01: Was soll

01:18:02: ich sagen?

01:18:03: Passiert nix.

01:18:05: Das ist unser Quote of the Day.

01:18:07: Macht euch nichts draus.

01:18:08: Machen.

01:18:10: Ja, also ich habe es auf jeden Fall sehr genossen.

01:18:12: Wir könnten hier wahrscheinlich noch stundenlang reden, aber wir müssen, glaube ich, jetzt hier einmal so einen Stamp setzen, einmal kurz einen Cut, genau.

01:18:19: Es hat mich auf jeden Fall sehr gefreut.

01:18:20: Ich bin dir sehr dankbar dafür, dass du den weiten Weg auf dich genommen hast und hier hingekommen bist.

01:18:25: Danke,

01:18:25: dass ich da sein durfte.

01:18:27: Das war stark!

01:18:28: Ich fand das geil, das hat mir richtig viel Spaß gemacht.

01:18:30: Ich hab's den letzten Monat irgendwie so ein bisschen vergessen, wie das ist.

01:18:33: Ich hatte auch ein bisschen Bammel so.

01:18:36: Echt?

01:18:36: Von mir?

01:18:37: Ja, also Leute, eventuell ist es euch aufgefallen, aber ich hab neue Haare.

01:18:41: Ja, du bist neuer,

01:18:42: kleiner Haare.

01:18:42: Das sind mir gleich geschissen, kleiner Grünstich.

01:18:45: Nein.

01:18:45: Aber ich war wirklich ... Ich hab in den letzten anderthalb Monaten für mich noch mal kopftechnisch echt einen krassen Switch gemacht und hatte kurz Angst, dass ich verlernt habe, wie man mit Leuten eine Stunde redet.

01:18:57: Ist super gelaufen, ich hab's sehr genossen.

01:18:59: Ganz, ganz lieben Dank.

01:19:02: Schreibt mir jegliche Art von Feedback, damit ich mich damit auseinandersetzen kann.

01:19:09: Schreibt mal in die Kommentare, ob ihr schon mal eine besondere Haarfarbe hattet.

01:19:14: Würde mich interessieren, ich hatte Lila.

01:19:16: Und du, Grün anscheinend.

01:19:18: Ich war noch ein Ginger vor zwei Tagen.

01:19:20: Echt?

01:19:20: Ja, es war eine Katastrophe.

01:19:21: Ich liebe auch Ginger.

01:19:26: Ginger, behind the cameras.

01:19:28: Nee, ähm, ich, ich bin so unspektakulär.

01:19:34: Ich hab mir nichts...

01:19:35: Mach mal Baskard, ich glaub, das wird so rocken.

01:19:38: Ach so, nee, Baskard nicht.

01:19:39: Ich bleib bei den Haaren jetzt erst mal.

01:19:40: Ich hab im Sommer vielleicht Baskard, wenn ich wieder ein bisschen cleaner bin.

01:19:44: Ich dachte irgendwie, dass ich mir was Neues ausdenken muss fürs Ende, aber ich glaub einfach beim Haut rein.

01:19:49: Haut rein, Leute.

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