Echte Männer weinen | 05
Shownotes
Kanao spricht darüber, wie es ist, mit Vorstellungen von Männlichkeit großzuwerden, die keinen Raum für echte Gefühle lassen. Von Partynächten, Rollenbildern und dem Moment, in dem er merkt, dass Weinen nichts mit Schwäche zu tun hat.
Er erzählt offen, warum er jahrelang keine Tränen zulassen konnte, wie ein Breakup alles gelöst hat und weshalb emotionale Ehrlichkeit manchmal der einzige Weg ist, wieder bei sich anzukommen.
UP!DATE ist kein Dating-Guide, sondern eine Einladung, sich wiederzufinden. Und vielleicht gibt’s auch heute wieder diesen einen UP-Moment, der hängen bleibt, weil er sich einfach echt anfühlt.
Social Links: Instagram TikTok
Host & Produktion: Host: Daniele
Eine Produktion von totally Agency & BEN.Studio
Gast: Kanao
Neue Folgen: 🎧 Jeden Donnerstag – als Video-Podcast auf Spotify, YouTube & überall wo es Podcasts gibt.
Intro-Musik:
Kribbeln im Bauch, 00:02:49, DEZC62532087,
(Composer Emil Holgersson Perslow / Composer Jesus Alberto Acosta Almengo - Lyricist Emil Holgersson Perslow / Lyricist Jorin Hagen / Lyricist John Luca Wendtland)
Published by: Copyright Control
Performer: Emil (Primary) and Jorin Hagen (Primary) and JHNWNDT (Primary) and prodbyTAA (Primary)
Vocal: Jorin Hagen / Emil Holgersson Perslow / John Luca Wendtland
Producer: Emil Holgersson Perslow / Jesus Alberto Acosta Almengo
(2025) Orgel Enterprise & TwoSides distributed by FOUR Music Productions GmbH
Repertoire Owner: Four Music, Berlin
Transkript anzeigen
00:00:06: So, wir da?
00:00:07: All right, wir sind live.
00:00:11: Herzlich willkommen, meine Freunde.
00:00:12: Wir sind heute wieder mit einer neuen Folge Update bei Pickup.
00:00:18: Mein Name ist Daniele.
00:00:19: für alle, die mich nicht kennen und neu dazuschalten.
00:00:21: Wir reden hier bei Update darüber, was Dating wirklich ist.
00:00:26: Und das machen wir gemeinsam mit interessanten Gästen und heute zu Gast Kanao.
00:00:32: einer meiner Lieblings-Influencer tatsächlich in Deutschland, der auch meine Art und Weise sehr krass geprägt hat, mein Mindset sehr krass geprägt hat.
00:00:42: Herzlich willkommen, ich freue mich, dass du hier bist.
00:00:44: Hi.
00:00:46: Stelle dich gerne mal der Community vor.
00:00:48: und was ich immer ganz interessant finde ist, was können Leute vielleicht nicht so erahnen, wenn sie dich nur über deinen Content kennen.
00:00:57: Also... so eine Information, die Leute vielleicht nicht über dich wissen, die du direkt reingehen.
00:01:03: Weißt du, wie ich meine, dass wir direkt noch was haben.
00:01:05: Hi,
00:01:06: ich bin Kanau, bin in den Vierundzwanzig, bin aus Berlin, geboren und aufgewachsen sogar.
00:01:12: Und genau, machst du auch schon Media schon eine ganze Weile und jetzt seit so einem Jahr intensiver und zieh das mehr durch, sag ich mal, dass ich wirklich gerade sage, okay, jeden Tag Uploads und seitdem kommt auch mehr Resonanz zurück.
00:01:26: Und ich befasse mich viel mit dem Thema Dating, aber auch einfach dieses Quarter-Life-Crisis, zwanziger Jahre.
00:01:36: Man ist ein bisschen verwirrt und rennt durch die Welt und versucht sich selbst zu finden und so weiter und so fort.
00:01:43: Hab auch ganz viele Reisevlogs und so was alles.
00:01:47: Und was man vielleicht erst mal nicht ... bei mir denken würde, das ist eine Frage, die hab ich schon öfter bekommen.
00:01:53: Und ich glaube, es ist so eine gewisse Ernsthaftigkeit.
00:01:56: Weil ich auf Social Media bin ich natürlich ... Also, ich hab auch ernsthafte Themen und bespreche dir auch ernsthaft, aber es ist natürlich trotzdem alles sehr positiv geframed.
00:02:06: Und ... ich glaub, in echt bin ich noch ein bisschen nachdenklicher vielleicht und noch ein bisschen ruhiger.
00:02:13: Könnte ich mal vorstellen.
00:02:14: Okay.
00:02:14: Ähm, ja, also ... Wir haben immer so einen kleinen Vibe-Check, bevor wir hier mit der Podcastfolge anfangen.
00:02:23: Und da habe ich auch schon sehr krass geglaced, würde ich jetzt mal sagen.
00:02:27: Ich bin nach Berlin gezogen.
00:02:29: Auch, glaube ich, so Thema Quarter-Life Crisis war für mich auch so, war so ein Ding.
00:02:34: Ich habe gemerkt, okay, irgendwie alles, was du jetzt so bisher gemacht hast, hat alles seine Richtigkeit gehabt.
00:02:39: Ich habe meine Erfahrungen dadurch gesammelt.
00:02:41: Ich glaube, jeder, der in unserem Alter ist oder jetzt so gerade neunzehn, zwanzig, einundzwanzig wird, hat so ein bisschen diese... Ich weiß nicht, so dieser Anspruch von der Gesellschaft, irgendwie alles ist so sehr krass leistungsorientiert und viele wollen irgendwie allem gerecht werden, haben super viele Baustellen und so.
00:02:58: Das war bei mir auch der Fall.
00:03:00: Und als ich nach Berlin gezogen bin, muss ich sagen, ich habe sehr viel von deinem Content tatsächlich konsumiert und du hast auch sehr viele... Ja, Gedankengänge bei mir angestoßen.
00:03:13: Sweet.
00:03:14: Du sprichst ja auch sehr viel auch so über diese Männlichkeit heutzutage, wie sie auch im Raume steht.
00:03:21: Also, wenn man jetzt dich anschaut, wie du auf Social Media dich gibst, würdest mit Sicherheit irgendwelche Männer da draußen geben, die halt sagen so, ja, nee, der ist kein richtiger Mann.
00:03:34: Ja, ich check, ich check,
00:03:35: komplett.
00:03:36: Da hab ich mich krass wiedergefunden, ehrlicherweise.
00:03:40: Ich hab da auch noch zwei andere Leute, die ich da so konsumiere.
00:03:44: Aber ja, ich kann's nur wiederholen.
00:03:46: Du hast bei mir schon sehr viel bewirkt.
00:03:47: Du hast gerade angesprochen mit dem Reisen.
00:03:51: Ich glaube, durch deine Reisevlogs habe ich mich zum Beispiel das erste Mal getraut, allein in den Urlaub zu gehen.
00:03:57: So cool
00:03:58: zu hören.
00:03:58: Also wirklich richtig nice.
00:03:59: Also du würdest sagen, wenn mir Leute sagen, dass wir meinen Content irgendwas Spezielles feiern, weiß ich immer gar nicht genau was.
00:04:05: Weil ich red ja, ich poste jeden Tag zwei Videos.
00:04:08: Und ich red über alles.
00:04:09: Das ist total geil.
00:04:10: Das heißt, bei dir waren die Main-Themen einmal dieses Masculinity-Neugedacht sozusagen und Reiseworks.
00:04:16: Das waren so die Main-Punkte.
00:04:18: Einmal vielleicht erst mal auf dieses Masculinity-Thema eingehen.
00:04:22: Ich kenne das und ich find's super interessant, wie sich das so entwickelt.
00:04:26: Weil ich war früher, ich hab so ein Video gemacht, das ist eine, was so viral gegangen ist.
00:04:31: Da hab ich auch drüber gesprochen, so mit ... weiß ich nicht, vierzehn bis, glaub ich, achtzehn, neunzehn oder so, war ich immer fette Königskette und so dieses möchte gern G und so, ich bin krass, bla bla bla.
00:04:45: Und es ist halt irgendwann mir, ich weiß gar nicht, wie das gekommen ist, aber irgendwann ist es mir unangenehm geworden und irgendwann war ich so ein bisschen, das ist so aufgesetzt und so weird, warum bist du nicht einfach normal?
00:04:55: Warum bist du nicht,
00:04:56: keine Ahnung?
00:04:56: So dieser Blick in den Spiegel, so von wegen, das bin ich wirklich ich so ein bisschen.
00:04:59: Ja, voll, voll.
00:05:01: Und ich hab jetzt immer noch Also, ich hab meinen Freundeskreis schon ein bisschen dezimiert und stark ausgesiebt, wen ich da so drin haben will über die letzten Jahre.
00:05:11: Aber immer noch ein, zwei Bekannte, wo ich das schon noch so sehr krass sehe mit diesem Toxic Masculinity, dieses ... Die Punkte, worüber man sich so profiliert, z.B.
00:05:20: ein Freund kommt und erzählt von seinem Wochenende und ist so, boah, ich hatte was mit der und der und äh, ich bin so krass und merk so richtig, dass es so alles worum's geht und so alles, woran sich gemessen wird.
00:05:29: Und ich bin dann so ein bisschen so ... Schön.
00:05:31: Hattet ihr eine schöne Zeit.
00:05:32: Das freut mich, dass ihr alle Wochenende hatte.
00:05:36: Ich muss wirklich sagen, diese Art von Menschen, das ist gerade angesprochen, ich hab davon keine mehr, ne?
00:05:43: Ich weiß ganz genau, was du meinst.
00:05:46: Letztes Wochenende war ich bei mir in der Heimat und ich hab da auch immer so ein ganz Unwohl sein, weil ... Die Leute, die ich da kennengelernt hab, oder ich hatte einen Unwuldsein, die Leute, die ich da kennengelernt hab über die Jahre, die haben viele verschiedene Facetten von mir mitbekommen.
00:06:00: Da sind auch tatsächlich viele bei, die sich genau über so was profilieren, wo du dir denkst, haben wir irgendwann mal schon mal ein anderes Gespräch gefühlt, außer was für Girls du jetzt am Wochenende abgeschleppt hast, welche neue Karre du dir holst und so diese ...
00:06:15: So nach außen, man lebt nur nach
00:06:17: außen.
00:06:17: Das ist so krass, seit ich hier in Berlin bin.
00:06:20: Ich ... Kann man sich auch mal so Videos, dieses, halt dein Zirkel halt klein mit den Leuten, die dir halt am wenigsten Kopfschmerzen machen.
00:06:30: Und für mich zum Beispiel super wichtig, dass ich, ne, das ist jetzt vielleicht ein hoher Anspruch so, aber ich sag immer, ich will in einem Gespräch sitzen und auch einen Mehrwert davon haben.
00:06:42: Also der soll halt irgendwo einen gewissen Qualitätsanspruch haben.
00:06:45: Und wenn ich halt merke, dass ich das mit gewissen Menschen nicht habe, merke ich, wie ich ... über einen zeitraum echt schon sehr drastisch selektiere.
00:06:56: einfach also da ich wirklich sage okay ich distanziere mich von diesen personen weil das einfach nicht mit meinen werten übereinstimmt so und ich ja ich check den punkt auf jeden fall so mit den mit den freunden.
00:07:07: aber was würdest du sagen war so der punkt wo du.
00:07:11: Ja, wie sage ich, also dieses, das ist ja schon ein krasser Kontrast, also du wirkst auf mich jetzt zum Beispiel wie eine sehr weiche Persönlichkeit und so jemand mit Goldkette und sowas will ich gar nicht sagen irgendwie.
00:07:22: also Äußerlichkeiten müssen das nicht um so krass, also nicht so krass bestimmen, aber du merkst ja dann schon Unterschied, also was war da so bei dir so dieser Change, wo du saßst?
00:07:33: Okay, ich trau mir jetzt mal, und das ist ja dann vieles aus.
00:07:36: Dieses Nachdenkliche ist ja dann auch viel über seine Emotionen nachdenken und so was.
00:07:39: Ja.
00:07:39: Dann kam so bei dir der Punkt, wo du das auch nach außen hin dann gelebt hast, quasi.
00:07:44: Ich glaube, dass ich einfach richtig viele Jahre aggressiv hier feiern war.
00:07:48: Also wirklich von, ich glaube so von, keine Ahnung, weiß ich nicht, auf jeden Fall früh.
00:07:53: Und als ich irgendwann gesagt habe, boah, diese ganze Feierei, es macht einfach keinen Bock mehr.
00:07:58: Man sieht nichts Neues mehr, es ist irgendwie durchgespielt.
00:08:01: Langweilig.
00:08:01: Das
00:08:01: ist auch irgendwann immer noch das Gleiche.
00:08:03: Genau.
00:08:03: Und du bist so krass unproduktiv, du bewegst dich nicht mehr voran irgendwie, wenn du wirklich drei, vier ... In Berlin, du hast ja auch so viel Potenzial feiern zu können.
00:08:11: Du kannst ja jeden Tag kannst du was machen.
00:08:14: Und als ich das aufgehört hab, ist, glaub ich, einfach so ... Ganz viel von meiner Persönlichkeit hat so in dieses Feierleben reingehört, genau.
00:08:24: Und das war so eine voll die Stütze, also einfach ein Teil von meiner Persönlichkeit mit der Zeit schon.
00:08:29: Und dadurch, dass das weg war, hatte ich irgendwie Platz für Neues.
00:08:33: Und, weiß ich nicht, ich hab dann, glaub ich, irgendwie, ich hatte dann auch relativ schnell eine Freundin, mit der war ich anderthalb Jahre zusammen.
00:08:41: Hatte die Einfluss da drauf?
00:08:42: Die war in einem ähnlichen State, dass sie auch gerade aus dieser Feierphase rausgekommen ist, sozusagen.
00:08:49: Und wir haben das so zusammen dann irgendwie gemacht.
00:08:51: Und so, und irgendwie dazwischen muss es passiert sein.
00:08:55: Einmal sehen, weil ich einen Kern entdeckt
00:08:57: habe.
00:08:57: Aber ich hab auch dann angefangen ... Vorher hatte ich mal in der Gastdroge gearbeitet und dann bin ich zu einer Marketingagentur gegangen und die war komplett Frauendominiert.
00:09:06: Mein erster Officejob, wir waren, glaube ich, achtzig Prozent weiblich so und vielleicht hat es auch mit reingespielt, ich weiß es nicht genau.
00:09:15: Wie lange hast du in der Gastdroge gearbeitet, was hast du gemacht?
00:09:17: Gastro?
00:09:19: Also ich habe, glaube ich, richtig früh generell angefangen zu arbeiten, ich glaube mit vierzehn oder sowas sind wir das erste Mal zum Bäcker gelaufen in den Sommerferien.
00:09:28: Wir würden gerne für euch arbeiten mit meinem jetzigen Mitbewohner.
00:09:32: Da war kein erwachsener Mensch in dem Laden, sondern nur Jugendliche.
00:09:35: Die waren so, okay, mach mal Probearbeit, dann haben wir sieben Tage da.
00:09:39: Nach sieben Tagen kamen die erst mal jemand Erwachsenes rein.
00:09:41: Die Person war so ... Okay, ich hab gehört, ihr habt gut gearbeitet.
00:09:44: Ihr könnt anfangen, hier ist euer Arbeitsvertrag, fünf Euro die Stunde.
00:09:48: Beim
00:09:48: Bäcker.
00:09:48: Fängt
00:09:48: man ja nicht so ultra früh an, so vierunddreißig aufstehen.
00:09:52: Das ging
00:09:52: damals, glaub ich, noch.
00:09:53: Aber auf jeden Fall, wir haben fünf Euro gesehen und sind gegangen.
00:09:56: Das war insane.
00:09:57: Fünf Euro pro Stunde ist unglaublich.
00:09:59: Weil
00:09:59: du Minderjährigen keinen Mindestlohn hast.
00:10:01: Hör mir auf.
00:10:03: Nee, da, dann war ich beim Eisladen, dann war ich in einem Biergarten, dann war ich noch länger in einem Biergarten, dann war ich in einem Restaurant.
00:10:10: Also bis, ich weiß nicht, ich hab locker vielleicht fünf Jahre Gastro gemacht, verschiedene Sachen.
00:10:15: Ja.
00:10:16: Ich find das formt einen Menschen auch.
00:10:17: Also du lernst auch irgendwie so Menschen einzuschätzen.
00:10:20: Ich glaub, was viele von mir zum Beispiel, ich glaub, ich hab's mal angeteasert, ich hab meine Ausbildung bei McDonald's gemacht.
00:10:26: Oh,
00:10:26: crazy, so was.
00:10:27: Ich bin Fachmann für Systemgastronomie ausgelernt, so Restaurantleitung, so ein bisschen kaufmännische Ausbildung hinter so.
00:10:35: diesen ganzen Ketten, also Burger King, McDonald's, ich glaub jetzt hier gerade Namen, die wahrscheinlich nicht genannt werden dürfen, gepiebt werden, aber ich hab da eine Ausbildung gemacht und ich bin von da aus dann, ich hab die zweieinhalb Jahre gemacht, ich hab ein halbes Jahr verkürzt und bin dann in das richtige Restaurant leben gegangen.
00:10:55: und du lernst so krass mit Menschen umzugehen und ich glaub, wenn ich jetzt so viel mit so diesen... maskulieren Charaktereigenschaften, du setzt halt irgendwie so eine Rolle auf, dass du so alles, also du zeigst den Menschen irgendwie auch nicht deine Gefühle so mäßig, weil ich muss sagen bei mir zum Beispiel, wenn ich jetzt so überlege, wann hat das bei mir angefangen, dass ich nachdenklicher geworden bin und dass ich auch so, also keine Ahnung, ich muss ehrlich sagen so, da würden jetzt vielleicht viele sagen, das ist so dieses Nichtmännliche, aber ich... Erwisch mich, glaube ich, so, ich bin ein bisschen, also schon ein Sensibelchen, würde ich sagen.
00:11:37: Also mindestens alle zwei Tage, ich bin da und ich nehme mir so diesen Moment, wo ich dann auch das Bedürfnis habe, einfach zu weinen.
00:11:43: Und das ist jetzt nicht irgendwie, weil ich traurig bin, sondern weil ich einfach merke, da sind Emotionen einfach, die ich zulassen möchte.
00:11:49: Und durch die Gastronomie... kommst du gar nicht in dieses Momentum rein, weil, wenn du einen beschissenen Tag hast, wenn du verkartert bist, wenn du gerade, keine Ahnung, wenn du jetzt irgendwie ein Break-up hast oder so, und du musst halt vor den Leuten performen.
00:12:02: Naja, unser Lächeln und weiter, diese Maske.
00:12:04: Lächeln
00:12:04: und du hast die ganze Zeit diese Maske.
00:12:06: Und ich glaube, dass das unter anderem, also ich habe ein Thema so, nach zweieinhalb Jahren habe ich so ein krasses Thema, Panikattacken und Angststörungen und sowas gehabt.
00:12:14: Ich habe einfach auch in den Spiegel geguckt und gemerkt, egal.
00:12:17: Also... Du weißt, dass du viel Emotionen in dir hast, aber du lässt die nicht zu.
00:12:22: Und dass du durch die Arbeit findest, ich hab fast achtzehn Stunden die Woche gearbeitet.
00:12:25: Also ich hab da Ausbildung gemacht und bin dann noch zusätzlich im Restaurant gewesen.
00:12:28: In einem anderen hab da Nachtschichten und so was noch geklappt.
00:12:31: So Geburtstag, Jubiläen, dann auch manchmal Allerkart gearbeitet und so was.
00:12:36: Und irgendwann hab ich den Spiegel irgendwie so, kannst du nicht mehr, ne?
00:12:39: Also ich hab dann auch, also leider ... dann noch vier Jahre weiter in der Gastroge arbeitet.
00:12:45: Aber da fing das so an, dass ich zum Beispiel gesagt hab, okay, ich muss ein bisschen mehr zu meinen Emotionen stehen und das auch nach außen hinleben.
00:12:51: Und wenn du da einmal so einen Punkt hast, dass du so zu dir selbst stehst, merkst du auf einmal, wie ungesund und wie schwierig manche Freundschaften sind, die du so aufrechter hältst, wo dich einfach nicht wohlfühlt in solchen Gesprächen.
00:13:06: Komplett.
00:13:08: Ja.
00:13:10: Ich find, dieses Weintema ist voll spannend.
00:13:13: Weil's, glaub ich, voll der gute Katalysator, voll das gute Ventil.
00:13:18: Voll das gute Ventil, Emotionen rauszulassen.
00:13:21: Ich hab ein richtig krasses Problem damit zu weinen.
00:13:23: Ich weiß nicht, warum.
00:13:24: Ich hab als Kind supervier geweint.
00:13:26: Ich hab's auch als Mittel benutzt, wenn ich nicht in die Schule wollte.
00:13:29: Ich hab auch Schmerzen.
00:13:31: Keine Ahnung.
00:13:33: Aber irgendwann, da ging's nicht mehr einfach so.
00:13:35: Von zwölf bis, ich glaub ... Ich hab es einfach nicht geschafft zu weinen.
00:13:40: Keine Ahnung, ich hab's auch die ganze Zeit wirklich aktiv versucht, wenn's mir einfach scheiße ging.
00:13:44: Krass, okay.
00:13:45: Aber es ging einfach nicht.
00:13:46: Und dann, ich glaub, das erste Mal bei meiner zweiten Beziehung, mein Break-up, da ist einmal komplett rausgebrochen.
00:13:54: Und seitdem vielleicht so dreimal, noch einmal bei einem sehr guten Anime, Namens Your Life in April, wow.
00:14:01: Ich
00:14:02: check menschlich die Anime gucken, die ist so krass, sorry.
00:14:06: Ich weiß nicht, ob wir damit jetzt anfangen
00:14:07: wollen.
00:14:07: Nein, lass es nicht auf, ich hab das schon sehr oft gehabt.
00:14:10: Aber es passt zum Thema.
00:14:12: Weil Anime beleuchten sehr krass, die erzählen die Geschichte noch mal anders als so typische westliche Serien und Filme.
00:14:19: Ja, checken.
00:14:20: Weil die sehr viel mehr auf Emotionen auch eingehen, die erzählen ja auch vom Willen.
00:14:23: vom Antagonisten immer die ganze History und du bist so, oh mein Gott, du hast ein ganzes Dorf getötet.
00:14:27: Aber ich check dich ein bisschen.
00:14:31: Nee, auf jeden Fall das, das und dann irgendwie noch mal bei dem Breaker von der Freundin danach.
00:14:36: Und ich kann es aber immer noch nicht so gut.
00:14:39: Und ich würde das gerne besser können, weil ich hab einfach jedes Mal gemerkt, wie gut mir das tut.
00:14:43: Also...
00:14:44: Es ist wie du sagst, ein Katalysator.
00:14:46: Also ich merk auch, dass ich mich danach irgendwie so ein bisschen freier fühle.
00:14:49: Aber hast du... Also wenn ich das jetzt so sagen, wenn das jetzt bei mir jetzt gestern Abend, keine Ahnung, ich habe Sumania geguckt.
00:14:55: Und ich finde zum Beispiel so Disney-Filme gucke ich halt unfassbar gerne.
00:14:59: so, weil ich, ich kann es halt jedem empfehlen, jedem Erwachsenen sich nochmal Disney-Filme so anzuschauen, die halt früher ganz cool war, weil die haben immer, da ist irgendwo immer so ein Kernwahrheit drin, den die mit verpacken, so den kannst du den Checken-Kinder vielleicht jetzt nicht, so die sehen dann halt einen Drachen, der durch die Gegend fliegt und so was.
00:15:19: Ich find das total cool, aber wenn ich immer, wenn ich so ein Film geschaut habe, merk ich so am Ende, Alter krass, das ist schon deep.
00:15:27: Also es geht halt immer irgendwie um gesellschaftliche Themen.
00:15:30: Du wirst Anni mehr lieben.
00:15:32: Ja, das Problem bei mir ist, ich bin so ein Ultra-Junkie, was so Serien angeht, so was.
00:15:37: Ich hab mal angefangen, ein Routor zu gucken.
00:15:40: Und dann ist ein ganzes Wochenende vorbei, wenn ich war so, nee, komm, ey, du kannst... Ich weiß auch nicht irgendwie meinen Kopf, wenn ich so die ganze Zeit so dieses animierte sehe und dann sitze ich in so einem Raum mit Menschen und denke, das ist alles so ein bisschen so real gerade, weil ich dann echt wirklich so deep dive reingehe und so Serien komplett durchsuche.
00:15:56: Aber bei Disney ist er auch animiert.
00:15:58: Auch genau das
00:15:58: gleiche, also ich habe es auch gestern gemerkt.
00:16:01: Mein Sonntag war sehr verkartert so, dann habe ich ... Also, ich verkartet wenig Schlaf einfach und hab dann den ganzen Tag Filme geguckt.
00:16:09: Ich hab auch bald geguckt.
00:16:10: So ein Hund.
00:16:11: kennst du diesen
00:16:12: Hund?
00:16:12: Süß, ja.
00:16:12: Natürlich hab ich jetzt kennengeliebt.
00:16:14: Auch
00:16:15: mit dem Blitz.
00:16:15: Ja, selbst
00:16:16: hundert Prozent.
00:16:17: Und um auf den Punkt zu kommen, weil ich glaube, ich finde, hier kann man auch so ein bisschen diesen Kreis schließen zu diesen Quarter-Life-Crisis.
00:16:25: Weil da hab ich gestern drüber nachgedacht.
00:16:28: Ich saß da und zum Beispiel jetzt auch bei Somania ein bisschen geweint.
00:16:31: Und als das mit Bolt war, wo die dann am Ende so in ihrem Garten spielen, konnte ich mich auch krass wiedersehen, weil ich auch so ein Hund habe.
00:16:38: Und ich glaube, was halt, also das ist so eine These von mir, was einem richtig helfen kann, ist irgendwie zu versuchen, dieses Kind in dir, also jetzt, wir können jetzt hier innerchild und ein bisschen dieses Heilen und so was drüber reden.
00:16:56: Aber ich ... merke super häufig, dass wenn ich Sachen mir erlaube, die ich mir als Kind zum Beispiel nicht erlaubt habe, oder Sachen, die so ... Ich weiß nicht, ich lag im Bett, ich hatte einen Burger bestellt und hab Disney geguckt.
00:17:09: Und war so, Alter, irgendwie so, mein kleines Kind in mir freut sich gerade voll.
00:17:13: Das ist so richtig happy und denkst, ja, Disney auf einen Sonntag und so.
00:17:18: Und ich merke so diese Momente, wo ich dann wirklich weine, so, das sind immer Momente,
00:17:25: wo ...
00:17:26: Wo sich so mein inneres Kind, mein kleiner Daniela so ein bisschen, sich total freut, dass er das so mitnehmen kann.
00:17:34: Ich sage auch immer so, man ist immer so die Summe seiner Erfahrungen und irgendwie so ein kleines Kind drinne.
00:17:39: Und ich glaube, das ist das, wofür man die Zwanziger richtig gut nutzen kann, weil du hast noch nicht so krass den Anspruch, dass irgendjemand neuer so Eltern fangen zwar schon an mit Enkelkindern und sowas.
00:17:51: Ein paar Freunde kaufen sich ein Haus und so, da gibt's immer so ein paar Leute, die schon so aus dem Raster fallen.
00:17:56: Weil ich glaub, das ist so das perfekte ... der perfekte Zeitraum, um sich um sein inneres Kind so ein bisschen zu kümmern, genau.
00:18:05: Ich glaub,
00:18:06: auf jeden Fall.
00:18:07: Auf jeden Fall.
00:18:07: Also, dass man sich das ... dass man sich das beibehalten soll.
00:18:10: Ich wurde früher dafür immer so ein bisschen gefrontet, wenn ich so ... zum Beispiel Anime, als ein Beispiel, zum Beispiel in der Route, ist ja auch so erst mal von außen Kinder-Serie sozusagen.
00:18:21: muss ich mir auch öfter anhören.
00:18:23: Ja, das ist doch nicht mehr zwölf, ne?
00:18:25: Jetzt mach ich mal hier, die ist das.
00:18:27: Aber es sind einfach Vibes.
00:18:28: Man muss sich das einfach mal gönnen, so hundert Prozent.
00:18:31: Und ich find's spannend, was du grade gesagt hast von ... mit, wenn du weinst, dass es dann Momente sind, in denen du so dein inneres Kind fühlst, was grade irgendwie einfach sein darf.
00:18:42: Und jo, ich hab schon frei, ich kann mir Burger bestellen und gelotzen.
00:18:46: Das ist vielleicht ein guter Punkt.
00:18:48: Vielleicht kann ich das für mich auch selber mit reinnehmen.
00:18:50: Einfach Situationen nachahmen.
00:18:53: Also nicht extra nachahmen, aber ...
00:18:54: Aber sich selber gönnen.
00:18:56: Ja, sich selber gönnen und auch ... ich weiß nicht, wie viele Leute sich da so ... wiedersehen, was so Panikattacken und so was angeht.
00:19:04: Das ist immer so, bei mir ist es die Angst vor der Angst.
00:19:07: Und
00:19:07: einfach so
00:19:09: zu verstehen.
00:19:11: Ich hab irgendwann, dass diese Angst, wenn ich zum Beispiel draußen bin oder so, viele Sachen, wo diese Panik aufkommt, ist dann so ein bisschen dieses, ich will das jetzt nicht zulassen.
00:19:22: Ich will jetzt nicht, dass irgendwelche Leute sehen, dass mir irgendwas passiert oder so was.
00:19:24: Und ich will diese Angst gerade nicht überhand nehmen lassen.
00:19:31: Und ich weiß gar nicht, ich glaube, es war ein Buch von Stefanie Stahl, was ich gelesen hatte.
00:19:35: Und das
00:19:36: ist die mit des Kindes, die ihr muss heimachen?
00:19:37: Genau.
00:19:38: Und ich glaube, sie spricht davon, dass du es wie so ein kleines Kind sehen soll, was quasi auf einer Spielwiese ist.
00:19:48: Und da so die ganze Zeit spielt.
00:19:50: Und dann kommt es so an dich ran, in dem Moment, wo du dann so mäßig Angst bekommst, weil da irgendwas hochkommt.
00:19:56: Und es will in dem Moment einfach gesehen werden.
00:19:58: Und ich glaub, so dieser Vergleich mit dem kleinen Hund ist noch so ein bisschen besser, weil wenn du den Hund ignorierst, dann wird der immer lauter und immer lauter und der will dann ... Nimm dieses Kind einmal kurz und lass es einmal zu.
00:20:09: Lass es mal eben kurz sein und ich sag, wie es ist, sei dich so darüber denke und sag so, okay, du willst grad die Aufmerksamkeit haben, du bekommst jetzt die Aufmerksamkeit, ne?
00:20:19: Dass sich das Kind die Angst so ein bisschen gesehen fühlt.
00:20:24: Gibt's den Moment, lässt es zu und dann flacht es so viel schneller ab, als, wie jetzt keine Ahnung, vor vier Jahren oder so was, wo ich damit gar nicht klar gekommen bin.
00:20:34: Ich
00:20:36: glaube, vieles, was so Kopfschmerzen heutzutage bereitet, sind wirklich so unaufgearbeitete Sachen von, von früher so.
00:20:46: Und ich kann nur jedem empfehlen, auch dir, dieses sich zuzutrauen, zu weinen.
00:20:55: Und das ... da wirklich mal so richtig ... richtig reinzugehen.
00:20:59: Aber ja.
00:21:00: Ja, aber die Frage ist wie.
00:21:01: Aber das ist, glaub ich, schon mal ein guter Call.
00:21:03: Weil ich kenn's zum Beispiel gar nicht von Panikattacken.
00:21:05: Ich hatte, glaub ich, einmal in meinem Leben eine Panikattacke.
00:21:07: Wo ich aber auch wirklich gar nicht checke, woher die kamen.
00:21:09: Ich war einfach irgendwie im Supermarkt und auf einmal ... irgendwie so Atmung.
00:21:12: Und dann bin ich einfach kurz weggeklappt.
00:21:14: Aber
00:21:14: das war's.
00:21:14: Also, es angekippt einfach,
00:21:15: oder was?
00:21:16: Ja, aber ... kann auch einfach kreislos zusammen.
00:21:18: I don't know.
00:21:19: Whatever.
00:21:21: Nee, aber so Panikattacken glaube ich bisher nicht.
00:21:23: Aber ich kenn halt dieses ... Wenn du eigentlich schon so einen riesigen Gefühlsklotzball in dir drin hast, den man eigentlich perfekt raushäulen könnte, aber er geht nicht weg.
00:21:32: Der staut sich an und du kriegst eine eklige Brust und es zieht sich zusammen.
00:21:37: Aber dann kann ich es eben nicht raushäulen.
00:21:39: Aber da ... mal so ranzugehen, wie du es gerade erklärt hast, ist vielleicht ein ganz smarter Way.
00:21:45: Ich frag mich auch, ob das bei mir einfach so verankert ist von früher, dass man nicht weinen darf sozusagen.
00:21:49: So ein Stärke irgendwie
00:21:50: stark sein soll.
00:21:51: Genau, aber mittlerweile hab ich es ja eigentlich nicht mehr drin.
00:21:53: Also, mittlerweile hab ich es mindestens bewusst nicht mehr drin.
00:21:55: Vielleicht ist es unterbewusst noch drin, und deswegen ... aber ... nee, dem Kind mal nur eine Umarmung geben oder beziehungsweise das einfach zulassen.
00:22:04: Das ist erst mal ein guter Call.
00:22:07: Womit wirst du denn ... sonst so konfrontiert.
00:22:09: Also das sind ja jetzt schon so Themen, wo also keine Ahnung jetzt nichts gegen meinen Vater, aber wenn ich den jetzt so hier hinsetzen würde, der würde sagen, raff dich mal so mäßig aufgehen.
00:22:17: Also das ist so diese Generation, diese so, worüber sprichst du ja gerade.
00:22:21: Ich habe letztens auch ein Podcast Ausschnitt gesehen,
00:22:25: wo einer meinte
00:22:25: so, ich ... hat mein Vater mal so versucht, mit ihm so ein bisschen ernster zu reden und über Depressionen und sowas zu reden.
00:22:34: Man fühlt sich da nicht, also er hat gefragt, was sind Depressionen, weil er das so angesprochen hat.
00:22:37: Und dann meinte er so, ja, das ist, wenn man sich so nicht so wohl in seinem Kopf fühlt.
00:22:40: Und dann sagt er so, Bruder, ich war in drei Ländern irgendwie unterwegs und habe mich auch nicht wohl in meinem Kopf gefühlt.
00:22:45: Ich bin immer noch hier so raffig mal so.
00:22:47: Die Generation hat ja so gar keinen... Zugang dazu.
00:22:50: Ja, man ist auch step-by-step.
00:22:51: Also, glaub ich nicht.
00:22:53: Meine Mama ist Psychologin.
00:22:55: Und ihr ... also, mein Stiefvater, ihr Mann, der ist ... mein Stiefvater, ihr Mann, der ist ... zum Beispiel superemotional, kompetent.
00:23:06: Und der ist ... also, weiß ich nicht, mit dem kann ich perfekt reden.
00:23:10: Mit meiner Mama kann ich perfekt reden.
00:23:12: Großeltern, da wird's schon schwieriger, lieb ich auch über alles.
00:23:16: Und ich kann auch mit meiner Oma supergut reden.
00:23:18: Ähm, das ist noch mal natürlich ein anderes Bewusstsein, ne?
00:23:22: Andere Generationen, Psychologie war damals, glaub ich, auch noch nicht so angesehen.
00:23:27: Nee,
00:23:27: du bist immer ein komischer Mensch gewesen, wenn du zur Therapie gegangen bist.
00:23:30: Genau,
00:23:30: aber auch wenn du studiert hast.
00:23:31: Also, meine Mar musste sich, glaub ich, auch verteidigen sozusagen.
00:23:35: Macht doch mal lieber was Ordentliches.
00:23:36: Heute ist es ja schon fast mit Medizin irgendwie so in einem Basket so.
00:23:42: Also es wird auf jeden Fall immer normal leer, glaube ich.
00:23:45: Aber wir sind auch in der Berlin-Bubble.
00:23:46: Das denke ich mir auch oft.
00:23:47: Weil was für mich normal ist und wie ich die Welt sehe, wie ich denke, dass zumindest Deutschland so denken könnte oder Westeuropa.
00:23:56: Das ist ja trotzdem Berlin.
00:23:58: Und wenn man dann mal rauskommt und in den Dorf, ich war letztens in Magdeburg, dann ... Mietpreise
00:24:03: sind gut da, weil da keiner leben
00:24:05: will.
00:24:06: Richtig, Döner nicht.
00:24:08: Nee, aber das war schon krass.
00:24:10: Da hab ich auch Sachen erlebt, auch so racismtechnisch, wo ich mir so dachte, alter, krass, dir wird noch, wusste ich gar nicht.
00:24:16: Ich dachte, das hier irgendwie nur ... weiß ich nicht.
00:24:19: Ja.
00:24:21: Aber Berlin ist auf jeden Fall, glaub ich, schon relativ weit.
00:24:24: Ja.
00:24:25: Also, man ... Wir sind schon sehr kritisch auch hier und es ist auch genau richtig und man muss ja auch so ... ... Muster aufbrechen und sagen, weiter geht's und so.
00:24:34: Aber ich glaube, wir sind schon im Vergleich zu vielen anderen Orten schon relativ weit.
00:24:38: Aber es muss noch weiter.
00:24:39: Ich glaube tatsächlich ... ... es ist dein Umkreis, den du halt so um dich herum geschaffen hast, der so ... Also ... Ich bin zum Beispiel glücklicherweise keiner, der irgendwie ... ... krass irgendwie in seinen Kommentaren zum Beispiel spreche auch über solche Themen manchmal.
00:24:55: Ich komm nie in diesen Algorithmus rein, wo Harald, Fürzig, Klemmtner...
00:25:02: Ach so in deinen Kommentaren dann?
00:25:03: Der ist
00:25:04: gar, ich hab
00:25:04: die
00:25:05: gar nicht bei mir drin, weil das wäre nämlich jetzt meine nächste Frage gewesen, du hast jetzt darüber gesprochen, die Leute um dich herum sind so schon dann so hardwarming einfach, dass du, dass die so Verständnis dafür aufzeigen.
00:25:14: Hast du irgendwelche Konfrontationen bisher so auf Social Media erlebt, wo das... wo du dafür so angeprangert wurdest, dass du halt diesen modernen Mann quasi in seiner Maskelinität zeigst.
00:25:27: Ja, safe.
00:25:27: Also unter diesem viral Video waren ja dumm viele Kommentare und da, also ich glaub, da waren auch ninety-fünf Prozent einfach nur positiv und Leute waren richtig, richtig cool.
00:25:36: und auch meine Community bin ich richtig happy, was ich so für die Amps bekomme.
00:25:40: Die Leute sind einfach nett, irgendwie.
00:25:43: Aber fünf Prozent ... waren auch so, ich glaub, du stehst eher auf Typen, vielleicht liegt's da dran.
00:25:50: Also, das einmal als so ein Ding, was kommt.
00:25:53: Und ansonsten auch so ein ... Boah, weiß ich nicht.
00:25:57: Ja, die wird halt einfach vielleicht dann vorgeworfen, zum Beispiel, dass es nicht ernst gemeint ist.
00:26:03: Oder dass es ... Boah, ist Social Media, du bist ja auch Selbstdarsteller irgendwie.
00:26:10: Aber eigentlich grüßenteils in einen.
00:26:12: Grüßenteils muss ich wirklich sagen, nein.
00:26:13: Gar nicht, ne?
00:26:14: größtenteils coole Menschen, die kommentieren, die schreiben, paar Idioten sind immer dabei.
00:26:20: Oder Leute, die's einfach nicht checken.
00:26:22: Aber das ist auch voll in Ordnung.
00:26:24: Musste drüberstehen, ne?
00:26:25: Tue ich aber auch.
00:26:26: Ja.
00:26:27: Marc Aurel, kennst du?
00:26:29: Hast du Buch gelesen?
00:26:30: Hier Selbstbetrachtung?
00:26:31: Nee.
00:26:32: Große Empfehlung.
00:26:35: Ein Stoiker, ein großer Stoiker, der Philosoph ... Römischer Kaiser, der hat ganz viel gesagt.
00:26:42: Marc
00:26:43: Aurel.
00:26:43: Ja, doch, hab ich schon gesagt.
00:26:45: Genau.
00:26:45: Und der zum Beispiel, also, ein Call von ihm ist, du kannst das Außen nicht verändern.
00:26:51: Du kannst nur verändern, wie du selbst mit den Sachen umgehst.
00:26:53: Ja,
00:26:53: hundert-ein.
00:26:55: Und Instagram-Kommentare ist jetzt ein sehr kleiner Punkt, sozusagen.
00:26:57: Aber es, genau, also, das funktioniert da halt auch genauso.
00:27:01: Also ... Es ergibt einfach Sinn, darüber zu stehen.
00:27:04: Wie
00:27:04: du die Welt siehst, die Wahrnehmung, welche Brille du dir aufsetzt und
00:27:11: so.
00:27:11: Man kann sich über alles aufregen und man kann auch alles so dann hochheben und man kann sich auf diese fünf Prozent konzentrieren und sagen, okay, keine Ahnung, die Welt ist jetzt so und so, aber ich konzentriere, also ich versuche mich dann eher auf die ninety-fünf anderen Prozent zu konzentrieren.
00:27:24: Nein,
00:27:24: also sag ich komplett bei dir.
00:27:26: Es gibt Menschen mit Hirn, wo wir uns stressen.
00:27:29: Ich sage immer, wenn du morgens früh aufstehst, kannst du dir tausend Dinge aufzählen, die dir den Tag scheiße bauen.
00:27:35: Du kannst ja aber auch tausend Sachen aufstellen, also aufzählen, die halt dafür sorgen, dass du mit einem Lächeln aus dem Haus rausgehst.
00:27:40: Scramming
00:27:41: ist so so wichtig.
00:27:42: Es ist
00:27:42: wirklich unfassbar wichtig.
00:27:43: Du kannst richtig viel damit machen.
00:27:45: Ja, du hast jetzt über Quarter-Life-Crisis, haben wir jetzt viel geredet.
00:27:50: Ich hoffe, die Leute können sich da so ein bisschen wiederfinden.
00:27:55: Anderer Punkt bei dir ist auf jeden Fall Travelzone.
00:27:58: Also ich hab jetzt bei dir das mit den Dolomiten gesehen.
00:28:01: Du hast jetzt letztens noch mal erzählt, dass du einfach nach Süditalien oder wo bist du hingefahren?
00:28:07: Nee,
00:28:07: leider bist du nicht in Süden geschafft.
00:28:10: Ich wollte nach Portofino unbedingt.
00:28:12: Einmal wegen des Lides und einfach weil ich weiß nicht, ich hatte so eine romantische Vorstellung.
00:28:18: Das war nach dem letzten Break-up vor anderthalb Jahren oder sowas.
00:28:23: Also das war so, glaube ich, meine erste richtige Reise alleine.
00:28:25: Das war eben nach dem, also anderthalb Jahre Beziehung und ich habe gemerkt, okay, ich bin aus der Beziehung rausgekommen und mir ging es einfach nur richtig, richtig arsch.
00:28:34: Wir waren auch noch im gleichen Gym, auch noch in der gleichen Uni.
00:28:37: Ah, okay.
00:28:38: Also, man hatte irgendwie trotzdem noch seine Schnittpunkte.
00:28:41: Was studierst du, wenn ich fragen darf?
00:28:42: Business Administration, BWA, weil ich sonst keine Ahnung hab.
00:28:48: Nee, und ich hab gemerkt, dass die größte Angst, die ich hatte nach diesem Breakup, war wirklich so Einsamkeit und das Gefühl von alleine sein.
00:28:57: So, wirklich irgendwie ... Keine Ahnung, du bist es so gewöhnt.
00:29:01: Du hast immer eine Person um dich rum.
00:29:03: Du hast einen sicheren Hafen, Safe Space.
00:29:06: Und wenn der auf einmal wegfällt, dann so meine Marmen wohnen auch nicht mehr in Berlin.
00:29:10: Also, keine Ahnung, irgendwie so ein bisschen isoliert habe ich mich gefühlt und habe gemerkt, okay, warum habe ich so Schiss davor, alleine zu sein?
00:29:18: Brauche ich ja eigentlich gar nicht.
00:29:19: Ich weiß ja, dass ich es kann.
00:29:20: Hast du
00:29:21: es bis jetzt geschafft?
00:29:22: auf jeden Fall?
00:29:22: Genau.
00:29:23: Ich
00:29:23: habe es schon mal geschafft, es muss irgendwie irgendwas falsch gerade verkabelt sein.
00:29:27: Warum habe ich da vor Angst?
00:29:28: Und dann habe ich gesagt, okay, dann gehe doch irgendwo hin, wo es schön ist.
00:29:32: Und ich hatte noch die Möglichkeit, mir eine alte Schrottkarre auszuleihen von meinem Onkel.
00:29:38: Und das war so ein alter Matz da.
00:29:40: Und dann habe ich gesagt, okay, ich habe genug Geld für Tank.
00:29:43: Ich fahre jetzt runter nach Italien und mache jetzt einfach ein Solo Roadtrip.
00:29:46: Ich hab richtig Bock auf Roadtrip.
00:29:47: Ich liebe, das lange Auto zu fahren.
00:29:48: Ich liebe, das Musik dabei zu hören.
00:29:50: Italien ist schön.
00:29:51: Es ist Sommer.
00:29:52: Zack, ab dafür.
00:29:53: Und dann hab ich das gemacht und war zwei Wochen unterwegs, glaube ich, ein bisschen länger.
00:29:57: Ich weiß grad gar nicht mehr genau.
00:29:59: Aber das war einfach nur richtig, richtig schön.
00:30:02: Natürlich hast du auch diese Momente, wo du halt alleine bist und wo du dich auch manchmal einsam fühlst.
00:30:09: Aber ... Das, was ich immer sage, was mein größtes Learning daraus war, ist, dass ich halt nicht alleine bin, sondern mit mir.
00:30:18: Und das war so ein schönes Learning zu haben.
00:30:22: Du lernst ja auch dann Leute kennen unterwegs.
00:30:24: Wenn du möchtest, du kannst aber auch einfach mit dir sein.
00:30:28: Weiß ich nicht, das war einfach toll, hat mir richtig gut gefallen.
00:30:31: Und dann wollte ich das irgendwie wieder machen, wollte ich wieder weg.
00:30:36: Jetzt muss ich die Zeitreihe irgendwie auf die Kette kriegen.
00:30:40: Ähm, dann bin ich zu Silvester alleine nach Norwegen gegangen.
00:30:45: Weil meine Mama wurde in Dänemark.
00:30:47: Und da war ich über Weihnachten, dann gab's irgendwie ein Flixbus für günstiges Geld, mit dem ich acht Stunden nach Norwegen hochfahren konnte.
00:30:53: Und dann war ich in Oslo für eine Woche, war da nochmal alleine, das war auch richtig schön.
00:30:58: Ähm,
00:30:59: und dann, mein Auslandssemester in Rotterdam war ich auch wieder alleine.
00:31:04: Okay, krass,
00:31:05: das hab ich gar nicht mitbekommen.
00:31:06: Aber du bist jetzt schon sehr häufig alleine unterwegs gewesen.
00:31:09: Schon,
00:31:10: schon.
00:31:11: Aber ich hab jetzt auch richtig gemerkt, es gibt mir so richtig krass Selbstvertrauen in mich selbst.
00:31:16: Einfach, dass ich weiß, egal was kommt, ich kann es, also ich schaff.
00:31:19: Egal, was ich mir vornehme, auch alleine.
00:31:21: So, ich brauche
00:31:22: jetzt ... Das ist ganz wichtig.
00:31:23: Das ist
00:31:23: so wichtig.
00:31:24: Also Autonomität ist auch, glaub ich, eines meiner höchsten Güter.
00:31:28: Auch was mich vielleicht ... was so ein Bindungsproblem von mir darstellen kann für Beziehung.
00:31:34: Dass ich Angst habe, meine
00:31:37: Autonomität zu verlieren.
00:31:38: Dankeschön.
00:31:38: Ähm, genau.
00:31:41: Aber ja, dann noch mal Rotterdam.
00:31:42: Das war auch richtig toll, weil ich hab gemerkt, ich hab richtig viel gearbeitet.
00:31:46: Sport gemacht und durchgezogen und hatte nicht so dieses typische Auslandssemester, wo du die ganze Zeit Party machst und dir Rasmus laufen.
00:31:53: Sondern war einfach wirklich so locked in sozusagen, aber auf eine coole Art und Weise.
00:31:58: Es hat richtig Spaß gemacht.
00:32:01: Und ja, dann bin ich wiedergekommen und hab ... ja, dann wollte ich wieder weg eigentlich relativ schnell aufgemerkt.
00:32:09: Ich glaub, das ist auch wichtig, dass man das so ein bisschen ... Ich kann jeden da draußen auf jeden Fall auch den Tipp mitgeben.
00:32:15: Break up, auf jeden Fall direkt gucken.
00:32:17: Kriegst du es, also du musst direkt lernen, das was du gesagt hast, dass dein Glück nicht abhängig ist von anderen Personen.
00:32:25: Das ist krass, ne?
00:32:26: Das
00:32:26: ist so dieses ... Du bist vom Pferd runtergefallen, du musst direkt wieder aufsteigen, aber nicht auf diese Art und Weise, dass du jetzt direkt jemand anderen datest, um wieder in diesen, ich sag's jetzt mal, Teufelskreis ist kein Teufelskreis, aber da wieder reinzukommen.
00:32:38: Dieses wirklich, ich bin in der Lage, alleine mein Leben hinzubekommen und ich bin auch in der Lage, alleine glücklich zu sein.
00:32:44: Also, das würde mich nämlich interessieren, ich hab, nachdem ich deine Videos gesehen hatte, hab ich... Wirklich, ich hab kurzerhand, ich war eine Woche später, ich weiß nicht mehr ganz genau, was für ein Video ich da gesehen habe.
00:32:58: Aber ich bin ... eine Woche später gefühlt am Gardersee gewesen.
00:33:03: Weil ich einfach gesagt habe
00:33:04: ... Was für ein Video war das?
00:33:07: Ich kann es gar nicht, ich weiß es gar nicht.
00:33:09: Es war dieser gesamte Vibeinfach von diesem ... über dieses Alleine-Sein und über dieses ... Du und Ruben, ihr macht das einfach, ihr macht das, ihr macht das Geistkrank.
00:33:19: gut, wirklich.
00:33:20: Also, wenn ich mir diese Videos ergrüchte, dann holt einfach was bei mir raus.
00:33:23: Ich war so, ja, die haben Recht, man muss einfach mal raus und man muss einfach mal sich alleine trauen und so was.
00:33:28: Und ich, ich, ich war am Gardasee und ich habe eine richtig coole Erfahrung direkt am ersten Abend gemacht.
00:33:33: Deswegen, ich will das ja auch gerne mal, wie so dein erster Clash mit anderen Menschen war, weil ich wollte alleine essen gehen.
00:33:40: Ja.
00:33:41: Und ich war ... In dem Hotel, ich bin angekommen.
00:33:44: Ich bin da noch nicht geflogen.
00:33:46: Ich bin mit einem Zug, dreizehn Stunden unterwegs gewesen und so was.
00:33:50: Und war dann an einem Restaurant und dachte mir so, boah, jetzt gönnst du dir erst mal richtig geil was zu essen.
00:33:54: Du bist jetzt alleine, erst mal Urlaub, Italien, erst mal Italien.
00:33:57: Ich war so, ich bin durch die Straßen gegangen.
00:33:59: Ich war so, die Menschen, die sind alle so glücklich und die haben mich alle gegrüßt.
00:34:03: Die haben auch so ein bisschen diese Symbiose.
00:34:05: Auch bis in Italo haben die gemerkt, dass Italierda in unserem Kreis ist.
00:34:10: Das war so, ich bin ausgestiegen aus dem Zug und ich war direkt so, hier fühle ich mich wohl.
00:34:14: Ich bin alleine essen gewesen und es hat angefangen zu regnen.
00:34:18: Und draußen war so eine Familie und Freunde, so eine Freundesgruppe und Familie mit Kindern.
00:34:25: Das waren insgesamt acht Leute oder so.
00:34:28: Und ich habe wegen dem Regen ... weil es so ein bisschen angefangen hat zu nieseln, einen Tisch bekommen, wo rein theoretisch hätten sechs, sieben Leute dran sitzen können.
00:34:36: Ja.
00:34:37: Ich saß aber alleine da.
00:34:38: Ja.
00:34:39: Und es hat angefangen zu reden, ich habe gesehen, wie die Leute so rankommen und dann haben die, die kam aus Südtirol oder sowas, glaube ich, und haben dann da Urlaub gemacht und ich habe die so gesehen und ich war so, ey, ich habe mich einfach, ich war einfach so, ja, lasst sie jetzt da stehen lassen, sollen die jetzt da an einem Stehtisch hängen für eine Person und du sitzt hier um sechs, ist so, setzt euch einfach mal zu mir.
00:34:56: Ich möchte halt essen so, aber ich muss jetzt nicht dabei zuschauen, wie ihr da irgendwie an diesem Stetisch seid, so.
00:35:02: Und das war so meine allererste Konfrontation mit Menschen und ich hab da gesessen und ich hab, ich weiß nicht mal mehr gefühlt, worüber wir geredet haben, aber ich weiß, ich war da so und ich war so, ey.
00:35:14: Ach, das ist so cool irgendwie wieder so in ... Also, ich bin immer voll jealous, wenn Leute das erste Mal so diese Erfahrung machen und halt so merken, was das Leben so auf die Karte bringt, wenn du dich halt mal draußen alleine rauszugehen, so was du für Erfahrungen sammeln kannst.
00:35:27: Womit du ... Du wirst immer mit irgendetwas konfrontiert, sag ich jetzt mal.
00:35:31: Und was das ... Ich hab immer das Gefühl, das ist so ... Kennst du, alles steht kopf?
00:35:37: Ja,
00:35:38: Disney
00:35:38: mit den verschiedenen Emotionen.
00:35:40: Genau.
00:35:41: Und ich hab so richtig gemerkt, da gibt's ja diese Szene, wo dann das kleine Kind ist, das erste Mal am Freizeitpark, das kleine Kind fällt erst mal auf den Boden.
00:35:48: Und dann kommen diese Kugeln und die leuchten so auf.
00:35:50: Und das war so dieser Moment, ich saß da so und auf einmal ist so eine neue Sequenz irgendwie aufgeploppt.
00:35:56: Was war die Sequenz?
00:35:57: Dieses so traurig alleine auf Menschen wieder hinzugehen und so was.
00:36:01: Und guck, was du so für Erfahrungen hast, wenn sie selbstbewusst haben, was halt kommt.
00:36:05: Und mich würde voll interessieren, ob du dich daran erinnerst, was deine erste Situation war, als du dann, keine Ahnung, unterwegs warst und jemanden da neu kennengelernt hast, irgendwie draußen.
00:36:18: Italien
00:36:18: oder irgendwelche anderen einzelnen Reisen, die du gemacht hast.
00:36:21: Ja, in Italien war ... Das war Todeskuh, wie ich Leute kennengelernt hab.
00:36:25: Also ... Boah, da waren verschiedene Situationen.
00:36:28: Welche, welche, welche, welche will ich erzählen?
00:36:31: Ich glaub, eine der coolsten war, dass ich in so ein Airbnb gegangen bin.
00:36:34: Es war so ein großes Haus, also mehr Familienhaus.
00:36:36: Das hat einem Mann gehört, namens Oscar.
00:36:39: Oscar war siebzig Jahre alt, Italiener.
00:36:42: Seine Tochter war auch da, hat sich mit ihm zusammen um das Airbnb gekümmert.
00:36:47: Und viele verschiedene Zimmer, viele verschiedene Gäste.
00:36:51: Und Oscar hat aber Philosophie studiert in Deutschland, in Köln.
00:36:55: Das heißt, Oscar konnte fließend Deutsch sprechen.
00:36:58: Und ich hatte mir ... Drei Bücher mitgenommen.
00:37:01: Ich hatte mir der Alchemist mitgenommen.
00:37:05: Mein Lieblingsbuch,
00:37:06: by the way.
00:37:06: Ich liebe dieses Buch.
00:37:08: Und zwei Bücher von Nietzsche.
00:37:11: Der Alchemist war ich fast fertig und ich hab seine riesige Bücherwand gesehen.
00:37:14: Das ist sowieso das Coolste, wenn ich irgendjemandem zu jemandem nach Hause komme und ich sehe so eine große Bücherwand, ich bin verliebt gefühlt.
00:37:20: Ich find's so toll.
00:37:23: Genau, hab ich mir eben gesagt, guck mal, das lese ich grade.
00:37:25: Nietzsche wollte ich als nächstes.
00:37:27: Hat er eben gesagt, okay, hab Philosophie studiert.
00:37:29: Nietzsche ist vielleicht von Anfang ein bisschen harter Tobak.
00:37:31: Ja.
00:37:32: So, vielleicht ist es ein bisschen krass.
00:37:34: Ich würd dir empfehlen, warte mal, ich hab da was für dich.
00:37:37: Und dann zieht er seine lange Leiter, da lang, an seiner Bücherwand, klettert er hoch.
00:37:42: Stöbert dadurch die ganzen Bücher durch.
00:37:44: Und zieht dann für mich Martin Heidegger raus.
00:37:46: Was ist das, die Philosophie?
00:37:48: Und es ist so, ich glaub, zehn Seiten, fünfzehn Seiten.
00:37:51: Reicht manchmal aus, ne?
00:37:52: Ich
00:37:53: hab da drei Tage dran gesessen.
00:37:54: Das ist wirklich krank.
00:37:57: Aber das war schon mal so eine tolle Erfahrung, wie er mir ... Also, dadurch bin ich richtig in die Philosophie noch mal mehr reingekommen, dass mich das viel mehr interessiert hat.
00:38:07: Das hat richtig krass gecatcht.
00:38:09: Und das war richtig toll.
00:38:11: Und da hab ich ganz viele von den anderen Gästen kennengelernt.
00:38:14: Und dann war auch noch, wie heißt das, Fedagusto oder so, dieses Sommerfest in der Mitte vom Sommer in Italien.
00:38:18: Keine Ahnung.
00:38:19: Und war da noch mit am Strand.
00:38:22: Und es gibt so einen italienischen Film, der heißt die Hand Gottes, der spielte Nahpolis, die gleiche Küste.
00:38:27: Und dann saßen wir dann noch unten am Wasser und haben oft das geguckt.
00:38:31: Es war einfach nur traumhaft und perfekt und wunderschön.
00:38:34: Ich find's total interessant.
00:38:38: Das war jetzt ein alter Mann, der dir so voll viel für dein Leben mitgeben kann.
00:38:45: wie unterschiedlich da so diese Generationen sind.
00:38:47: Ich glaube jetzt, was jetzt gerade so unfassbar krass im Netz auch wieder rumhergeht, ist so, wir reden immer über so, über diese Pop-Kultur-Geschichte auch so bei uns im Links.
00:39:00: Was bewegt die Leute gerade?
00:39:02: Und dann hast du so in Italien jemanden, der dir halt mit zehn Seiten, ich sag mal bei solchen Büchern, die kannst du auch noch mal zwei Jahre später lesen und die werden was ganz anderes in dir auslösen, was die so für einen Einfluss auf dich haben.
00:39:13: Und dann hast du auf der anderen Seite den Turmaskotscheig, der halt so bei den Bambi-Verleihungen halt dann so da steht, wie krass verkehrt diese Generationen und wie deren Vorstellungen halt sind, einfach was die die so mitgeben können, weißt du?
00:39:29: Das ist krass, wie unterschiedlich es ist.
00:39:32: Ja, also ich glaube, Thomas Gottscher hat wahrscheinlich auch keine Philosophie studiert.
00:39:39: Ich kenne ihn nicht, ich kenne seine Arbeit nicht so krass.
00:39:43: Ich weiß noch als Kind habe ich viel Wetten das geguckt, Wetten das hat er gemacht.
00:39:46: Genau, ich bin bei Popkulturen so halb drin.
00:39:50: Aber ja, genau das habe ich auch mitbekommen und das war ja schon ein starker... Vor paar ... Ich weiß gar nicht, wie man sich richtig dazu ausdrückt.
00:39:59: Ich würd's auch gar nicht so krass ... Ich wollt jetzt auch gar nicht so krass da reingehen und sagen so ... Das müssen wir jetzt ausgesehen.
00:40:04: Ich mein einfach nur, was für ... Was für Learnings du halt aus verschiedenen Generationen rauskriegst.
00:40:12: Und ich glaube, eben weil wir auch vorhin über Bubble und so was gesprochen haben, wenn du ... Wie sage ich das am besten, wenn du dich halt so traust, das Leben halt mitzunehmen und halt so darauf reagierst, so, dass dir halt immer Menschen ausgespült werden, die dir halt krasse Learnings mitgeben können.
00:40:34: Und das ist dann halt auch nicht so ein krasses Generationen, ist keine Ahnung.
00:40:38: Ja, aber egal, wer weg davon ist, macht ihr... keinen Sinn jetzt das anzutiesern, weil wir ja auch viel jetzt bei uns über Abmomente und sowas sprechen in unserem Podcast, wo man sich halt genau solche Sachen traut.
00:40:51: Und deswegen, das wäre ganz interessant zu wissen, was so für dich so, ich weiß nicht, wie ich da so ein bisschen diesen, diesen Moment reinkriege.
00:41:02: Out of comfort zone?
00:41:03: Ja,
00:41:04: dieses so, dass du ... Wir sprechen bei uns in dem Podcast sehr viel über Abmomente, also nicht sehr viel, aber wir sprechen immer darüber, aus diesem Komfortzone rauszugehen und wollen die Leute auch dazu animieren zu sagen, okay, ich trau mich mal wieder was und dieses alleine Reisen gehen und die Welt zu erfahren, das ist mit Sicherheit auch, wie du jetzt schon gesagt hast, dort ist Angst alleine zu sein.
00:41:32: Kann man hier einfach so einen Abmomentstempel draufmachen, dass du dich das getraut hast und dass du nach Italien gefahren bist und offensichtlich hat es ja irgendwas bei dir angeregt, dass du es häufiger machen möchtest.
00:41:46: Hast du ... was so Reisen angeht, irgendwas, was dich in Zukunft, wo du irgendwie noch mal hin willst, ein großes Ziel oder so was, was du gerne noch erleben würdest.
00:41:54: Ich
00:41:54: hab so unglaublich viele von diesen Zielen, aber auch sehr konkrete.
00:41:57: Irgendwas.
00:41:58: Erstmal wollte ich kurz sagen, dass ich das richtig cool finde, dass ihr euch auf diesen Abmoment konzentriert.
00:42:03: Weil ich glaube, das ist eines der coolsten Sachen oder der besten Sachen, was man in seinen zwanzig Jahren machen kann, dass man einfach offen für Sachen ist und dass man sich einfach Sachen traut, egal, ob es jetzt alleine Reisen ist, egal in welcher Art und Weise aus dieser Komfortzone rauskommt.
00:42:17: Mein Mitbewohner zum Beispiel, der hat direkt nach der Schule seine Ausbildung gemacht.
00:42:22: Und seitdem arbeitet er die ganze Zeit.
00:42:25: Und er hat jetzt gerade richtig gemerkt, okay, irgendwie ist das die ganze Zeit das gleiche Hamsterrad.
00:42:29: Und es passiert nichts Neues mehr.
00:42:31: Was soll ich machen?
00:42:31: Und jetzt wurde es einmal so schlimm, dass ich gestern gesagt habe, Digger, wär ich du?
00:42:35: Ich glaube, ich würde alles hinschmeißen.
00:42:37: Scheiß drauf, ob du jetzt Geld hast oder nicht, aber geh einfach ins Ausland und reise um die Welt.
00:42:41: Mach irgendwas, mach Work and Travel keine Ahnung, aber du musst mal rauskommen.
00:42:44: Und ich glaube, egal was, dieses sich einfach mal trauen, ist richtig nice.
00:42:48: Ähm, Thema Reisen sind jetzt... Konkret in den nächsten Wochen tatsächlich schon.
00:42:54: Zwei Sachen.
00:42:56: Morgen, nee, nicht morgen, Mittwoch.
00:42:58: Gehen wir nach Fuerteventura.
00:43:01: So, ist das Portugal?
00:43:03: Nee, das ist da neben dieser Haare, das zählt noch zu Spanien.
00:43:08: Aber das ist gegenüber von Marokko.
00:43:11: Genau, da bin ich noch eine Woche, also eine Woche bin ich mit ... Freunden da und dann noch eine Woche alleine.
00:43:16: Aber ich glaub, das ist zum Beispiel für mich mittlerweile nicht mal mehr alleine reisen.
00:43:21: Ja.
00:43:21: Weil irgendwie ist es nicht ... Ich hab keinerlei Angst vor irgendwas, was da kommt.
00:43:26: Man ist
00:43:26: gefühlt halt einfach nicht alleine.
00:43:28: Genau,
00:43:29: das checkst du
00:43:29: auch.
00:43:31: Du wirst irgendwie ... irgendwelchen Menschen ausgespült.
00:43:36: Voll.
00:43:37: Als wärst du wie so gestrandet, irgendwie so ein Stück Holz am Strand, was so rauskommt.
00:43:41: Die werden dir zugespült.
00:43:42: Vor allem wenn du
00:43:43: dich dann veröffentlicht.
00:43:45: Genau.
00:43:46: Das heißt, das ist für mich gar nicht mal so dieses Krasse aus der Komfortzone rauskommen.
00:43:49: Was eher aus der Komfortzone rauskommen ist.
00:43:52: ist, ich weiß nicht, ob du es auf Social Media gesehen hast, dass ich eventuell eine Dame kennengelernt habe.
00:43:57: Wodurch vergessen hast du die Blumen irgendwie zu geben oder
00:43:59: so?
00:43:59: Ja, nein!
00:43:59: Scheiße.
00:44:03: Ich habe es nicht vergessen.
00:44:04: Ich habe dran gedacht.
00:44:06: Oh mein Gott, ja, es ist noch schlimmer.
00:44:07: Ich weiß.
00:44:07: Aber unfassbar, gutes Video.
00:44:08: Ich schneide einmal nur ganz kurz.
00:44:10: Kanau hat gesagt, nichts ist schlimmer als ein Typ, der dir versucht zu sagen, dass er dir hätte Blumen schenken wollen.
00:44:18: Richtig, aber nicht
00:44:19: gemacht.
00:44:21: Aber ich hab dran gedacht, das ist fast genauso gut.
00:44:23: Genau, aber dass es noch schlimmer ist.
00:44:26: Aber ich hatte den Case.
00:44:27: Ich hatte den Case, okay?
00:44:31: Nee, hatte ich nicht, ehrlicherweise.
00:44:33: Ich wollte Blumen zum Geburtstag mitbringen, aber da gab's eine Rallye, wo wir durch die Stadt gelaufen sind.
00:44:39: Es macht keinen Sinn, wenn sie die nächsten vier Stunden durch den Regen mit einem großen Blumenstrauß rennt.
00:44:44: Der hätte dich trotzdem geben sollen.
00:44:45: Ist egal.
00:44:46: Ist auch ein anderes Thema.
00:44:47: Die Frau auf jeden Fall.
00:44:49: Genau, die ist nach Australien ausgewandert.
00:44:52: Die hat ihr Kindheitstraum.
00:44:55: Bam, ist jetzt da.
00:44:57: Die
00:44:57: habt euch vorher kennengelernt.
00:44:58: Wir haben uns vor drei, vier Monaten kennengelernt.
00:45:03: Aber das ist, glaub ich, auch so ein bisschen mein vermeidender Bindungsstil oder Angst vor Bindung, dass ich gesehen hab, sie geht eh weg.
00:45:10: Kleine Selbstsabotage.
00:45:12: Genau.
00:45:12: Self-fulfilling Prophecy.
00:45:14: Ich weiß, dass Scheiße ausgeht, aber ich kann genau steuern, wie Scheiße es ausgeht.
00:45:18: Und ich weiß, dass es vorbei geht.
00:45:19: Das heißt, ich muss mich eigentlich gar nicht trauen, mich in was Offenes reinzuwerfen.
00:45:23: Weil
00:45:23: du einfach weißt, dass es irgendwo endet.
00:45:25: Da ist ein Cut.
00:45:26: Genau.
00:45:26: Problem ist, dass dieser Cut mich viel, viel härter getroffen hat, als ich dachte.
00:45:30: So, ich schwöre, ich hab nicht damit gerechnet.
00:45:34: Aber es ist so relativ intensiv geworden in den letzten Wochen davor.
00:45:38: Und ... Wie das halt so ist.
00:45:42: Und ja, deswegen hab ich dann jetzt ... Ja, ich fliege einfach hinterher.
00:45:47: Ich möchte gerne hinterherfliegen.
00:45:48: Nach
00:45:48: Australien.
00:45:49: Nach Australien, nach Neuseeland.
00:45:51: Also, sie geht erst mal nach Australien.
00:45:53: war da jetzt und ist jetzt vor zwei Tagen nach Neuseeland gegangen, weil da ist es voll schwer mit einem Visum bekommen für immer und dann musst du da arbeiten, Farbwerk machen, keine Ahnung.
00:46:02: Und da hinterher gehen und dann würde ich da gerne zwei Monate bleiben.
00:46:06: Mit ihr Reisen einfach?
00:46:07: Genau, jetzt kenne ich sie aber erst vier Monate.
00:46:10: Erst, ist schon ein bisschen Zeit auch eigentlich.
00:46:12: Vier
00:46:12: Monate könnte sehr lange Zeit sein.
00:46:14: Voll, voll, voll.
00:46:15: Ich hab auch mit ihr drüber gesprochen.
00:46:16: Sie meinte, sie hat richtig Bock drauf.
00:46:18: Es ist nicht nur so, dass ich alleine selbstständig sage, ich steh gleich vor der Natur.
00:46:22: Aber es ist trotzdem so, dass ich mich jetzt schon ein, zwei Mal gefragt habe, was wenn's nicht so geil wird.
00:46:31: Weißt du, was wenn man sich entweder nicht so gut versteht, was wenn sie vielleicht auch einfach nur sagt, komm, vielleicht ist gar nicht so gemeint, bla bla bla.
00:46:37: Jetzt kann man gut auskommunizieren, aber ... Da gehört mehr Überwindung auf jeden Fall zu diesem Step dazu, weil es noch mal eine andere Person inkludiert.
00:46:45: Aber was ist, wenn es richtig gut wird?
00:46:47: So, genau.
00:46:48: Aber ich bin auch ein bisschen Overthinker.
00:46:49: Ich hab erst mal kurz gedacht, was wenns scheiße wird und dann kurz das Worst Case-Szenario ausgerollt und dann hab ich gesagt, wenns scheiße wird, dann ist Australien trotzdem voll schön und voll groß.
00:46:59: Du bist ja hier alleine dann und dann kannst du einfach reisen gehen.
00:47:01: Genau, dann geh ich woanders hin.
00:47:02: Und wenn's toll wird, dann wird's richtig toll.
00:47:03: Aber wie cool, dass jetzt alle Girls sind so, ich lasse jemanden, der für mich nach Australien fliegt, mein Seeler.
00:47:10: Aber ist doch voll schön.
00:47:11: Also ich find's supergeil, sehr, sehr stark.
00:47:13: Ja,
00:47:13: ich bin ein bisschen aufgeregt.
00:47:14: Das ganze Thema macht mir noch Bauchschmerzen, aber ich freu mich dumm.
00:47:18: Also ich kann wirklich fast den Tag nicht erwarten.
00:47:21: War das weitest du, was du so geflogen bist?
00:47:23: Also ist das jetzt so, dass ich weiß, also...
00:47:25: Ich glaub, es geht gar nicht viel weiter.
00:47:26: Nee?
00:47:26: Ich glaub nicht, ehrlicherweise.
00:47:28: Also du fliegst halt wirklich einmal.
00:47:29: Du hast... Du hast zwölf Stunden Zeitverschiebung.
00:47:33: Zwölf Stunden.
00:47:33: Muss auch das andere Ende sein, oder?
00:47:36: Super beschissen Erdkund.
00:47:37: Ich hab gar keine Ahnung.
00:47:38: Ich bin bisher nur zwei Stunden im Flugzeug gewesen.
00:47:41: Aber ich weiß auf jeden Fall, dass meine Kollegen unfassbar lange geflogen sind.
00:47:45: Ist das so?
00:47:45: das weiteste, was du jetzt ... Das
00:47:46: wär wahrscheinlich das weiteste.
00:47:48: Ich war in Thailand, in Korea, in ... Ja, in Thailand und Korea waren die weitesten Sachen sonst.
00:47:54: Aber ich glaub, Australien ist ... ja, ist safe noch mal weiter, hundert Prozent.
00:47:58: Ich glaube, weiter ist vielleicht nur Boca Bora.
00:48:00: Boca Bora?
00:48:01: Und sind dann noch mal die Inseln dahinter.
00:48:03: Okay.
00:48:04: Glaube ich.
00:48:05: Aber ich bin mir nicht, nagelt mich nicht fest.
00:48:06: Ich kann auch kein Geografie.
00:48:07: Und du
00:48:07: fliegst jetzt, was hast du für ein Zeitplan?
00:48:09: Also wann willst du darüber?
00:48:10: Ungefähr?
00:48:11: Am sechsten würde ich gerne losfliegen.
00:48:13: Und dann machst du auch komplett Weihnachten, Silvester und sowas anstatt drüben.
00:48:16: dann?
00:48:17: Ja.
00:48:19: Ja.
00:48:20: Hast du dir da vorher schon Gedanken gemacht, dass du Weihnachten nicht hier bist?
00:48:23: Ja, ich wollte eigentlich... Ich hatte halt unterschiedlich geplant.
00:48:27: Ich hatte eigentlich ursprünglich gedacht, dass ich zu Weihnachten noch mit meiner Fan bin, entweder zu meiner Marm nach Dänemark gehe oder zu meinen Großeltern nach Richtung Bochum.
00:48:36: Ähm, und dann halt danach gehe.
00:48:38: Aber dann war halt dieser Abschied so taff, dass ich so war.
00:48:43: Ich wollte grad sagen, Scheiß auf Familie.
00:48:44: Aber das heißt, so ist es nicht gemeint.
00:48:46: Aber ich war so, okay, Scheiß drauf.
00:48:48: Ich will noch früher gehen.
00:48:49: Und dann weiß ich, okay, wenn wir noch eine Weihnachtsfeier mit unserem Management.
00:48:52: Und dann weiß ich, okay, einen Tag danach, dann halt, egal.
00:48:55: Abflug.
00:48:56: Sonst wär ich auch früher gegangen.
00:48:57: Ähm ... Ja, genau.
00:49:00: Und Weihnachten ist halt ... Ja, und so was.
00:49:02: Egal, ist doch schön.
00:49:03: Da ist es warm.
00:49:03: Dann
00:49:03: verbringt ihr die Zeit da.
00:49:04: Ich wünsche euch echt einfach nur, dass das eine tolle Erfahrung wird.
00:49:08: Also, ich glaube, es gibt wenig Sachen, die so prägend sind, als wie so quasi Fremde gemeinsam in einem neuen Land zu sein.
00:49:14: Ich
00:49:15: stelle es mir so cool vor.
00:49:17: Du kannst halt da alles machen.
00:49:18: Also, Neuseeland und Australien, sowohl als auch sind, glaube ich, so spannende Sachen.
00:49:22: Ich lag gestern.
00:49:23: oder vorgestern noch nachts wach und konnten nicht schlafen und hab die ganze Zeit TikToks von allen möglichen Australien-Neuseelandsachen angeguckt.
00:49:30: Und es ist einfach nur so toll.
00:49:32: Und du kannst so krass surfen und du hast ... Es ist anscheinend so anders.
00:49:36: Und ... Ah!
00:49:37: Die Leute sollen richtig toll sein und alles einfach spitze.
00:49:41: Ich glaube, was so Empfehlungen für mich an dich macht dich nicht so verrückt mit diesen ganzen Videos, die andere Leute schon gesehen haben.
00:49:51: Weil ich hab immer das Gefühl ...
00:49:53: Dann muss das dem gerecht werden?
00:49:54: Es
00:49:55: muss dem gerecht werden.
00:49:58: Klar, wir leben davon.
00:49:59: Und es ist auch wichtig, gute Momente aufzunehmen.
00:50:02: Aber du hast es gerade gesagt, du bist jemand, der auch nachdenklicher ist.
00:50:06: Ich finde manchmal, dass dieses ganze Social Media, was das Reisen angeht, kaputt macht.
00:50:11: Weil man von einem in Anführungsstrichen Tourist-Spots zum Nächsten geht.
00:50:17: Ich hab gemerkt, wenn ich das so ... Wenn ich so ein bisschen, ich sag mal mal so, der Planlos geht, der taglosmäßig so, ne?
00:50:23: Also wenn du einfach da rumläufst,
00:50:24: du kannst
00:50:25: dich ein bisschen geiden lassen.
00:50:26: Ich nehm mir dann aber auch extra so Guides, die mich dann genau kulturelle Sachen zeigen und alles andere.
00:50:33: Gehe einfach dahin.
00:50:34: Ich hab mein Kollege einen sehr, sehr guten Freund von mir, der hat da, ich weiß nicht, Orangen oder sowas auf irgendeiner Orangenfarmen war.
00:50:40: Die haben so viele
00:50:41: Farmen.
00:50:41: Die haben so viel Geld dafür, dass sie da arbeiten.
00:50:43: Und
00:50:44: er ist zum Beispiel gar nicht Social Media-Dings so addiktet.
00:50:47: Irgendwie schaut sich das an.
00:50:49: Und ich glaube, die Erfahrungen, die er gemacht hat, sind noch mal ganz anders, als wenn du die ganze Zeit offen minst, irgendwelche Videos nachzuhaben oder so zu suchen.
00:50:56: Das
00:50:56: ist auch ein großes Thema so, was das Reisen angeht.
00:50:58: Aber ich glaube auch, dass das Social Media das schon krass verändert hat.
00:51:01: Weil du kannst ja jetzt alles sehen.
00:51:03: Du hast das sozusagen vor den Augen und dann hast du nicht nur ein Bild, sondern du hast sogar die Erfahrungsberichte von den Leuten, was auch richtig cool sein kann, wenn man jetzt nicht die ganze Zeit verreisen kann.
00:51:13: Kannst ja normalerweise nicht, weil du was machst.
00:51:16: Aber es kann auch, glaub ich, richtig krass den Reiz nehmen, dass du nur drei Swipes brauchst, um auf deinem Handy umzusehen, wie es dreißig Stunden entfernt mit dem Flugzeug von dir aussieht.
00:51:29: Deswegen safe.
00:51:30: Und ich mag es auch viel mehr, mich in Sachen reinzustützen.
00:51:32: Und ich mag auch viel mehr dieses wirklichen Abenteuer erleben, als einfach dahingehen und sozusagen jetzt so Hotspots abarbeiten.
00:51:40: Das mag ich auch nicht.
00:51:40: Du kannst ... Ich find auch irgendwie so ... Du kannst dadurch halt viel schneller enttäuscht werden, sag ich jetzt mal.
00:51:46: Wer versichert dir, dass die Sonne an dem Tag so perfekt scheint auf dem Video?
00:51:50: Du wirst halt irgendwie voll mit so einer Erwartungszeitung da rein.
00:51:53: Und dann ist es so mäßig, dieses so, naja, mir war es jetzt doch nicht so cool.
00:51:57: Ich glaube, dass es einfach anders wahrnimmst, wenn du dich vorher nicht so krass damit ... Weißt du, dass du einfach rausgehst und einfach lebst.
00:52:03: So, weil keiner hätte dir sagen können, geh zu diesem Airbnb, da ist ein siebzigjähriger Philosoph, der dir ... Komplett.
00:52:09: Was
00:52:09: für ... Was das so ... was für eine Erfahrung du durchsammeln kannst, ja.
00:52:12: Ähm, ja, keine Ahnung, Alter, sechster Dezember geht's los nach Neuseeland.
00:52:18: Ich wünsche dir da auf jeden Fall ganz, ganz, ganz viel Erfolg.
00:52:22: und Hoppe,
00:52:23: dass ...
00:52:26: Nee, ich glaub, muss das gar nicht sagen, du wirst deine ganz schöne Zeit haben.
00:52:31: Egal, was passiert, das ist auch ein Ding, was man durchs Alleinreisen im Westen verlernt.
00:52:35: Egal, was passiert, das wird schon gut.
00:52:37: Du kannst einfach das Beste draus machen.
00:52:39: Genau.
00:52:40: Das sagt immer, da will ich kurz eine Shout-Out der Vater von dem Kollegen, den ich gerade erzählt habe, Weyos.
00:52:47: Das ist so unser griechischer Papa und der arbeitet im Restaurant.
00:52:51: Es ist immer so alles so drunter und drüber, aber es sind immer Full House, die Leute lieben das.
00:52:57: Und immer, wenn irgendwie alles so full Katastrophe ist, ich habe da drei Monate gearbeitet, der war einfach, es geht immer weiter.
00:53:03: Das war immer sein Spruch so und er hat halt recht, ne?
00:53:06: Also da ist er einfach da, die hoffen nicht verlieren, einfach... Also, hoffentlich wird es was, aber wenn es nicht zu wird, dann hast du trotzdem noch mal zwei Monate, die du alleine irgendwie neue Erfahrungen sammeln kannst.
00:53:16: Ja, und du lernst ja auch.
00:53:17: Ich hab letztens auf TikTok pathetisches Quote gesehen.
00:53:22: Du kannst nicht verlieren, wenn dein Ziel Erfahrung ist.
00:53:25: Ja,
00:53:25: das ist auch
00:53:26: richtig.
00:53:27: Nehmen
00:53:27: wir auch einfach das Hot-Take.
00:53:29: Weil das letzte, was ich jetzt noch von dir haben wollen würde, einfach so dieses, was willst du der Community noch sagen?
00:53:35: Hast du noch irgendwas, was du über den Leuten erzählen möchtest?
00:53:38: Nehmen wir einfach das.
00:53:39: Okay.
00:53:40: Sonst fällt mir jetzt auch gerade spontan nichts.
00:53:43: Außer Seinnet.
00:53:43: Nee, wir nehmen den.
00:53:45: Seinnet ist auch schön.
00:53:46: Ja.
00:53:47: Okay.
00:53:48: Wir haben fast eine Stunde jetzt geredet.
00:53:51: Oh, ich hab
00:53:51: die Uhr gar nicht gesehen.
00:53:52: Es hat mich sehr gefreut, dass du hier warst.
00:53:55: Ich hoffe, ihr da draußen konntet das Ganze in Join und hattet Spaß an der Folge.
00:54:01: Ich würde euch gerne in den Kommentaren sehen, Leute.
00:54:05: Was
00:54:06: wollen wir in den Kommentaren sehen?
00:54:08: Was wollen wir in den Kommentaren sehen?
00:54:11: Was war eben Dating-Stories oder so was?
00:54:12: Ja.
00:54:13: Wir wollen Dating-Stories sehen.
00:54:15: Wir haben echt sehr wenig heute über ... Ich finde irgendwie auch, das ist cool.
00:54:19: Heute mal nicht so viel über Dating geredet, sondern ein bisschen über diese Erfahrungen.
00:54:22: Future-Dating-Stories.
00:54:23: Vielleicht ... Einfach beim nächsten Mal, wenn wir wieder viel über Dating gereden, lese ich irgendwie darüber vor, wie eure erste Reise alleine war oder so was, dass wir da irgendwie andocken können oder so.
00:54:33: Also die Leute kommentieren jetzt, was ihre erste Reiseerfahrung war, oder?
00:54:37: Oh, ne Dating-Reise-Erfahrung?
00:54:39: Reise-Dating?
00:54:40: Kriegen wir in den Mix sogar hin?
00:54:41: Es gibt Leute, die wirklich wie du auf irgendwo hinfliegen für ne Person, ne?
00:54:45: Vielleicht habt ihr das ja.
00:54:46: Wenn ihr das habt, schreibt's gerne in die Kommentare.
00:54:48: Schreibt gerne Pick-Up, schreibt gerne mir, schreibt Kanau, dass irgendwie auf jeden Fall das Ganze ankommt.
00:54:54: Und, ähm, ja, let's call it a day.
00:54:59: So, das war Update mit Kanau und Daniele und Pick-Up.
00:55:04: Ihr könnt das ganze jeden Donnerstag sehen, überall, wo es Podcast gibt.
00:55:08: Und ich bedanke mich einfach herzlich dafür, dass du hier was war.
00:55:11: Sehr schön.
00:55:12: Es war echt toll.
00:55:12: Ich
00:55:12: bedanke mich recht herzlich.
00:55:14: Ich kennenlernen zu dürfen.
00:55:15: Soll ich dir so ein High-Five-Training kommen?
00:55:16: Ja, machen wir mal so.
00:55:17: Super.
00:55:18: Geil.
00:55:19: Ich mache es immer ganz simpel.
00:55:21: Ja.
00:55:30: Auf Dank, Leute.
Neuer Kommentar